... heißt nämlich nicht, dass die Partitionen zerschossen sind. Der Diskeditor kann die Partitionen nicht sehen, weil es virtuelle Partitionen von Rapid Drive sind.
(...)
Diese PE-Version von der Recovery enthält bereits den Rapid-Treiber und kann auf Dein System zugreifen
Dass die Partitionstabelle intern gehalten wird, war ein guter Gedankenanstoß von Dir. Da ich die mit RapidDrive ergänzte Rettungsumgebung bereits in Erwägung gezogen habe, habe ich diesen Ansatz weiterverfolgt und aufgehört, mit Sektoren herumzurechnen. Das System ist momentan wieder mit der alten SSD-/HDD-Kombination komplett und stabil am Laufen. Hätte ich fast nicht mehr für möglich gehalten...
Es war ein wenig einfacher als Dein Lösungsvorschlag mit Hilfe der Recovery und einer modifizierten lrs.wim. Falls es Dich interessiert, wie ich es erreicht habe:
- WinRE-Stick mit RapidDrive gebaut:
- aus meinem vorhanden TrueImage-Backup habe ich die winre.wim extrahiert (aus C:\recovery).
- winre.wim gecheckt auf vorhandenen RapidDrive-Treiber und Registry-Einträge (war alles vorhanden)
- winre.wim in ein normales Windows7-Rettungsmedium transferiert (Imageergänzung mit imagex.exe)
- Laptop mit SSD und HDD vom WinRE-Stick gebootet:
- bis zum Booten (Windows-Fortschrittbalken) hat es ein wenig gedauert
- evtl. hat in dieser Zeit der RapidDrive-Treiber schon ein wenig gefixt
- in WinRE dann automatischen Reparaturversuch angestoßen
- hat ewig gedauert, dann irgendwann Errormeldung
- dann per cmd die üblichen Boot-Reparaturen vorgenommen
- /fixmbr
- /rebuildbcd
- /scanos
- (keine Ahnung, ob ich das auch noch gemacht habe: /fixboot)
Das war's. Der Laptop bootete wieder. Bin mir nicht so sicher, welcher Teil meiner Lösung jetzt die eigentliche Reparatur durchgeführt hat. Vielleicht das /rebuildbcd. Aber vielleicht wurde sogar schon bei der automatischen Reparatur, die mit einem Fehler abbrach, das Wesentlichste repariert.
Der einzige Kollateralschaden, der momentan existiert, ist, dass die Partition mit den Treibern (zwischen Win und Recovery-Partition) tatsächlich inkonsistent geworden geworden ist. Das NTFS-Dateisystem ist lt. chkdsk nicht reparierbar; sie wird als raw angezeigt. Vorher war sie sichtbar. Egal, da das System sowieso nur noch temporär läuft.
BTW Auf der HDD wurde vom RapidDrive-Treiber die Partitionstabelle neu angelegt bzw. um eine "compaq-"-Partition ergänzt (die HDD-Ergänzung der Win7-Partition).
Die Datei, die ich gesucht habe, war leider, leider nicht mehr auf der Platte. Auch Recuva hat sie nicht gefunden; vmtl. waren die Blöcke bereits anderweitig beschrieben worden, da ich direkt danach noch einige weitere Programme installiert hatte. Es handelte sich laut Downloadliste vom Browser um eine "simple" smplayer.exe, welche ich am 3.8.2016 von fosshub heruntergeladen hatte. Selbige Datei war leider infiziert (siehe Retrovirus-Befall von ClassicShell vom 29.7.2016 bei fosshub). Wenn ich auf die Dateigröße geachtet hätte (32 kB statt 32 MB), wäre nichts passiert. Hatte ich jedoch nicht...
Thorsten
PS
"Forensik" klingt zwar gut, aber etwas Gehirnschmalz tut es manchmal auch.
Dein Lösungsansatz erfordert tiefergehende Kenntnisse der internen Strukturen der Recoverypartition bzw. des RapidDrive-Treibers. Er hat somit nichts mit "Gehirnschmalz" zu tun, sondern mit der Kenntnis von Interna.
PPS Die Analyse eines (schwer zugänglichen) Datenträger kann man ohne Weiteres als IT-Forensik bezeichnen. Allerdings belasse ich es jetzt auch dabei; der bislang von mir investierte Zeitaufwand ist mittlerweile unverhältnismäßig groß geworden. Aber mich hatte das Lahmlegen meines Rechners ziemlich geärgert, und ich werde vorsorgen, damit mir das nicht wieder passiert. Zum Testen wäre der Verursacher ganz praktisch gewesen.