Der "Transport und Versandprobleme" Thread

agentandi

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Immer wieder Ärger mit DHL

http://nolp.dhl.de/nextt-online-public/set_identcodes.do?lang=de&idc=965999454998

Am Montag eingeliefert und es dreht fröhlich seine Runden im Paketzentrum Hamburg.

Es soll nach 86316 Stätzling.Wenn man aber in googlemaps guckt - gehört zu 86316 die Stadt Friedberg - wobei der Empfänger mir die Adresse gegeben hat und der sollte ja wissen wo er wohnt :)

1. Anruf am Montag "Ja es befindet sich auf dem Weg nach Stätzling"
2. Anruf am Mittwoch " Laufzeitbeschwerde aufgenommen - wir wissen nicht was da los ist"
 
Bitte nicht auf die Post schimpfen. Ich habe Kontakte in DHL Zentrum Börnicke und auch privat zu Boten. Zum Teil ist in den Zentren ein enorm hoher Krankenstand und Mangel an Personal.

Bei der Zuteilung der Post kommt es dazu, dass in der Woche maximal dreimal pro Woche zugestellt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
In unserem Kreis ist seit Monaten der Durchschnitt an Paketen deutlich über dem, was sonst zur Weihnachts Höchstphase ankam.
Hier sind Pakete auch z.T. 2 Tage verspätet, deren Arbeitszeiten sind schon verlängert worden (danke, dass ihr das mitmacht) und zudem fahren die in mehreren Schichten.
Ich wohne übrigens auf dem Land östlich von Dortmund in NRW...
 
Ich ärgere mich ja auch schonmal über die Versender. Aber unterm Strich machen die IMHO einen ziemlich guten Job. Wie sollen die denn Events wie BlackFriday und Weihnachten vernünftig abwickeln können? Mit dem Stammpersonal kann es nicht gehen und von Aushilfen kann man nicht erwarten, dass sie wie routinierte, langjährige Mitarbeiter arbeiten.
Würden die Konsumenten ihre Geschenke langfristig planen, dann wäre die Lage viel entspannter. In der Schweiz gibt es (mindestens 1) Versender, bei dem man bei der Bestellung ankreuzen kann "eilt nicht". Wenn sie nicht ausgelastet sind, dann verschicken sie trotzdem am Bestelltag, aber sonst landet man in der Abarbeitungsliste weiter unten. Damit die Kunden von sowas auch profitieren, müssten sie mehrheitlich natürlich so fair sein und nicht eilige Bestellungen entsprechend kennzeichnen. Die meisten BlackFriday-Bestellungen z.B. werden doch wegen des Preises getätigt und nicht, weil die SSD unbedingt am nächsten Tag im Server verbaut werden muss.
 
Das Problem mi den Versender ist oft regional durch schwarze Schafe bei den Mitarbeitern verursacht und fallen dann auf die ganze Firma zurück.
Hab immer wieder Probleme das ich nicht anzutreffen war, obwohl jemand immer vor Ort war und aufgepasst hat. Da wurden schon tiefgekühlte Lebensmittel als ausgeliefert markiert und dann ein paar Tage später übers Hoftor geworfen oder retourniert mit unzustellbar und ähnliche Facetten. Das ging gar bis zur Unterschlagung, das das Paket(Smartphone) angeblich an nicht existierende Nachbarn übergeben wurde.
Das alles aber durch einzelne Mitarbeiter die entweder überarbeitet sind/waren oder einfach an akuter Bocklosigkeit leiden. Der Grossteil macht aber sicher einen guten Job, den ich persönlich nicht unbedingt Tag ein Tag aus übernehmen möchte.
 
