Neuer Router... und gleich einige Fragen

dkh99

Member
Themenstarter
Registriert
4 Nov. 2007
Beiträge
556
Hallo Leute... auf die Kaufberatung einiger User habe ich mir nach 8 Jahren einen neuen Router gekauft, wobei ich dazu sagen muss, dass ich in der Netzwerk-Materie ein Laie bin. Zuvor hatte ich einen Linksys WAG200G Routermodem. Nun setze ich als Router den Asus RT-AC66U ein. Der Linksys dient nun nur noch als Modem.

Das erste was mir hier aufgefallen ist: in der Kombination Asus + Linksys meldet mir der DSL-Speed eine Geschwindigkeit von rund 8,5 Mbit. Wenn ich zuvor den Linksys in der Browseroberfläche ausgelesen habe, meldete mir diese beim Status einen Sync von 11 Mbit. Sind der DSL-Speed-Test aus dem Inet und die Statusmeldung des Modems selbst nicht gleichzusetzen? In die Weboberfläche des Linksys, der als Bridgeonly dient, komme ich jetzt nicht mehr rein, da die IP-Eingabe 192.168.1.1 nur noch zum Asus führt...

Die nächste Frage die ich hätte ist die Datenrate im WLAN Netz. Mein Notebook mit einer N-Standard-Karte meldet mir schwankende Raten von 200 bis 240 Mbit/s.... Ich dachte beim N-Standard bekommt man bis zu 600 Mbit/s. Womit kann das zusammenhängen? In den Einstellungen der Frequenz bei der WLAN-Karte habe ich gesehen, dass man auch auf 5 GHz stellen kann? macht das Sinn die WLAN-Karte dauerhaft auf 5 GHz zu belassen. Ein Einlesen in diese Materie hat mir gezeigt, dass es zwar bei 5 GHz weniger Störfaktoren gibt, die Sendeleistung aber auch geringer ist. Was macht denn der Router eigentlich? Sind bei dem immer 2 und 5 GHz dauerhaft eingeschaltet und die Geräte wählen einen der beiden Kanäle?

Kommen wir zu einer Materie, die ich ganz und gar nicht verstehe... Selbst das Googlen hat mir als Laien nicht weitergeholfen: Die Router-Firewall und die Portfreigabe. Also was ich noch verstanden habe: wenn ich die Firewall aktiviere, kommen Geräte, die nicht im gemeinsamen Netzwerk sind, von außen nicht mehr rein auf den Router. Daher muss ich bestimmte Ports freigeben. Ich habe hierzu im Webinterface des Asus: Portauslösung und Portforwarding. Dort muss ich irgendwelche Eingaben machen... nur verstehe ich davon absolut nichts. Welche Ports sollte man denn öffnen... und wie macht man das. Zum Beispiel möchte ich die Möglichkeit haben, von unterwegs (Handy, Tablet oder anderen Rechner) auf mein Heimnetzwerk zuzugreifen. Ich habe mir bei Asus eine DDNS eingerichtet. Das habe ich so verstanden, dass ich nun immer dann, wenn ich auf den Router von außen zugreife, diese DDNS eingeben muss...

Ich wäre für einige Tipps zu meinen Fragen dankbar, wobei ich nicht garantieren kann, dass im Laufe des Thread nicht noch weitere Fragen von mir kommen :-)
 
Sind der DSL-Speed-Test aus dem Inet und die Statusmeldung des Modems selbst nicht gleichzusetzen?
Richtig. Was du im Webinterface siehst ist die Bitrate mit der Modem und die Gegenstelle (DSLAM) synchronisiert sind. Diese Bitrate markiert das theoretische Maximum, welches in der Praxis bei der Verbindung zu Websites jedoch nie erreicht wird. Auch die Websites mit den Speedtests haben ihre Anbindung und diverse Router zwischen dir und den eigenen Servern liegen, was die Geschwindigkeit weiter reduziert. Man muss sich das Internet ja auch mit Anderen teilen.
Mit Tomato ist es möglich, die IP des Modems über den Router durchzureichen, so dass du auch die Bitrate der Verbindung sehen könntest. Ob das mit der Original ASUS-Firmware geht weiß ich nicht.

