Etwas Wahres ist sicher dran: Wir sind Vorreiter

Mornsgrans

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Sicher gehört unser Forum zu den Vorreitern, dass in Bezug auf "Recht auf Reparatur" und "Wiederverwendnung von Altgeräten" bei uns schon lange so gehandelt wird.

Bei Heise heute:

Schön, dass dieser Trend nach oben geht, aber für uns im Forum ist das ja schon ein alter Hut. Dank IBM und Lenovo, die uns Anwendern die Möglichkeiten zur Selbstreparatur mit der guten Dokumentation der "Think"-Produktreihen geschaffen haben. Dazu gehört auch der Ausverkauf bei Lenovo zu Sonderpreisen von Ersatzteilen der Geräte, die aus dem Support gefallen sind, durch Lenovo - ohne es an die große Glocke zu hängen.

Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft die Notebooks wieder etwas servicefreundlicher werden und die Akkus bald wieder dorthin kommen, wo sie hingehören: Abnehmbar an der Gehäuseaußenseite, damit auch die Entsorgung von Altgeräten ungefährlicher wird.

Ich wundere mich sowieso seit längerem, warum die Gesetzgeber noch nicht angesichts der zunehmenden Brände auf dem Transport und in Entsorgungsbetrieben eine Gesetzesänderung angegangen sind. - Die Ursachen sind immer Li-Ion-Akkus, die mit der Hardware entsorgt werden, da sie fest verbaut sind.
 
Dazu gehört auch der Ausverkauf bei Lenovo zu Sonderpreisen von Ersatzteilen der Geräte, die aus dem Support gefallen sind, durch Lenovo - ohne es an die große Glocke zu hängen.
In der Hinsicht war ich in letzter Zeit auch sehr überrascht von Sony, die in ihrem auch relativ unbekannten Online-Reparaturshop noch Teile für einen vierzehn Jahre alten Projektor zum Verkauf anbieten. Ein Servicemanual mit allen Schaltplänen und einer Teileliste bis runter auf die Werte der einzelnen SMD-Kondensatoren ist auch online verfügbar.

Es wäre so schön, wenn das der Standard für alle elektronischen Geräte wäre. Mehr Reparaturmöglichkeiten, weniger Sondermüll.

Leider wird man dank einer neuen EU-Gesetzgebung für so alte Geräte bald keine Ersatzlampen mehr bekommen, meiner Meinung nach ist man hier ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Ich muss mich jetzt mit 1-2 Ersatzlampen für meinen 1920x1200-Projektor eindecken, weil ich ihn ansonsten wegwerfen muss, sobald die aktuelle ausgebrannt ist. Umweltschutz ist das in meinen Augen nicht wirklich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist zwar nun OT, aber trotzdem: Danke für den Hinweis. Hatte ich nicht mitbekomen und werd mich nun auch noch eindecken "dürfen".

Meine Gedanken dazu behalte ich für mich 🙄

Sid
 
Ich habe Omas Vorwerk VK200 von 1978 und Vollausstattung mit allen erdenklichen Düsen in Betrieb. Ersatzteile sind überhaupt kein Problem, das Gerät ist ja auch erst 47 Jahre alt. Beutel, Riemen und Bürste neulich von staubsauger.de

Nur, an wen ich das X61T, von dem ich gerade schreibe, einmal vererben kann, ist derzeit nicht erkennbar. Ggf. bekommt es 2055 ein junger Teilnehmer des thinkpad-forum- Usertreffens Westfalen übergeben.
 
Ich wundere mich sowieso seit längerem, warum die Gesetzgeber noch nicht angesichts der zunehmenden Brände auf dem Transport und in Entsorgungsbetrieben eine Gesetzesänderung angegangen sind. - Die Ursachen sind immer Li-Ion-Akkus, die mit der Hardware entsorgt werden, da sie fest verbaut sind.
Der Gesetzgeber hat dazu längst das Nötige geregelt, nämlich in ElektroG §4 Abs. 1:
Hersteller haben ihre Elektro- und Elektronikgeräte möglichst so zu gestalten, dass insbesondere die Wiederverwendung, die Demontage und die Verwertung von Altgeräten, ihren Bauteilen und Werkstoffen berücksichtigt und erleichtert werden. Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind möglichst so zu gestalten, dass Altbatterien und Altakkumulatoren durch Endnutzer problemlos und zerstörungsfrei entnommen werden können. Sind Altbatterien oder Altakkumulatoren nicht problemlos durch den Endnutzer entnehmbar, sind die Elektro- und Elektronikgeräte so zu gestalten, dass die Altbatterien und Altakkumulatoren problemlos und zerstörungsfrei und mit handelsüblichem Werkzeug durch vom Hersteller unabhängiges Fachpersonal entnommen werden können.
Woran es hapert ist die Umsetzung, denn würde man den Gesetzestext so umsetzen, dann würden von heute auf morgen 80% aller mobilen IT vom Markt verschwinden, und das traut man sich dann doch nicht.
 
Das ist das eigentliche Problem, denn angewendet wird es nicht. Papier ist geduldig, solange niemand die Umsetzung kontrolliert und sanktioniert.
 
Ich gehöre wohl nur deshalb in diese Rubrik weil ich nichts wegwerfen kann.

Andererseits erinnere ich mich noch an eine 30 GB HDD für einen IBM Server. Schlappe 1.500 EUR zu Zeiten wo man bereit 2 TB für 300 EUR bekam.

Ok, nagelt mich nicht auf die Zahlen fest aber so in etwa habe ich das in Erinnerung.

Für mich war diesjähriges T14s eine Offenbarung. Vorher hatte ich immer das Gefühl untermotorisiert zu sein mit all den Nachteilen. Lahmheit aber vor allem der Lüfter. Die hätte ich auch nicht reparieren mögen. Dieses hat aber genau die Leistung die ich brauche und die produziert sie ohne den Lüfter hörbar anzuschmeissen. Bei diesem käme ich in Versuchung aber wer weiss welche Versuchung auf mich wartet. Vielleicht werden in zwei Jahren die Geräte LLM tauglich, sprich gut genug für größere Modelle lokal fahren zu können.
 
Der Gesetzgeber hat dazu längst das Nötige geregelt, nämlich in ElektroG §4 Abs. 1:
Woran es hapert ist die Umsetzung,
Genau. Ist aber nicht erstaunlich. Erstaunlich wäre, wenn so ein Gesetz wirklich mit Zähnen und Klauen käme (aber dem ist eben nicht so):
Die ganzen schön klingenden Maßnahmen sind so gut wie nicht sanktionsbewehrt. Aus Gründen.
Auch die Formulierungen: "möglichst", etc. …
 
Ich denke, nach 3-4 Jahren sollte Lenovo die Ersatzteile-Priese bei Ausverkaufsniveau anbieten. Dann meiner Ansicht nach würde es sich besser verkaufen, als wenn man das um 10-facher Preis anbietet, als das Gerät noch wert ist.
 
Ich denke, nach 3-4 Jahren sollte Lenovo die Ersatzteile-Priese bei Ausverkaufsniveau anbieten.
Tun sie doch - wenn Abverkauf nach Ablauf der längsten Garantielaufzeit erfolgt.
Dass der Ersatzteilverkauf davor so teuer ist, könnte einen strategischen Grund haben: Die meisten Teile werden für Garantiereparaturen benötigt.
 
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