Windows Nativer NVMe Support in Windows 11

Windows Betriebssystem

der_ingo

Rather active member
Themenstarter
Registriert
22 Okt. 2009
Beiträge
4.472

Hier testweise auf verschiedenen Geräten aktiviert. Minimal bessere Benchmarks bei merkbar geringerer CPU-Auslastung sind hier das Ergebnis. Bisher keine Probleme. Also einfach mal testweise aktivieren.
 
Hier noch von notebookcheck.
 
Nicht vergessen die Kommentare bei Heise zu lesen...
Immerhin konnten diejenigen, die Probleme mit dem neuen Treiber hatten, den Urzustand wieder herstellen und haben bisher keine weiteren Folgen.
 
Ich frage mich, wieso Windows so lange dafür benötigt hat um NVME Treiber herauszubringen? Die Technik ist ja jetzt doch schon einige Jahre am Markt. - Ich werde es auch mal über die Weihnachtstage versuchen.
 
Das ist hochinteressant, aber könnte auch das System total verhauen, speziell wenn man mehr als ein Laufwerk oder auch bloß Partition hat.
Anscheinend wird die von Windows vergebene Laufwerks-ID geändert, von der Windows die Laufwerksbuchstaben ableitet und nicht die noch kurz beim Booten verwendeten MS-DOS Laufwerke.
Dann kommt noch die Initialisierungseihenfolge der Drives beim POST ins Spiel, der Systemdrive muss dann beim ersten Reboot unbedingt als Erster gefunden werden, später nicht mehr.
Ich glaube NVME kommt erst nach allen SATA Drives, bei denen geht es nach Nummer. Das Letztere aber nur bei mehr als einem physischen Drive, in Notebooks ja kaum noch möglich.

Könnte jedenfalls sein, daß nach nem erfolgreichen Reboot, falls es so weit kommt, die zweite Partition oder das zweite Laufwerk dann C: heißt und auch sonst schon einiges verbogen ist.
 
Hätte mich gewundert, wenn MS mal was auf Anhieb hinbekommt. Selbst nachdem sie ~10 Jahre Zeit hatten.
Bitte dabei nicht außer Acht lassen, dass es seitens Microsoft für den Privatanwender mit Win 11 nicht offiziell freigegeben ist und keinesfalls zwangsweise aus Redmond aktiviert wird. Microsoft weiß also anscheinend sehr wohl, dass es noch keine Serienreife besitzt und daher kann ich deine Aussage nicht nachvollziehen. Wer von sich aus Experimente damit eingeht, darf sich nicht beschweren, wenn es zu einem negativen Resultat kommt und schon gar nicht die Schuld bei Microsoft suchen.

Grüße Thomas
 
@mectst Du darfst meinen Post gerne so lesen, wie er gemeint war: pure Gehässigkeit.

Der MS Blogpost für den Server spricht von "generally available" und drängt zum Wechsel:
Native NVMe is now generally available (GA) with an opt-in model (disabled by default as of October’s latest cumulative update for WS2025). Switch onto Native NVMe as soon as possible or you are leaving performance gains on the table!
So "experimentell" kann der Treiber also auch unter W11 nicht sein, schliesslich läuft der Server auch mit gewöhnlichen SSDs.
 
Ich frage mich, wieso Windows so lange dafür benötigt hat um NVME Treiber herauszubringen? Die Technik ist ja jetzt doch schon einige Jahre am Markt. - Ich werde es auch mal über die Weihnachtstage versuchen.
Never change...
Es gab (und gibt für nahezu alle Consumer eigentlich immernoch) keinen Grund für einen spezifischen NVMe-Treiber. Der SCSI-Wrapper tat und tut was er soll und das nach wie vor sehr gut und stabil. Keine Ahnung, ob jemand die Sprünge zwischen den NVMe-Schnittstellenversionen seit PCIe 3.0 noch bemerkt - aber da reden wir ja von 100% pro Generation und nicht von 10%.
Deutlich spürbare Sprünge wie von Magnetscheiben auf Flachspeicher und von SATA auf NVMe sind schon deswegen nicht mehr möglich, weil absolut gesehen das Einsparpotential weg ist. Der C64 hatte alles im ROM und war Instant on. Heute braucht es er PC auch kaum noch länger zum Booten, als der Monitor zum Einschalten.

