Lautsprecher an HiFi-Anlage anschließen

hschalt

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17 Jan. 2011
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Ich versuche einmal, die Kompetenz im Forum für eine Nicht-TP-Frage zu nutzen.
Es geht um Lautsprecher, die immerhin genauso schwarz sind wie die ThinkPads.

Ich habe mir vor vielleicht 25 Jahren eine SONY MHC-6600 Mini-HiFi Anlage zugelegt.
Nach vielen Jahren der Zufriedenheit habe ich bemerkt, daß ich nicht einzelne Komponenten mit anderen Anlagen kombinieren konnte, da diese mit einer Art Bus-Kabel verbunden waren. Also konnte ich nach Defekt des CD-Players und später auch des Receivers den Rest nicht mehr verwenden.

Jetzt plane ich eine Neuanschaffung und könnte an sich die alten Lautsprecher weiternutzen.
Dabei habe ich folgendes Problem:
Der Sony Verstärker hat 4 Lautsprecherausgänge: 2 x Haupt-Lautsprecher und 2 x (vermutlich) Baß-Lautsprecher.
Die ins Auge gefaßten Anlagen haben nur 2 Ausgänge für rechts und links.

Gibt es eine Möglichkeit, die alten Lautsprecher sinnvoll anzuschließen?

Meine Überlegung:
a) parallel senkt den Widerstand und könnte die Anlage beschädigen
b) in Reihe erhöht den Widerstand und dürfte dann leise und dumpf klingen

Außerdem weiß ich nicht, ob man die Tieftöner mit hohen Frequenzen und umgekehrt betreiben darf.

Vielleicht hat ja hier im Forum jemand Ahnung, bevor ich ein spezielles Audio-Forum suche.
 
Der Sony Verstärker hat 4 Lautsprecherausgänge: 2 x Haupt-Lautsprecher und 2 x (vermutlich) Baß-Lautsprecher.
Die ins Auge gefaßten Anlagen haben nur 2 Ausgänge für rechts und links.

Das wäre nur dann so, wenn die Boxen mit jeweils vier Kabeln angesteuert werden, also jeweils vier Kontakte an der Sony-Box und dann insgesamt acht Lautsprecher-Adern am Verstärker angeschlossen werden.

Normalerweise betreiben Verstärker Endstufen mit zwei Boxen für Stereophonie oder vier Boxen für Pseudo-Quadrophonie, das heißt: Alle Boxen werden mit jeweils zwei Adern betrieben.

Sind die einzelnen Boxen in der Ursprungskonfiguration von Sony wirklich mit vier Adern am Receiver angeschlossen?
 
In der Welt der Minianlagen ist leider nichts normal:thumbsup:
Soweit was mir Google ausspuckt (und Google lügt nie :thumbup:) hat das Ding tatsächlich für rechts und links getrennte Bass und Hoch/Mittelton-Boxen.
Die Frequenzweiche sitzt in der Anlage und gibt Bass und Hochton breits getrennt als Stereo an die Boxen.
Damit sind die Boxen praktisch an einer "normalen" Stereoanlage nicht zu betreiben.
Die Minianlagen sind oft so konstruiert, daß man die Teile mit anderen Anlagen nicht kombinieren kann --> Mülltonne
 
Sind die einzelnen Boxen in der Ursprungskonfiguration von Sony wirklich mit vier Adern am Receiver angeschlossen?

Ja, sind sie.
Je zweimal zwei Anschlüsse für rechts und links. Und unterschiedlich gekennzeichnet für die Hoch- und die Tieftöner.

Die Minianlagen sind oft so konstruiert, daß man die Teile mit anderen Anlagen nicht kombinieren kann --> Mülltonne

Schade.
 
Man kann natürlich jetzt ne Frequenzweiche bauen oder kaufen und dann die Lautsprecher mit eben jener an normalen Stereoendstufen betreiben. Aber ob sich das wirklich lohnt?
 
