NAS und Virenscanner ???

AndreasBloechl

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Habt ihr auf eueren NAS einen Scanner installiert oder überflüssig? Habe auf meinen beiden noch nie einen am laufen gehabt.
 
Nutze den eingebauten Virenscanner meiner Synology DS. Aber auch nur weil er einfach da ist. Gäbe es den nicht direkt von Synology würde ich keinen nutzen.
 
Ich halte dies für überflüssig, da auf dem NAS im Regelfall nur die Funktionalitäten des NAS laufen. Falls NAS-Software/-Betriebssystem selbst irgendwie kompromittiert sein sollten, zweifle ich stark daran, dass ein dort laufender Virenscanner dies erkennen kann und ggf. auch abfängt.
Für die auf den NAS liegenden Mediendatein oder ggf. dort liegende Installations-Dateien gehe ich davon aus, dass sie auf einem System zum Einsatz kommen, das selbst ausreichend gut geschützt ist. Dass man sein NAS als Installationsort für irgendwelche Programme wählt, halte ich für extremst exotisch, also keine Grund für einen Virenscanner auf dem NAS. Ansonsten sehe ich vielmehr das Risiko, dass durch mehrere Viren-Scanner die Gefahr für False-Positive-Detections steigt.

Grüße Thomas
 
Ok, danke das reicht mir. Wollte nur euere Meinungen hören weil ich wirklich noch nie einen installieren lassen habe.
 
Ich habe es zur Gewohnheit gemacht bei jeder Synchronisation der HDDs hinterher einen Bit für Bit Vergleich zu machen bei den Daten die kopiert werden. Kostet natürlich Zeit und bei so vielen HDDs wie ich zur Sicherheit verwende ist das natürlich ein erheblicher Aufwand. Ist das überhaupt nötig wenn der Kopiervorgang ohne Probleme durchläuft? Würde sich da Windows melden wenn was nicht richtig kopiert wurde bzw. etwas korrupt wäre? Wie macht ihr das?
 
Windows prüft die Kopie nicht, wenn du sowas benötigst musst du hinterher Prüfsummen ermitteln und vergleichen. Es gibt Kopiertools wie Teracopy welche eine solche Funktion integrieren und dir anbieten.
Gegen Lesefehler bzw. bereits bestehende Fehler in den Quelldaten hilft nur ein Dateisystem welches dieses bereits integriert - siehe ZFR, BTRFS oder unter windows ReFS mit Integrity Streams.
 
Ich verwende zum syncen schon Jahre BeyondCompare, das kann es schon aber halt dann hinterher.
 
Erstmal Respekt dass du das so durchzuehst. Wenn du dir das Leben einfacher machen möchtest wäre ein NAS mit ZFS-Dateisystem und einer hotswappable Festplatte (gibt dafür 5,25"-Adapter) eine Option, dann kannst du automatisch deine Daten ablegen, regelmäßig Scrubbing laufen lassen und alle 2-4 Wochen die zweite Festplatte tauschen. ZFS ist allgemein ein sehr angenehmes Dateisystem um Probleme zu erkennen und größtenteils auch zu beheben und bietet dank sehr platzsparender Snapshots auch guten Schutz gegen versehentliches Löschen oder Verschlüsselungssoftware

Ich habe selber zwar ein Truenas-System (inkl. ECC) sehe das allerdings entspannt: sofern die Hardware in Ordnung ist ist Bitrot sehr selten, viele User erkennen hier alle paar Monate vielleicht mal ein paar Kb (bei zig TB an Daten). Für Videos und Fotos ist das idR kein Problem, die Formate und Programme sind darauf ausgelegt auch mit kleinen Fehlern noch abspielbar zu sein. Wenn jetzt irgendwann mal ein einziges Foto oder Video tatsächlich nicht mehr abspielbar ist dann hat man halt Pech gehabt. Die paar wirklich wichtigen Dokumente habe ich an so vielen Stellen hinterlegt oder wären im Zweifel nochmal neu beschaffbar dass ich auch hier Schutz vor Bitrot als gut, aber nicht zwingend notwendig sehe.

