X2xx/s (X200/s-260) SSD (teil?)defekt in X220: wie aktuelle Daten retten?

PeterWa

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Heute Nachmittag hatte ich mein X220 wie jahrelang üblich nach
Erledigung einer Aufgabe einfach stehen gelassen. Dann ging es
bisher immer in den Standby und nach einiger Zeit in den Ruhezustand.
Heute nun war bei meiner Rückkehr eine Fehlermeldung auf dem
Bildschirm zu einem Defekt der HDD0, in meinem Fall eine etwas
ältere Samsung SSD. Installiert ist auf dem X220 ein Windows 11.

Nach mehreren Versuchen mit einem bootfähigen USB-Stick für
Windows 10 habe ich entdeckt, dass sich auch ohne diesen Stick
noch etwas tut, zwar elend lahm, aber immerhin:

Es zeigt sich das Windows 11-Fähnchen und manchmal der Text
"Automatische Reparatur wird gestartet". Huch, da ist doch nicht
alles auf der SSD kaputt.
Nach länglicher Wartezeit kommt "Tastaturlayout auswählen" und
nach abermaligem Warten kann ich die "Problembehandlung"
auswählen.

Der Menüpunkt "Starthilfe" bringt leider keinen Fortschritt.

Mit "Eingabeaufforderung" kann ich DISKPART aufrufen und
LIST DISK liefert Datenträger 0 mit 465GB 0B frei und
LIST VOLUME liefert zwei Partitionen auf der SSD:
Volume 0 (ohne Name) RAW Partition 1200MB fehlerfrei
Volume 1 Windows7_OS. NTFS Partition 464GB fehlerfrei

In Volume 0 hat es wohl das Dateisystem zerstört. Einfach
Volume 0 formatieren liefert nur eine Fehlermeldung.

Ich habe ein komplettes Backup vom 26.12.2025 mit Acronis,
hätte aber gerne noch das aktuelle Volume 1 gerettet. Leider
wird in Acronis keines der beiden Volumes angezeigt.

Was wäre eure Empfehlung? Kann ich die beiden Volumes
wieder irgendwie flott machen? Alternativ bliebe nur die SSD
platt machen (wie?), die eine Woche alte Sicherung aufspielen
und den Samsung Magician die SSD prüfen lassen.

Ich freue mich über eure Anregungen und Hinweise.

Viele Grüße
Peter
 
Wenn man Daten retten möchte, schließt man den Datenträger an ein funktionierendes System an und kopiert entweder soviel wie möglich oder gezielt die wichtigsten Daten und dann den Rest. Man unterlässt aber jegliche Schreibversuche auf den problematischen Datenträger. Somit sind alle Reparaturversuche im Gerät natürlich tabu.

Alternativ bootet man ein Live-System von einem USB Stick und geht analog vor. Falls das Problem aber am Controller des Mainboards liegt, kopiert man vielleicht auch nur fehlerhafte Daten.
 
Wenn man Daten retten möchte, schließt man den Datenträger an ein funktionierendes System an und kopiert entweder soviel wie möglich oder gezielt die wichtigsten Daten und dann den Rest. Man unterlässt aber jegliche Schreibversuche auf den problematischen Datenträger. Somit sind alle Reparaturversuche im Gerät natürlich tabu.

Alternativ bootet man ein Live-System von einem USB Stick und geht analog vor. Falls das Problem aber am Controller des Mainboards liegt, kopiert man vielleicht auch nur fehlerhafte Daten.
Genauso würde ich es auch machen, irgendein Rechner lässt sich wohl auftreiben,oder?
 
Testdisk mit Photorec hat sich in derartigen Fällen oft bewährt. Durch die Reparaturversuche kann aber die Lage verschlimmert worden sein.

Boote erst von einem Klonsoftware-ISO an USB, klone die SSD auf einen externen Datenträger und tausche danach die eingebaute SSD aus. Anschließend von der Testdisk-ISO booten und versuche die Daten auf einen anderen externen Datenträger zu retten.