Was mich eigentlich stärker wundert, wozu ich noch recherchieren muss:
Die Datentransferrate steigert sich ja unter bestimmten Settings um ca. 10%. Angenommen unter Linux hat man nicht einfach "alte Firmwares gewrapped" wäre ja Potential, dass entsprechend ein Performanceunterschied zwischen den beiden Betriebssystemen existiert. Ich habe dazu bisher nie etwas gelesen und würde das eigentlich bei jeder Diskussion als Argument erwarten, warum Linux als Server OS meist sinnvoller ist.
 
@Korfox Du greifst zu kurz (wie viele andere auch), wenn Du den Spitzenwert für die sequentielle Schreib/Leserate als allein massgeblich für I/O Performance ansiehst. Insbesondere bei Servern reicht das nicht.

Der erste heise Artikel zum neuen Treiber spricht von Verbesserungen paralleler Zugriffe ("Multi-Queueing")
Bei der massiven Parallelisierung von Zugriffen in moderner SSD-Hardware wird der Software-Unterbau offenbar jedoch zum Flaschenhals.
aufbauend auf dem MS Blog
SCSI-based I/O processing can’t keep up because it uses a single-queue model, originally designed for rotational disks
 
Nicht vergessen die Kommentare bei Heise zu lesen...

Da meldet sich einer, dass seine weiteren Filesysteme hinterher als RAW angezeigt würden und die Leute stellen fest, dass Samsung Magician die SSD nicht mehr findet. Scheint also keine wirklichen Probleme zu geben, sonst würden die Kommentarspalten da ganz anders aussehen.

Immer dran denken: da kommentieren in der Hauptsache die Leute, die Probleme haben. Und nur weil eine Person ein Problem in ihrer ganz spezifischen Umgebung hat, muss sich das nicht auf andere Systeme auswirken.

Ich frage mich, wieso Windows so lange dafür benötigt hat um NVME Treiber herauszubringen?

Sie haben ja lange schon einen NVMe Treiber. Der dockt halt nur ans bisherige Storage-Subsystem an und dort spricht alles SCSI. Das war an sich keine schlechte Idee, da halt viele Dinge damit automatisch kompatibel sind, ist aber halt bei massivem I/O nachteilig.

Anscheinend wird die von Windows vergebene Laufwerks-ID geändert, von der Windows die Laufwerksbuchstaben ableitet und nicht die noch kurz beim Booten verwendeten MS-DOS Laufwerke.

Irgendjemand hat bei Deskmodder ja auch behauptet, die Partitionen wären geändert worden. Das ist natürlich Blödsinn. Was sich ändert, ist der Pfad, unter der das Laufwerk in der Konfiguration angesprochen wird. Früher war das halt irgendwas mit PCI/SCSI-Subsystem/Laufwerk und jetzt ist es PCI/NVMe-Subsystem/Laufwerk. Um das mal vereinfacht auszudrücken.
Falls man Software hat, die sich diesen genauen Gerätepfad irgendwie merkt, muss man dort die Konfiguration anpassen.

Dann kommt noch die Initialisierungseihenfolge der Drives beim POST ins Spiel, der Systemdrive muss dann beim ersten Reboot unbedingt als Erster gefunden werden, später nicht mehr.

Und wo ist jetzt der Zusammenhang damit, welchen Treiber Windows später im Bootvorgang verwendet?

Es gab (und gibt für nahezu alle Consumer eigentlich immernoch) keinen Grund für einen spezifischen NVMe-Treiber.

Also ich merke hier gerade auf etwas älteren Geräten (L490, T495) schon eine deutliche Verbesserung im Verhalten. Nicht etwa, weil die SSD plötzlich ein paar Prozent bei bestimmten Operationen zulegt, sondern weil die CPU-Auslastung beim Zugriff auf die SSD gesunken ist.

Auf einem aktuelleren Gerät (P14s Gen 5) ist hingegen jetzt nichts wirklich zu spüren. Vermutlich kann man es da nur messen und die CPU ist halt schnell genug, dass die etwas höhere Auslastung durch den bisherigen Treiber keine so große Rolle spielt.
 