Aber ob sich das wirklich lohnt?
Auch wenn die Komplettanlagen (unverhältnismäßig) teuer sind, sind die PVC/Preßspan-Boxen noch lange nicht qualitativ hochwertig. Da lohnt kein gebastel.
Wenn man sich was neues halbwegs gutes holt, so sind ebenso neue passende Boxen dazu noch die beste Wahl. Das müssen nicht die teuersten sein, wichtiger ist, daß sie eben dazu passen.
 
Das Problem ist ja wohl eher, dass der CD-Player nicht geht. Ich wette, da gibt es eine Möglichkeit für Leute mit der "Lizenz zum Löten", irgendeinen portablen CD-Player an die Anlage anzuschließen. Dann gäbe es auch kein Boxenproblem mehr und unsere Welt wäre ein besserer Ort... oder so etwa ... oder so ähnlich ... liebe Zuhörer ... :)
 
Ich wette, da gibt es eine Möglichkeit für Leute mit der "Lizenz zum Löten", irgendeinen portablen CD-Player an die Anlage anzuschließen. Dann gäbe es auch kein Boxenproblem mehr und unsere Welt wäre ein besserer Ort... oder so etwa ... oder so ähnlich ... liebe Zuhörer ...

Danke für den Tip, aber der Zug ist abgefahren. Zum Schluß funktionierte auch der Tuner nicht mehr.
Es wurden wohl für so eine gute Anlage zu billige Elkos verbaut. Ich habe damals im Internet gelesen, daß andere mit dem gleichen Problem versucht haben, neue Elkos einzulöten, habe aber nie gelesen, daß das erfolgreich war.

Beim Vergleich diverser neuer Anlagen kam mir die Idee, daß ich für mein Budget vielleicht eine bessere Anlage kaufen könnte, wenn ich die alten, für meine Ansprüche guten Lautsprecher verwenden könnte. Aber wenn nicht noch jemand eine pfiffige Idee zur Lösung des Frequenzproblems hat, war das wohl nichts.
 
Zum Anschließen mehrerer Lautsprecher an nur einen Anschluß ist es wichtig, die Impedanz(Ω) der Lautsprecher zu kennen!
Meistens werden Lautsprecher parallel geschaltet (also Bass und Mittel/Hochtöner), allerdings halbiert sich dadurch die Impedanz (z.B. von 8Ω auf 4Ω) was im Umkehrschluß bedeutet, dass dem Verstärker mehr Leistung abverlangt wird. Deshalb werden bei Verstärkern und Endstufen auch unterschiedliche Leistungsangaben angegeben (z.B. 1000W bei 2Ω 500W bei 4Ω und 250W bei 8Ω).

Genug dem Geschwafel, besser: http://ampservice.de/searchfiles/tipps_boxamp.php nachlesen ;)

Ob's sich lohnt?... Erst mal Verstärker aussuchen -> dann rechnen -> wenn die Boxen zur Leistung passen kann man's ja mal ausprobieren
(manchmal leben totgeglaubte Billigboxen an guten Verstärkern auf, manchmal saufen Highendboxen an Verstärkern mit zuwenig Leistung regelrecht ab... muss aber nicht so sein)
 
Meistens werden Lautsprecher parallel geschaltet (also Bass und Mittel/Hochtöner)
Bass und Hochton ohne Frequenzweiche???
Er hat ja praktisch zwei Subwoofer und zwei Satelliten. Seine Anlage spuckt Bass und Hochton bereits getrennt aus.
Die an einem ungetrennten Boxenanschluß hängen, dürfte was komisch klingen.
 
hau das ding weg
mal schnell ne frequenzweiche ranbasteln funktioniert NICHT
da geht ohne kenntnis der verbauten teile absolut nichts
alles andere ist nur unkontrolliertes rumgemurkse

mit dem thema hifi und lautsprecher beschäftige ich mich übrigens seit ein paar jahrzehnten
spar dir zeit und nerven
 
Bass und Hochton ohne Frequenzweiche???
Ist nicht ideal, aber als Übergangslösung bis genug Geld für vernünftige Boxen da ist kann das durchaus so funktionieren.
Klingt schon das akzeptabel kann man ja überlegen ob man nicht 20€ in 2 passive Frequenzweichen, die an einer zu den Boxen passenden Frequenz splitten, investiert.