Über die Forensuche kannst Du einige Threads zu diesem Thema finden - Suchbegriff "photorec"
 
Ich habe nun die SSD per USB an einen anderen Rechner angeschlossen. Auf SYSTEM_DRV kann ich zugreifen und Unterordner anzeigen. Bei Windows7_OS kann ich die Eigenschaften anzeigen, die auch plausibel sind. Klicke ich darauf im Windows Explorer kommt folgende Meldung:
Auf E: kann nicht zugegriffen werden. Ein nicht vorhandenes Laufwerk wurde angegeben.
 
Kann ich die beiden Volumes
wieder irgendwie flott machen? Alternativ bliebe nur die SSD
platt machen (wie?), die eine Woche alte Sicherung aufspielen
und den Samsung Magician die SSD prüfen lassen.

Bei SSD kann wie bei HDD jeder Versuch der letzte sein. Inzwischen sind da auch ziemlich alle marken dabei von Sandisk Ultra II über Samsung 750 EVO bis zu Billigheimern wie von Verbatim.

Wenn Du das Abbild abgezogen hast oder Dir die jetzige Sicherung ausreicht, dann kopiere diese nochmals drüber und mache ggf. vorher mit einem Livesystem einen SMART-Test.

Beim Klonen mit testdisk oder alternativ mittels dd würde ich die SSD aber an einen nativen SATA-Port hängen. dd dauert bei sektorenweise übertragen ohnehin ewig.

Schaue Dir auch einmal das hier an:


 
Zeit für ein update:

Ich hatte hier noch eine passende SSD, auf die ich das eine Woche alte Backup aufgespielt habe. Daten verloren habe ich nicht, da meine Bilder auf einem Ultrabay-Datengrab abgelegt sind und meine wesentlichen Mails auf meinem Backup-Rechner sind. Soweit funktioniert also wieder alles, und ich kann wie gewohnt weiter arbeiten.

Bei der bisherigen SSD, einer Samsung 850 EVO, bin ich nicht weiter gekommen. Die beiden Partitionen lassen sich im X220 nicht verändern. Auch extern über eine USB-Sata-Bridge angebunden kann ich weder mit der Datenträgerverwaltung noch im Linux-Terminal formatieren. In beiden Fällen läuft die Formatierung nicht erfolgreich durch bzw. bleibt irgendwann stecken. Das war's dann wohl mit dieser SSD.

Vielen Dank für eure Hinweise und Kommentare!
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum fragst Du dann nach "Datenrettung", wenn Du gar nicht Daten retten wolltest? Dieser Thread ist somit überflüssing und für ale Beteiligten Zeitverschwendung.🤬
 
Dann "ziehe" Dir noch einmal den Threadtitel rein... - irgendwie scheint "träger" paranormale Eigenschaften zu besitzen.
 
Die Absicht, Daten vom defekten Träger zu retten, scheint mir durchaus beim TE vorhanden gewesen zu sein. Dann wurde wohl der Aufwand der Vorschläge gegen den Nutzen abgewogen und die Absicht verworfen.
 
Meinst Du nicht, dass man eine derartige Entscheidung kommunizieren sollte, damit die anderen User im Thread nicht weiter ihre "grauen Zellen verbiegen" müssen, um eine Lösung für das ursprüngliche Problem zu suchen? - Genau DAS ist mein Kritikpunkt!
 
Dann möchte ich mich zunächst für den Titel entschuldigen, der am Freitag-Abend sehr spät entstanden ist.

Ich hatte sowas wie ein RAW-Dateisystem bisher nicht erlebt und habe daher in meinem Eingangspost sehr ausfühlich über die Infos aus DISKPART berichtet, in der Hoffnung, dass dazu jemand was Hilfreiches sagen kann. Auch habe ich im ersten post die vorhandene Sicherung erwähnt.

Der thread bog dann in Richtung photorec ab bis hin zu Schwänken aus dem Leben eines Sammlers alter HDDs. Nach Hinweisen auf den Aufwand mit photorec habe ich mit einer noch aufgefundenen SSD die Wiederherstellung aus meinem Backup durchgeführt, auch um zu prüfen, ob das X220 ein Problem hat. Das ist wohl nicht so. Danach habe ich mich mit post #9 gemeldet.

Es tut mir leid, wenn hier wegen meines threads Hirnschmalz und auch noch Popcorn vergeudet wurde.
 
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