Ich dachte beim N-Standard bekommt man bis zu 600 Mbit/s. Womit kann das zusammenhängen?
Wie schnell 802.11n verbindet kommt auf hauptsächlich vier Faktoren an:
1. die eingestellte Kanalbreite (20MHzs/40MHz), 40MHz bieten die doppelte Bandbreite. D.h. umgekehrt, dass unter 20MHz nur maximal 300MBit erreichbar sind. Am Router ist dies einstellbar, aber es gibt WLAN-Empfänger (USB-Sticks und auch eingebaute mini-PCIe-Kärtchenm die nur 20MHz können)
2. Die Anzahl der Antennen. 600Mbit sind nur mit 4 Antennen auf beiden Seiten und 40MHz Kanalbreite erreichbar. Pro Antenne (Stream) 150MBit. Wenn nur 20Mhz Kanalbreite laufen, dann sind es pro Stream nur 72MBit. Wenn also dein Notebook z.B. nur mit zwei Antennen und 40MHz eingerichtet ist, dann ist das Maximum 300MBit.
3. Die Entfernung. Vom errechneten Maximum je nach Antennen und Kanalbreite, musst du noch weiter runtergehen, falls Wände oder Entfernungen größer als wenige Meter zwischen beiden Seiten liegen.
4. Die "Umgebungsbelastung" mit anderen Funkeinrichtungen (WLAN, Bluetooth, diverse Fernsteuerungen usw.). Falls das 2,4GHz Band bei dir stark belastet ist, dann lohnt es sich auf 5GHz umzuschalten.
Im 5Ghz ist die Reichweite geringer und auch Wände dämpfen das Signal stärker, aber dafür wird dein WLAN dort weniger durch Nachbarn gestört, weil 5GHz allgemein weit weniger benutz wird, und auch weil die Reichweite anderer WLANs im 5GHz Band nicht so groß ist um dir dazwischen zu funken.

Du kannst an Hand der minimalen Antennenanzahl (vermutlich der WLAN-Empfänger im Notebook mit zwei oder drei Antennen) und der laufenden Kanalbreite ausrechnen, wieviel MBit du maximal erreichen kannst. Wenn du dien Wert erreichst brauchst du nichts zu machen. Wenn dein tatsächlicher MBit-Wert darunter liegt, dann kann es Abhilfe schaffen auf 5GHz umzuschalten, sofern das Notebook dazu in der Lage ist.

Kommen wir zu einer Materie, die ich ganz und gar nicht verstehe... Selbst das Googlen hat mir als Laien nicht weitergeholfen: Die Router-Firewall und die Portfreigabe. Also was ich noch verstanden habe: wenn ich die Firewall aktiviere, kommen Geräte, die nicht im gemeinsamen Netzwerk sind, von außen nicht mehr rein auf den Router. Daher muss ich bestimmte Ports freigeben.
Es gibt keinen Grund "einfach so" irgendwelche Portfreigaben einzurichten. Wenn du Portfreigaben brauchst, dann musst du je nach Anwendung einen bestimmten Port auf ein bestimmtes Gerät weiterleiten. Welcher Port und welche IP das ist kommt auf die Anwendung an, die eine Portweiterleitung benötig. Ohne entsprechende Anwendung also auch kein Port und keine IP.
Oder anders herum gesagt:
Wenn du eine Portweiterleitung benötigst, dann merkst du das daran, das ein Vorgang, der Zugriff von außen auf dein Netzwerk benötigt nicht funktioniert. So lange alles funktioniert sind Portweiterleitungen nicht nur überflüssig, sondern unnötige Löcher in der Firewall.
Wenn du nun aber eine bestimmte Anwendung im Auge hast, dann musst du uns mitteilen welche dies ist, damit du nähere Informationen für etwaige Portforwardings oder andere Konfiguration erhalten kannst.

Es gibt z.B. beim ASUS auch diverse "vorgegebene" Anwendungen, die auf Wunsch automatisch eingerichtet werden. Willst du z.B. einen FTP-Server nach außen freigeben, dann benutzt du dafür am einfachsten den Assistenten und brauchst dich nicht um manuelle Portweiterleitungen zu kümmern, hier ein Tutorial: https://www.youtube.com/watch?v=KWLKECTNy_Q.