Damit die Kunden von sowas auch profitieren, müssten sie mehrheitlich natürlich so fair sein und nicht eilige Bestellungen entsprechend kennzeichnen
zumindest Amazon versucht das nun dahingehend zu steuern, dass sie nun bei einigen Produkten die Möglichkeit anbieten es als nicht eilig zu markieren und dann einen entsprechenden Rabatt dafür anbieten. Ich denke, nur so wird man die Leute dazu bringen…
 
Mangels eines "Transport & Versand Highlights" thread mal etwas OT hier:

Mein erstes ebay T40 war Standort Berlin, und als misstrauischer typ war mir unwohl bei den ca 400,- an privat,
also hab ich meinen alten Freund Uwe D (RIP) der in B lebte gefragt ob er nicht abholen und dann den Versandkram checken kann.
2 Tg später stand er unangekündigt "mal eben" mit dem Teil bei mir auf der Matte :D

Später dann der hier:
 
Bitte nicht auf die Post schimpfen. Ich habe Kontakte in DHL Zentrum Börnicke und auch privat zu Boten. Zum Teil ist in den Zentren ein enorm hoher Krankenstand und Mangel an Personal.

Bei der Zuteilung der Post kommt es dazu, dass in der Woche maximal dreimal pro Woche zugestellt wird.
Ja. An meiner neuen Anschrift gibt's (meist) eine kombinierte Zustellung (also Post und DHL bringt der gleiche Bote). Der Bote sagte auch, dass er neuerdings drei Bezirke abarbeiten muss. Normalerweise wohl ein Bezirk pro Zusteller. Für ihn gerade drei. Das heißt dann gleichzeitig auch, dass er nun nur noch jeden dritten Werktag/Arbeitstag kommt, weil er die anderen beiden Tage in den anderen beiden Bezirken zustellt. Immerhin das klappt aber relativ zuverlässig, man kann sich also darauf einrichten, dass man seine Pakete dann ggf. immer erst am dritten Tag bekommt.
 
Eine weitere Kuriosität bei einer Zustellung durch DHL / Post siehe Anhang
 

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Bitte nicht auf die Post schimpfen. Ich habe Kontakte in DHL Zentrum Börnicke und auch privat zu Boten. Zum Teil ist in den Zentren ein enorm hoher Krankenstand und Mangel an Personal.

Bei der Zuteilung der Post kommt es dazu, dass in der Woche maximal dreimal pro Woche zugestellt wird.

Wieso gehen eigentlich immer alle davon aus, dass die Kritik an einem Unternehmen zwangsläufig die Mitarbeiter in den unteren Ebenen ohne bzw. mit wenig Verantwortung mit einschließt? Wenn ich als Kunde eine Dienstleistung einkaufe, habe ich natürlich das Recht auf eine hinreichende Erledigung dieser Dienstleistung. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Es ist doch nicht mal ansatzweise meine Aufgabe als Kunde, mir Gedanken über die unternehmerischen Gründe für die mangelhafte Erledigung zu machen; das ist Aufgabe des Managements des Unternehmens. Wenn ich – wie oben geschrieben – einen hohen Krankenstand bzw. Mangel an Personal hab, dann bin ich als Unternehmer dafür verantwortlich, diesen Personalmangel bzw. die Gründe dafür abzustellen. Schaffe ich das nicht als Unternehmer, dann muss ich meinen Kundenstamm reduzieren bzw. meinen Laden eventuell ganz dichtmachen, denn Waren/Dienstleistungen zu verkaufen, die ich nicht imstande bin zu liefern, ist illegal. Punkt.
 
Wenn ich – wie oben geschrieben – einen hohen Krankenstand bzw. Mangel an Personal hab, dann bin ich als Unternehmer dafür verantwortlich, diesen Personalmangel bzw. die Gründe dafür abzustellen. Schaffe ich das nicht als Unternehmer, dann muss ich meinen Kundenstamm reduzieren bzw. meinen Laden eventuell ganz dichtmachen, denn Waren/Dienstleistungen zu verkaufen, die ich nicht imstande bin zu liefern, ist illegal. Punkt.
Realitätsferne Theorie bei einem globalen Unternehmen wie DHL.
 
Realitätsferne Theorie bei einem globalen Unternehmen wie DHL.
Insbesondere, da @ThomasOe einen Beitrag von @DocMabuse aus dem Dezember zitiert. Die wenigsten Weihnachtsgeschenke sind leicht verderblich. Man könnte sie also auch schon im September/Oktober/November bestellen. Dann wäre es auch kein Problem, wenn die Post 2 Wochen Versandzeit bräuchte.
 
Zumal es keine Vorgaben bei der Laufzeit gibt und die Post bei Briefen letztes Jahr auch Änderungen vorgenommen hat:

 
Realitätsferne Theorie bei einem globalen Unternehmen wie DHL.
Aber nur, wenn man die neoliberale Auffassung von Unternehmertum verinnerlicht hat, dass die Kernaufgabe eines Dienstleistungsunternehmens nicht die Erfüllung der angebotenen Dienstleistung ist, sondern die Mehrung des Vermögens der Anteilseigner - und die Erfüllung der Dienstleistung nur notwendiges Übel.

Dass Zusteller zu Stoßzeiten wie Weihnachten oder bei Krankheitswellen, im Stress sind ihr Pensum zu schaffen, ist nicht schön, aber so ist nun mal das Leben. Stress in Ausnahmesituationen gehört zu jedem Job.
Aber es ist ja nicht nur zu Stoßzeiten so. Die Zusteller sind permanent im Stress, weil die Personaldecke systematisch auf Kante genäht ist. Und diesen Zustand kann und muss man durchaus dem Management anlasten. Denn wenn man ein Postunternehmen danach misst, wie gut es die Dienstleistung "Postzustellung" erledigt*, dann kommt dabei höchstens ein "befriedigend" heraus, und die Ursache dafür sind genau die systematischen Managementfehler, bzw. falschen Prioritäten.

Das ist übrigens nicht nur bei der Post so, sondern eigentlich überall, wo Infrastruktur privatisiert wurde: ÖPNV, Krankenversorgung, Kinderbetreuung, Bildung - um nur mal die wichtigsten zu nennen.

Und nein, "Digitalisierung" ist hier keine Lösung. Mein Smartphone stellt nicht meine Post zu, bringt mich nicht von A nach B, macht mich nicht wieder gesund wenn ich mal krank bin, erzieht nicht meine Kinder und pflegt mich auch nicht im Alter.
Digitalisierung hilft lediglich dabei, die letzten Reserven abzubauen, indem es weitere Teile der eigentlichen Aufgaben der Dienstleister auf die Endkunden abwälzt - meist zu horrenden Kosten für die informationelle Selbstbestimmung.


*) Ich weiß: eine realitätsferne Vorstellung
 
Ich wäre bereit, 50% mehr Porto zu bezahlen, aber damit gehöre ich wahrscheinlich keiner Mehrheit an.
Ich denke, es würden viele Menschen mehr Porto zahlen, wenn dadurch in der Breite die Qualität der Dienstleistung steigen würde:
mehr Zusteller, weniger Druck, flexiblere und genauere Zustellzeiten

Das Problem ist aber nicht, dass zu wenig Geld da wäre die Dienstleistung zu verbessern, sondern dass das vorhandene Geld falsch verteilt wird: an Anteilseigner statt Zusteller
Wenn du nun das Porto erhöhst, dann geht auch dieser Mehrbetrag nicht an die Zusteller, sondern ebenfalls an die Anteilseigner. Und genau dafür sind die Kunden nicht bereit zu zahlen. Denn wenn der Kunde eh keinen Einfluss darauf hat, wo das Geld hingeht, entscheidet er sich letztendlich für "billig und schlecht", statt "teuer und schlecht".

Auch das lässt sich am (Gegen)Beispiel in anderen Branchen belegen, denn dort wo der Kunde (vermeintlich) die Kontrolle darüber hat, wofür sein Geld genutzt wird, sind genügend Menschen auch gern bereit mehr zu zahlen, dass sich das Geschäft trägt: Bioläden, Fair-Trade-Produkte, eigentlich alles wo man ein vertrauenswürdig wirkendes Siegel draufpappen kann.
 
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