Seine Anlage spuckt Bass und Hochton bereits getrennt aus.
Die erwählte neue wohl nicht, dadurch entsteht ja das ursprüngliche Problem.

Alternative: Eine Anlage mit SUB-out nehmen und die beiden Tieftöner parallel an den SUB-Ausgang hängen -> das Stereo-Signal bleibt dann für die beiden Topteile.

Die Boxen sind ja schon da, wenn sie an der neuen Anlage nicht klingen kann man sie ja immer noch in die Tonne treten ;)
 
Vielleicht lohnt auch ein Blick in die alte Anlage - mit etwas Glück ist die Freqzenzweiche vielleicht als separate Platine ausgeführt, die man übernehmen kann.

Grüße

Fabian
 
Tieftöner ohne Frequenzweiche: Bei hohen Frequenzen schwingt die Membran nicht mehr Kolbenförmig bzw. linear -> Klingt nicht gut*.
Hochtöner ohne Frequenzweiche: Rauchzeichen, siehe #14.

08/15 Frequenzweiche verwenden: Schützt zwar den HT davor abzubrennen, allerdings gehen alle Standardweichen von einer linearen Impedanz der Chassis aus. Das ist in der Praxis aber nicht der Fall, vor allem im Bereich von Resonanzen kann kann die Impedanz um Faktor 10 oder mehr ansteigen. -> Klingt nicht gut*.

Weiche selbst bauen: Ohne Messausrüstung und Fachwissen nicht empfehlenswert, die im Internet verfügbaren Rechner machen den selben Fehler wie die 08/15-Weichen.

Bastellösung: Schau dich mal im Hifi-Forum nach einem Lautsprecher-Bausatz um, gibt es in allen Größen und Preisklassen.
Ansonsten sind Lautsprecher, vor allem ältere mit 20 Jahren und mehr, z.T. schon relativ günstig auf Ebay oder diversen Kleinanzeigen zu haben. Schlechter klingen als moderne tun die auch nicht, man muss nur darauf achten, dass die Sicken nicht zerbröselt sind.

*Da Klang sehr subjektiv ist, kann sich "klingt nicht gut" subjektiv durchaus vernünftig anhören. Nur mit HiFi laut definition hat es nichts mehr zu tun. Aber das haben z.B. die ganzen kleinen Bluetooth-Lautsprecher auch nicht. Es spricht also nichts dagegen, mit den vorhandenen Boxen zu experimentieren, nur alzu viel Geld würde ich da nicht rein stecken.
 
ein hochtöner ohne weiche raucht sofort ab
Hast du dir die angesprochene Anlage denn schon mal angeschaut? Das sind doch eindeutig kleine High-Midrange-Boxen und entsprechende Subs zur Bassanhebung. Von reinen Hochtönern oder einzelnen Hörnern war hier nie die Rede (wenn mein Post so zu verstehen war, rufe ich das natürlich zurück).

An einer Minianlage könnte man wohl sogar die Subs komplett weglassen und es würde noch besser Klingen als 90% aller tragbaren Minibrüllwürfel.

Klar ist auch, dass man solche Bastellösungen nur sehr vorsichtig von minimaler Lautstärke langsam steigernd in Betrieb nehmen soll, aber vom "Boxen wegwerfen, weil alles Andere ist ja Müll" hat hschalt auch nix ;)
 
Ich würde keine Minute in Bastelei opfern. Für eine Mini-Anlage mit Bus-Kabel fehlt i.d.R. jede technische Info. Meist werden auch billige Bass-Lautsprecher durch irgendwelche Sound-Prozessoren "passend" gemacht, indem man im Bassbereich mehr Power spendiert. Heisst natürlich: der normale, echte Frequenzbereich wird verfälscht.
Da bleibe ich gerne bei meiner alten Braun regie 510: Super Klang - und Elko tauschen (nach über 40 Jahren Betrieb) geht problemlos und macht Sinn. Leider gibt es immer seltener Leute, die im Notfall Fehler finden und Reparieren können. Muss man eben selber ran; Messgeräte gibt es ja gebraucht günstig.
 
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