In deiner PM hast du mir geschrieben, dass die Ports 21 und 443 geöffnet sind. Wenn das nicht von dir beabsichtigt ist, dann hast du vermutlich den obigen FTP-Zugang aktiviert. Wenn du das nicht möchtest, dann musst du den FTP-Service wieder deaktivieren, aber hast dann natürlich auch keinen Internetzugang mehr auf deine Dateien.
Port 443 wird wahrscheinlich ein externer Zugang auf das Webinterface des Routers sein, oder möglicherweise ein aktives (Open)VPN. Beides solltest du der Sicherheit wegen deaktivieren, wenn du das nicht brauchst.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK... dann habe ich das mit der DSL Bandbreite doch halbwegs richtig vermutet :-) Danke... Da muss ich zeitnah was unternehmen (Providerwechsel...)

Zu der WLAN-Netzwerk-Datenrate habe ich nun in Erfahrung gebracht, dass es offenbar die Intel 6300 Karte im Thinkpad ist, die alles einbremst... Ich habe bei dieser nur 2 Antennen. Hinzu kommt, dass sie offenbar nur mit 20 MHz Kanalbreite arbeitet... jedenfalls soweit ich das in den Einstellungen verstehe... hier habe ich nämlich nur die Auswahl zwischen 20 MHz und Auto... Das würde aber dann auch nicht zu deiner Erläuterung passen... Denn wenn ich nur eine Kanalbreite von 20 MHz hätte, so hätte ich pro Antenne 72MBit (2x72 MBit = 140 MBit). Anscheinend verbirgt sich hinter der Einstellung "Auto" doch 40MHz?!

Zur Einstellung 5GHz und 2,4 GHz... verstehe ich es richtig, dass ich für den Router zwei getrennte Einwahlmöglichkeiten habe... einmal für 2,4 GHz und einmal für 5GHz... so kann ich dann in der Netzwerkumgebung entscheiden, ob ich mich mit 2,4 oder 5 GHz einwähle. Beim Asus kann man jedenfalls die Einstellungen (Zugangdaten) für 5 GHz und 2,4GHz getrennt einrichten und auch unterschiedliche SSDIs vergeben. Würde es Sinn machen die zwei verschiedene SSIDs zu vergeben, um in der Netzwerkumgebung auch beide Zugänge (2,4GHz und 5 GHz) auswählen zu können? So könnte ich zum Beispiel den PC im EG ins 2,4 GHz--Netzwerk einwählen, weil dort die Entfernung zum Router weiter ist... Und was ist, wenn man für beide Frequenzen den selben SSDI vergibt? In welches Netz wählt sich dann der jeweilige Rechner ein?

Zu den Ports: OK, also am besten NICHTS freigeben und nur dann, wenn ich wirklich was benötige, was selten der Fall sein wird. Ich hatte dir per PN ja gepostet, dass die Ports 21 und 443 aktiv waren. Das hatte wohl damit etwas zu tun, dass ich irgendwas bei Aicloud und der externen Festplatte freigegeben habe. Nun habe ich alles deaktiviert und ich bekomme die Meldung, dass nichts offen ist :)
Hinsichtlich der Ports hast du recht: der Asus Router hat Standardvorgaben, die man wählen kann... dann muss ich mich um nichts weiter kümmern...
 
Anscheinend verbirgt sich hinter der Einstellung "Auto" doch 40MHz?!
Ja, die Intel-Adapter schalten bei Auto automatisch auf 40MHz, sofern es im Router aktiviert ist.

So könnte ich zum Beispiel den PC im EG ins 2,4 GHz--Netzwerk einwählen, weil dort die Entfernung zum Router weiter ist... Und was ist, wenn man für beide Frequenzen den selben SSDI vergibt? In welches Netz wählt sich dann der jeweilige Rechner ein?
Das kannst du machen. Du kannst beide Bänder beliebig nebeneinander, abwechselnd oder auch nur Eines davon im Router aktivieren und darauf verbinden wie du möchtest. Mit der selben SSDI für beide Bänder da bin ich nicht sicher. Technisch stören tut das prinzipiell nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass dann eventuell Verwechselungen auftreten, und das Gerät welches auf 2,4GHz verbinden soll auch mal auf 5GHz verbinden will oder umgekehrt.

Zu den Ports: OK, also am besten NICHTS freigeben und nur dann, wenn ich wirklich was benötige, was selten der Fall sein wird.
Genau.

