DOS auf thinkpad

Perestroika

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Hallo Thinkpadgemeinde,

ich bin neu hier, wie auch ein alter thinkpad, der via ebay heute bei mir eingetrudelt ist. Und zwar ein 390X (a20). Euer Forum das wiki: http://thinkpad-wiki.org und die chinesische Firma Lenovo, welche die thinkpads von IBM übernommen hat und weiterentwickelt, haben mich spontan begeistert, so daß ich mir gleich noch einen etwas neueren thinkpad bestellt habe (a22).

Eigentlich suche ich etwas, wo ich meine uralten DOS-Programme (teils Assembler-Teile) zum Laufen kriege. Das ganze ist nur prophylaktisch für den Fall, dass mein momentaner DOS-Rechner (mit Linux als 2. OS), seinen Geist aufgibt.

Mein Plan war:
1. DOS (von Diskette aus) booten bzw installieren
2. danach Linux + boot-Manager.

eventuell würde ich auch mit freeDOS herumpantschen und zwar dann, wenn es mit meinen eigenen Programmen dabei keine Probleme gibt (und aus Neugier).

Nun bootet dieser 390X-Thinkpad (Baujahr 1999?) seltsamerweise nicht von der/den DOS-Diskette(n). Es erscheint stets "Operating System not found". Daß man DOS (und Linux und anderes) auf thinkpads zum Laufen bekommt, hab ich schon der Suchfunktion dieses Forums entnommen.

Über Antworten auf folgende teils "blöde" Fragen würde ich mich mächtig freuen. (Installiert ist zur ein Windows XP, das aber wegkommt.)

1. (blöde) Fragen
Im BIOS (IBM BIOS Setup Utility) finde ich Funktionen, die anscheinend die boot-Reihenfolge festlegen. Und zwar unter
->Startup
Von da aus kommt man zu
-> Power On
-> Network

Bei "Power On" erscheint "<shift + 1> enables or disables a divice."
Wenn man das macht erscheint ein "!" oder es verschwindet. Die blöde Frage: bedeutet "!" enable oder disable?
Eine weitere blöde Frage: was soll das mit "power on" und "network" (anscheinend kann man nur bei "network" die bootreihenfolge festlegen?)


2. Beim Suchen in eurem Forum bin ich u.a. auf
http://www.bootdisk.com/bootdisk.htm
gestoßen. Kann man damit irgendwie eine boot-CD für Dos herstellen? Und wie würde das gehen?

3. Gibt es ein "kleines" Linux? Ich brauche es eigentlich nur um Daten von DOS, bzw zu DOS zu transportieren, am liebsten via USB-Stick/Karte. Klein soll bedeuten: SCHNELL.

4. freeDOS interessiert mich natürlich auch. Soweit ich mich entsinne, hatte ich vor zwei Jahren schon damit experimentiert aber einige meiner Programme liefen nicht, kann aber auch andere Ursachen haben (z.B. der emm386.exe falsch installiert). Weiß jemand, ob es gravierende Kompatibilitätsprobleme zwischen DOS und freeDOS gibt?

viele Grüße jetzt schon, guten Rutsch für morgen und Danke im voraus!
 
Hi Freunde,


besten Dank noch mal für die vielen Tipps. Hab das alte original-DOS gerade installiert bekommen. Das Problem war das BIOS-Setup-System, bei dem man nur mittels try&error herausfindet, wie, wann und von wo gebootet wird. Inzwischen erscheint es mir sogar "logisch".
Selbst meine Programme, bei denen ich die Hardware ("Mouse", Bildschirm, Tastatur, RAM, Timer) direkt bearbeite, laufen prächtig. Echt super! Also mit thinkpad hab ich wohl einen guten Griff getätigt. Bisher hab ich mit Gericoms experimentiert. Die sind aber wenig zu empfehlen. Die einzelnen Teile (z.B. Lüfter) passen nichtmal, wenn man dieselben Modelle hat. Außerdem haben die alle dieselbe Macke, nämlich, daß der Netzanschluß irgendwann einen Wackelkontakt hat. Löten geht auch sehr schlecht, weil da kein Platz ist. Ausnahme ist ein Uraltmodell (ich glaub von 1995, Hyperspeed), mit dem ich derzeit wirke.

Als Entscheidungshilfe zum Umsteigen auf was anderes, diente mir das thinkpad-wiki und ohne mich einschmeicheln zu wollen, euer Forum sowie die Firma Lenovo, die anscheinend auch die alten Handbücher im Archiv bereithält. Außerdem hab ich irgendwo gelesen, daß die Linuxmenschen besonders Thinkpads bei ihren Entwicklungen berücksichtigen. Was will man mehr? (20, 30 Jahre jünger müßte man sein).


So jetzt warte ich noch auf einen etwas neueren thinkpad (A22). Der verkraftet auch größere Linuxpäckchen. Der jetzige (390X/A20) war ja fast geschenkt (29 Euro "sofort-Kauf"). Bis auf den Volume-Drehschalter (und den Akku) scheint der voll OK, nur halt für größere Systeme etwas klein.


Viele Grüße und nochmals guten Rutsch...
 
Schön, dass es Dir so einen Spaß macht :)

Beachte bitte auch die "Problemzonen" des 390X und A22m - die Deckelscharniere. Sind diese zu schwergängig - was man an Verwindungen des Gehäuses und der Deckelecken beim Öffnen und Schließen des Deckels sehen kann - müssen diese leichtgängig gemacht werden, da sonst die Wannenecken und Befestigungspunkte der Scharniere im Deckel ausreißen können.

Für das 390X ist vor Allem Puppy-Linux ein ideales Betriebssystem. Das A22m ist da schon ein wenig performanter. Die kleineren Brüder - 390 und A21m - waren in "meiner" Firma bis vor drei bzw. Anfang dieses Jahres im Produktiveinsatz ;)
 
Schalte mich hier auch mal zu, nachdem ich im "wilden Osten" (Oberlausitzer Bergland) soeben festgestellt habe, dass hier neuerdings sogar HSPA funktioniert!). Für den 390X ist Puppy oder auch SliTaz zu empfehlen. Letzteres eignet sich weniger zum produktiven Arbeiten, da nur rund 30 MB groß.

Der A22m ist dann auch für große Sachen geeignet wie Mandriva oder Fedora.

Bitte jedoch beim A22m auf Flexing-Gefahr achten und die Lüftersteuerung anpassen. Mir sind mehrere A21/22 wegen der unglücklichen GPU-Lage im Nirwana verschwunden. Reparatur lohnt sich bei Flexing meist nicht bei diesen Modellen, da sie zu betagt sind und Ersatzteile mittlerweile in gutem Zustand nur schwer zu erhalten sind.

Gruß
enrico65
 
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