Erfahrungsgemäß sind Menschen (ich inklusive) bei der Datensicherung sehr, sehr faul. Deswegen rate ich immer zu einem möglichst einfachen und kostengünstigen System, auch wenn es dann vielleicht nur 99% Sicherheit bietet. Das Risiko für plötzlichen Datenträgerausfall, versehentliches Löschen oder eben Verschlüsselungssoftware ist um ein vielfaches höher als ein Kopierfshler, geflippter Bit im Ram usw der dann aus hunderten GB an Daten die paar wichtigen MB erwischt. Wenn man dem durchschnittlichen User doppelt redundante Festplatten inkl. anweisung zur abwechselnden manuellen Sicherung inkl. checksum-Abgleich gibt, ist nach 2 Jahren höchstens noch auf einer der Platten oder dem 10 Jahre alten Werbe-USB-Stick zweifelhafter Qualität ein aktueller Datensatz vorhanden
 
Oje da kann ich dir nur bedingt folgen.
Als, ich habe zwei WesternDigital MyBookUltra2 NAS, eins mit 20TB und eins mit 12TB, WD deswegen weil die verbauten WD Red HDDs einzeln mehr kosten als zusammen mit der NAS. Dann habe ich noch zwei Western Digtial Elements 3,5Zoll beide 10TB an zwei FritzBoxen hängen, örtlich getrennt von meiner Wohnung. Eine WDElements 3,5 Zoll 10TB als Sicherung im Schrank die wöchtenlich gesynct wird. Und noch eine WD Elements 2,5 Zoll 4TB an meiner FritzBox die als Repeater läuft, und noch eine gleiche WD 2,5 Zoll 4TB an der NAS über USB. Zwei 3TB WD Elements 3,5Zoll wurden vor einer Woche zu klein und liegen jetzt im Schrank, die hingen an der anderen NAS über USB. Eine WD My Book 20 TB (Raid1) läuft noch an einer WD NAS über USB. Ist halt verdammt viel Aufwand die immer aktuell zu halten und noch Bit für Bit zu prüfen.

Ich glaube aber dass die WD NAS nur EXT formatiert werden können, und das Dateisystem von dir nicht verwenden können.
 
Mal eine andere Frage. Aus alten Zeiten wurde ja immer empfohlen immer eine Sicherung bzw. HDD zu haben die nie verwendet wurde wenn der PC im Internet läuft. Habe das mal in einem Videoboard empohlen bekommen.
Wie macht ihr das , ich habe immer noch eine HDD mit allen Daten die nie angeschlossen war wenn der PC im Internet war.
Und wie wahrscheinlich kann so ein Verschlüsselungstrojaner eine NAS und die daran angeschlossenen ext. HDDs verschlüsseln?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Mal eine andere Frage. Aus alten Zeiten wurde ja immer empfohlen immer eine Sicherung bzw. HDD zu haben die nie verwendet wurde wenn der PC im Internet läuft. Habe das mal in einem Videoboard empohlen bekommen.
Wie macht ihr das , ich habe immer noch eine HDD mit allen Daten die nie angeschlossen war wenn der PC im Internet war.
Und wie wahrscheinlich kann so ein Verschlüsselungstrojaner eine NAS und die daran angeschlossenen ext. HDDs verschlüsseln?
 
Ich verstehe Deinen Beitrag nicht zu 100%: Den PC zur Nutzung der externen HDD abzuklemmen ist doch nur bedingt sinnvoll. Den Trojaner kann man sich doch auch im online-Mode einfangen und er schlägt dann später zu, wenn der PC offline ist, wenn die externen HDDs angeschlossen sind.
Vielleicht erklärst Du es etwas präziser.
 
Ja ich denke du hast das schon richtig verstanden. Aber wie ist es bei einem NAS und die dort angeschlossenen HDDs, kann da ein Trojaner auch ohne weiteres sein Unding treiben sollte man so einen auf den PC haben? Oder eher unwahrscheinlich wenn keine Netzwerkfreigaben zu allen Laufwerken dort bestehen?
 
Wenn man vom infizierten Gerät Schreibrechte auf das NAS hat, dann besteht auch dort das Risiko, dass die Daten verschlüsselt werden.
 
Ja aber dazu bräuchte es ja eine Netzwerkfreigabe zu jeder dort angeschlossenen HDD oder sehe ich das falsch. Der geht ja wahrscheinlich nur die Laufwerke durch die auch im PC (Explorer) sichtbar sind, oder?
 
Hätte dazu jetzt nochmal eine Frage, wie tief gräbt sich ein Virenscanner wie AntiVirus Essential dort in das System ein. Bringt man den dort durch einfaches deinstallieren unter den Apps wieder runter? Spekuliere ihn vielleicht doch mal zu testen bei der WD NAS.
 
Ja aber dazu bräuchte es ja eine Netzwerkfreigabe zu jeder dort angeschlossenen HDD oder sehe ich das falsch. Der geht ja wahrscheinlich nur die Laufwerke durch die auch im PC (Explorer) sichtbar sind, oder?
Wenn Du vom PC auf diese Daten zugreifen kannst - warum sollte es die Schadsoftware nicht können?
 
Wenn der PC angreifbar ist, nützen Gegenmaßnahmen auf dem NAS auch nix mehr... ;)
 
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