Nun habe ich alles deaktiviert und ich bekomme die Meldung, dass nichts offen ist :)
Hinsichtlich der Ports hast du recht: der Asus Router hat Standardvorgaben, die man wählen kann... dann muss ich mich um nichts weiter kümmern...
Hat ja soweit gut geklappt, dann kannst du nach der Eingewöhnung ja vielleicht schon bald an fortgeschrittenere Dinge gehen, wie die VOIP-DECT-Adapter usw. Da werden dann auch Portweiterleitungen und QoS für SIP nötig sein, damit du eingehende Anrufe empfangen kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bereits nach 1 1/2 Tagen verstehe ich den Router besser als ich jemals gedacht habe... Ich habe eben verschiedene Konten für die Zugriffe auf die USB-Festplatten eingerichtet, Aicloud aktiviert etc pp. Und so verstehe ich auch den Router langsam. Nachdem ich die Zugriffe auf die USB-Platte und AiCloud eingerichtet habe, sind auch die Ports 21 (FTP) und der Port 443 (AiCloud) offen. Und auch von außen kann ich auf meine USB-Platte und die Musiksammlung zugreifen... Das freilich nur, wenn ich die Kontodaten habe (Passwort etc.)... was ich mich nur frage: lässt ihr (jedenfalls diejenigen, die eine USB Platte am Router haben) diese nonstop laufen? Ist das nicht schädlich für die Platte... oder ist der Stromverbrauch nicht hoch? Gibt es keine Möglichkeiten, das in den Griff zu bekommen, wie z.B. zu bestimmten Uhrzeiten, dass die Platte läuft und dann wieder ausgeht...
 
Zu häufiges Ein/Ausschalten schadet tatsächlich einer "normalen" Festplatte. Dennoch sollte sie man einiger Zeit ohne Nutzung ausschalten. Man regelt das über HD-Sleep. Es gibt hingegen z.B. auch spezielle Server-Festplatten, die auf Dauerbetrieb ausgelegt sind.


(Hier für den ASUS http://vip.asus.com/forum/view.aspx...U&id=20130127190817397&page=1&SLanguage=en-us)
Du kannst also eine Idle-Zeit einstellen. Wenn innerhalb dieser Zeit kein Zugriff stattfindet, wird die HD automatisch schlafen gelegt. Damit dies nicht der Festplatte schadet, sollte die Idle time groß genug gewählt werden.
Für eine Art "Nachtabschaltung" wäre also ein ziemlich hoher Wert wie etwa 3600Sekunden oder 7200Sekunden(eine oder zwei Stunde(n)) sinnvoll. Damit ist gewährleistet, dass während du am Computer bist und gelegentlich die Festplatte verwendest, diese nicht zwischendurch ständig stoppt und wieder anläuft, sondern erst dann wenn du wohl außer Hauz oder beim Schlafen bist. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallöle... Möchte nicht unbedingt einen neuen Thread aufmachen, daher hole ich meinen Thread mal hoch und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Es läuft mit dem Router wirklich alles gut. NUR: in Verbindung mit meiner PS4 und der GTA5-Online Nutzung macht der Router mich noch verrückt. Oft habe ich Probleme, dass die Rockstar-Server gegenwärtig nicht erreichbar seien etc. Das stimmt aber nicht. Ein Freund, der einen 08/15 Router von O2 hat, hat nie Probleme mit der Online-Nutzung. Daher tippe ich stark auf die Firefall. Auch Google hat ergeben, dass das nur mit dem Router zusammenhängen kann. Hat jemand vielleicht eine Idee... Gibt es einen Port den ich freischalten sollte?

Vielen Dank
 
Wie hast du denn den Linksys mit dem Asus verbunden?

a) linksys als 'bridge only' - pppoe im asus
b) pppoe am linksys - asus mit static ip am linksys

Ich würde für Spiele eher a) empfehlen (b macht da eventuell Probleme, Stichworte dual nat, firewalls, port-forwarding)

Hätte ich mal von Anfang an gelesen *doh*

Für den asus router gibt es ausserdem eine Firmware mit einigen Fixes/Verbesserungen: http://asuswrt.lostrealm.ca/
Diese basiert auf der asus firmware, lässt sich wie ein normales Firmware-Update installieren und auch das Webinterface ist gleich - mit ein paar extra Funktionen. (Mein rt-n66u läuft schon lange damit)


Zum Schluß noch ein Rat:
Bei AiCloud und Upnp gab es in der asus firmare Sicherheitslücken. Ich würde AiCloud daher nicht vertrauen und es genauso wie Upnp komplett deaktivieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • IT Refresh - IT Teile & mehr
  • thinkstore24.de
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben