Linux fsck Strategien

Linux Betriebssystem

Ambrosius

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Ich hab heute ein bisschen im Terminal herumgespielt mit ner SSD nachdem ich eine neue ext4 Partition erstellt hatte. Ich wollte einfach mal wissen, wie man außerhalb der fstab so eine Platte auf Zuruf prüfen kann. So weit, so gut.

Der Befehl:
# fsck.ext4 -cc -v /dev/nvme0n1p1
lief jedoch sagenhaft lange durch. Und ich weiss nicht wieviel Durchläufe er getätigt hat, aber nach >3 St. habe ich es abgebrochen, weil es doch ein recht langsame Maschine ist.

Mit welchen Optionen kann man so ein SSD Check sinnvoller Weise überprüfen um badblocks und sonstige Auffälligkeiten zu Tage zu fördern?
 
Mit exakt derselben Befehlsequenz und ohne ungeduldiges manuelles Abbrechen. Gut Ding will Weile haben.
Lass es während des Nachtschlafes laufen, damit die Geduld nicht unnötig durch nervenaufreibendes Warten strapaziert wird.
 
Yup, manche Dinge dauern. Überschreiben einer externen 16TB-Sata-Platte mit Zufallsdaten dauerte ungefähr zweieinhalb Tage.
 
Yup, manche Dinge dauern. Überschreiben einer externen 16TB-Sata-Platte mit Zufallsdaten dauerte ungefähr zweieinhalb Tage.
Das kann ich verstehen, ist ne HDD und dann auch 32x so groß wie ne SSD.

Ich hatte nur überlegt ob es da ne schnellere Methode gibt, die ähnlich aussagekräftig ist.
In KDEs Partitionsmanager hab ich die im Kontextmenü befindliche Prüfung gestartet und da geht es fast instant. Dabei wird dieser Befehl ausgeführt:
Code:
e2fsck -f -y -v /dev/XYZ
 
fsck -cc macht einen badblocks-Test im "non-destructive rw Modus". Das ist der langsamste Modus überhaupt, weil die Daten auch noch gepuffert werden müssen, um sie nicht zu zerstören.
Mir ist nicht ganz klar, ob fsck schlau genug ist, die badblocks-Blockgröße automatisch an die Blockgröße des Dateisystems anzupassen. Falls nicht, wid der Standard von 512B benutzt, was bedeuten würde, dass jeder 4kB-Block 8x gelesen und geschrieben wird statt nur einmal.
badblocks macht ohnehin vier komplette Durchläufe mit vier verschiedenen Mustern. D.h., der gesamte Datenträger wird 8x angefasst (4x geschrieben + 4x gelesen). Das dauert halt.

Ich habe am Samstag eine neue 8TB-HDD (5400U/min) erhalten, die ich seitdem mit badblocks -wsv -b 4096 prüfe. Laut iotop wird sie dabei mit ca. 90MB/s beschrieben und mit 130MB/s ausgelesen. Das Ende erwarte ich nächsten Samstag oder Sonntag.
Faustregel: Plane einen Tag pro TB ein.
 
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