@Korfox Du greifst zu kurz (wie viele andere auch), wenn Du den Spitzenwert für die sequentielle Schreib/Leserate als allein massgeblich für I/O Performance ansiehst. Insbesondere bei Servern reicht das nicht.
Ich denke eher du hast meinen Beitrag nicht verstanden oder nicht gelesen.
Die Schreib-/Leserate ist ein Ergebnis des Gesamten. Und die ist Maßgeblich für die Performance, natürlich. Bei sequentiellem Zugriff eh
offensichtlich - und bei randomisierten Zugriff schlagen sich die IOPS hintenraus auch auf der Schreib-/Leserate nieder.
Zuletzt "verloren" wir ca. 10% R/W durch den alten SCSI-Treiber. Und ich schreibe explizit, dass ich von Consumern rede. Gerade Server mit hoher R/W-Last profitieren hier natürlich ungemein.
Also ich merke hier gerade auf etwas älteren Geräten (L490, T495) schon eine deutliche Verbesserung im Verhalten. Nicht etwa, weil die SSD plötzlich ein paar Prozent bei bestimmten Operationen zulegt, sondern weil die CPU-Auslastung beim Zugriff auf die SSD gesunken ist.

Auf einem aktuelleren Gerät (P14s Gen 5) ist hingegen jetzt nichts wirklich zu spüren. Vermutlich kann man es da nur messen und die CPU ist halt schnell genug, dass die etwas höhere Auslastung durch den bisherigen Treiber keine so große Rolle spielt.

Das ist interessant. Je schneller die PCIe-Schnittstelle, über die NVMe angebunden und je langsamer die CPU ist, umso deutlicher müsste etwas zu spüren sein. CPU- und GPU-Auslastung sind möglicherweise auch die einzigen Ressourcen bei denen das Argument "Ressourcen sind da um genutzt zu werden" nicht zieht, weil Energieverbrauch.
 
Also ich merke hier gerade auf etwas älteren Geräten (L490, T495) schon eine deutliche Verbesserung im Verhalten. Nicht etwa, weil die SSD plötzlich ein paar Prozent bei bestimmten Operationen zulegt, sondern weil die CPU-Auslastung beim Zugriff auf die SSD gesunken ist.
Lässt sich das irgendwie in Zahlen ausdrücken und spielt das im normalen Office-Betrieb stromspartechnisch eine Rolle ?
 
Ich hatte einen Benchmark mit CrystalDiskMark vorher und hinterher gestartet und dabei den Taskmanager im Auge behalten. Vorher verlief die CPU-Last deutlich über 80%, fast bei Volllast. Hinterher verlief die CPU-Last beim Benchmark deutlich unter 50%.

Ich habe allerdings keine ausführlichen Tests gemacht. Ich hoffe, dass da Heise, Computerbase oder ähnliche mal konkrete Benchmarkreihen auf unterschiedlicher Hardware fahren werden.
 
Lässt sich das irgendwie in Zahlen ausdrücken und spielt das im normalen Office-Betrieb stromspartechnisch eine Rolle ?
Nicht wirklich.
Dein Desktop ist nach dem Anmelden schneller responsive und ansonsten ist es relevant wenn viele Dateioperationen zeitgleich angefragt werden. SCSI kann die Befehle (auch im Treiber) nicht parallel verarbeiten, der neue Treiber kann das.
 
Alles klar.
Obwohl OT:
Weiss hier jemand zufällig, wie gut das Linux macht?
 
Wenn man sich bei Computerbase durch die Kommentare zum Artikel stöbert, berichten die meisten Leute von leicht besseren Benchmarkwerten und geringerer CPU-Auslastung. Das scheint also allgemein in die Richtung zu gehen.


Hier sind jetzt im heimischen Umfeld alle Systeme erfolgreich umgestellt worden. Bisher keine Probleme. Mal schauen, wann Microsoft denn die Sache auch für Windows 11 offiziell macht. Ist schon ein wenig seltsam, dass man die Funktionalität nicht erst für Windows 11 bringt und dann erst für die Server, sondern umgekehrt.
 
Weiss hier jemand zufällig, wie gut das Linux macht?
Scheinbar schon...

 
  • ok1.de
  • IT Refresh - IT Teile & mehr
  • thinkstore24.de
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben