L440 Fertigungstoleranzen ... ?

Pold

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Moin,

habe seit gestern ein L440 und es zeigt rechts am vorderen Rand der Hanballenauflage eine leichte dellenartige Unebenheit. Ist jetzt schon das zweite Gerät mit einem "Mangel". Beim ersten entdeckte ich feine Kratzer auf dem Gehäusedeckel.

Fällt sowas bei den L-Modellen unter "Fertigungstoleranzen"? Ich will nicht schon wieder den ganzen Hick-Hack mit Rückgabe, Rückerstattung und Neubestellung auf mich nehmen, wenn am Ende auch das dritte L400 irgendeinen sichtbaren "Mangel" aufweist :mad:.

Grüsse

Pold
 
Hallo Pold und herzlich Willkommen im Biotop :)

[...] eine leichte dellenartige Unebenheit. Ist jetzt schon das zweite Gerät mit einem "Mangel". Beim ersten entdeckte ich feine Kratzer auf dem Gehäusedeckel.
Das hört sich für außenstehende so wie du es formulierst fast schon nach Erbsenzählerei an.
Ein Thinkpad ist meistens auf Robustheit, lange Haltbarkeit und Schlichtheit ausgelegt, optische Details kommen da manchmal etwas kurz.
Mach am Besten mal ein Bild davon, dann können wir besser einschätzen, ob dein Fall noch unter Fertigungstolleranzen fällt, oder doch gravierender ist.
Feine Kratzer oder abgeriebene(speckige) Stellen auf den Gehäusedeckel wirst du vermutlich auch bei sorgfältigster Behandlung spätestens nach 1 Jahr feststellen können, die Delle hingegen könnte auf eine zu fest angezogene Gehäuseschraube hindeuten (auch wenn minimale Unebenheiten beim L440 durchaus in der Fertigungstoleranz liegen)
 
Hallo supertux,

danke für Deine Antwort. Es ist immer schwer, seine eigene subjektive Wahrnehmung objektiv anderen zugänglich zu machen. Für den einen ist es Erbsenzählerei; für den anderen ein No-Go. Ob ein Foto die Delle überhaupt aufzeichnen kann, bezweifle ich. Ein darüber fahrender Finger allerdings nimmt diese wahr. Ich könnte versuchen, die Gehäuseschraube etwas zu lösen, um zu sehen, ob es sich dann bessert, was ich allerdings bezweifle.

Klar, entstehen im Gebrauch Gebrauchsspuren; aber bei einem nagelneuen Gerät sollten noch keine vorhanden sein :rolleyes:.

Grüsse

Pold
 
Wenn man die "Delle" kaum/nicht sieht ist das für mich Erbsenzählerei.

Da die Qualität der Kunststoffteile seit Jahren nachläßt und auch vom Zustand der zur Herstellung verwendeten Produktionswerkzeuge (Kunstoffspritzgußform) abhängig ist, ist hier immer mit dem einen oder anderen Makel zu rechnen.
ThinkPads sollen und wollen auch keine "schönen" Geräte sein, sondern vor allem zuverlässige und langlebige Gebrauchsgegenstände.

Krätzerchen etc. gehören beim Gebrauch einfach dazu, ansonsten kann man ein Neugerät auch als Staubfang in die Glasvitrine stellen ;)

An einem neuen Auto ist der erste Kratzer auch immer der gefühlt schlimmste....aber da ist man schnell drüber weg.
 
Da die Qualität der Kunststoffteile seit Jahren nachläßt und auch vom Zustand der zur Herstellung verwendeten Produktionswerkzeuge (Kunstoffspritzgußform) abhängig ist, ist hier immer mit dem einen oder anderen Makel zu rechnen.

Es lässt mit Sicherheit nicht die Qualität der verwendeten Kunststoffe nach-Recyclingmaterial wird bestimmt nicht verwendet. Sondern die Anforderungen an immer dünnere (slim etc.) Geräteabmessungen fordern halt ihren Tribut. Wandstärken von wenigen 1/10mm im Bereich der Handballenauflage sind im Zusammenspiel mit den thermischen Belastungen derselben nunmal suboptimal und vom geneigten Benutzer sofort identifizierbar. Das ist nun aber sicher kein Mangel im Sinne der Produkthaftung sondern dem Wahn nach immer kleineren Geräteabmessungen geschuldet.
Abgesehen davon, versichere ich Dir das die Parameter bei der Herstellung derartig komplexer Kunststoffteile inzwischen perfekt überwacht werden das die Abweichung der Kühlwassertemperatur auch nur eines Kühlkreislaufes der Spritzgussform von wenigen °C sofort einen Zyklusstop nach sich ziehen würde.
Die Zeiten wo halblustige Maschinenführer nach Belieben an den Einstellungen herumdrehen konnten um irgendwelchen Vorgaben leichter gerecht zu werden ohne sich um die Folgen für den weiteren Verarbeitungsprozess zu scheren sind definitiv vorbei.

Von daher verweise ich Deinen Beitrag mal in Richtung UrbanLegend....
 
Sondern die Anforderungen an immer dünnere (slim etc.) Geräteabmessungen fordern halt ihren Tribut. Wandstärken von wenigen 1/10mm im Bereich der Handballenauflage sind im Zusammenspiel mit den thermischen Belastungen derselben nunmal suboptimal und vom geneigten Benutzer sofort identifizierbar. Das ist nun aber sicher kein Mangel im Sinne der Produkthaftung sondern dem Wahn nach immer kleineren Geräteabmessungen geschuldet.
Abgesehen davon, versichere ich Dir das die Parameter bei der Herstellung derartig komplexer Kunststoffteile inzwischen perfekt überwacht werden das die Abweichung der Kühlwassertemperatur auch nur eines Kühlkreislaufes der Spritzgussform von wenigen °C sofort einen Zyklusstop nach sich ziehen würde.


Nun, das mag ich so recht nicht glauben. Ich hatte hier bei meinem X230 in der Orginaltastatur komplett verzogene Cursortasten, und bei der dann bestellten Ersatztastatur genau das identische Fehlerbild mit dem zusätzlichen Fehler, dass auch die F4-Taste verbogen war. Eine Rückfrage beim Händler ergab, dass sich diese Deformierungen durch den Gussprozess ergeben, und das insbesondere die Belastung der Elemente beim Entfernen der noch warmen Tastatur aus der Gussmatrix am Rande der Matrix, also bei den Cursortasten und der F-Tastenreihe zu solchen Deformierungen führen. Würden die Auftragsfertiger hier diesen Prozess "perfekt überwachen" würden derartige Makel nicht auftreten. Das Problem wird eher sein, dass eine Deformation der Tasten nur durch eine längere Abkühlphase in der Matrix zu bewerkstelligen sein wird, aber das verringert den Ausstoß der Produktion und kostet damit.


Das Ende vom Lied war, dass ich auf eigene Kosten eine X220-Tastatur gekauft habe, nebst neuem Palmrest, und das ganze beim X230 verbaut habe. Da sind die Tasten nämlich nicht schief, offenbar hatte man den Produktionsprozess noch besser im Griff. War vielleicht ein paar Cent teurer in der Herstellung, aber was sind schon ein paar schiefe Tasten bei einem 1500€ teuren Gerät im Vergleich zu einigen Cent Einsparungspotential beim Auftragsfertiger.
 
Ich hatte hier bei meinem X230 in der Orginaltastatur komplett verzogene Cursortasten, und bei der dann bestellten Ersatztastatur genau das identische Fehlerbild mit dem zusätzlichen Fehler, dass auch die F4-Taste verbogen war. Eine Rückfrage beim Händler ergab, dass sich diese Deformierungen durch den Gussprozess ergeben, und das insbesondere die Belastung der Elemente beim Entfernen der noch warmen Tastatur aus der Gussmatrix am Rande der Matrix, also bei den Cursortasten und der F-Tastenreihe zu solchen Deformierungen führen.

Durchaus schlüssig und nachvollziehbar. Allerdings ist gegen den BWL-Irrsinn und die Kostenrechnerei nur ein Mittel gewachsen: die Kundenzufriedenheit und das Feedback bei solchen Missständen....

Ich habe schon erlebt das kalkulierte/genehmigte Kühlkapazitäten für einen Produktionsauftrag nicht mal für die prozesssichere Kühlung der Anlagenbestandteile reichten-geschweige dann für die Ausformzeiten. Da steht dann das Bedienpersonal vor Alarmmeldungen und bestenfalls ist jemand erreichbar der die Kapzitäten freigeben kann/darf. Wenn die überhaupt verfügbar sind. Das alles erkennt der Erbsenzähler natürlich nicht, obzwar es mittels einfachen Dreisatzes anhand der Materialmenge und der einsetzbaren Energie rasch erkennbar ist.....

Daher in solch krassen Fällen von Schrottproduktion den Prozess des unzufriedenen und betrogenen Kunden fahren :)
 
Es lässt mit Sicherheit nicht die Qualität der verwendeten Kunststoffe nach....

...das habe ich auch nicht geschrieben.

Von daher verweise ich Deinen Beitrag mal in Richtung UrbanLegend....

Aha, d.h. die Qualität des Kunststoffteils ist auch nach zigTausenden produzierten Exemplaren gleich wie das Abnahme-Erstmuster?

Mir geht es um den Verschleiß der Form und nicht um andere Unwägbarkeiten (Temperaturschwankungen etc.) während des Produktionsprozesses. Was soll daran "Urban Legend" sein? :pinch:
 
Sorry fürs OT, aber ich möchte noch meinen Senf dazugeben: Meine Erfahrung mit einer neuen T510-etc. Tastatur ist, dass sie deutlich schneller glatt wird als die T60-etc. Tastaturen und T4x-Tastaturen. Auch das Palmrest des T510 / L520 ist mMn empfindlicher auf Kratzer und wird schneller glatt. Worauf das zurückzuführen ist, weiss ich nicht, es ist einfach meine Beobachtung [/offtopic]

Grüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
Es lässt mit Sicherheit nicht die Qualität der verwendeten Kunststoffe nach-Recyclingmaterial wird bestimmt nicht verwendet. Sondern die Anforderungen an immer dünnere (slim etc.) Geräteabmessungen fordern halt ihren Tribut. Wandstärken von wenigen 1/10mm im Bereich der Handballenauflage sind im Zusammenspiel mit den thermischen Belastungen derselben nunmal suboptimal und vom geneigten Benutzer sofort identifizierbar. Das ist nun aber sicher kein Mangel im Sinne der Produkthaftung sondern dem Wahn nach immer kleineren Geräteabmessungen geschuldet.
Abgesehen davon, versichere ich Dir das die Parameter bei der Herstellung derartig komplexer Kunststoffteile inzwischen perfekt überwacht werden das die Abweichung der Kühlwassertemperatur auch nur eines Kühlkreislaufes der Spritzgussform von wenigen °C sofort einen Zyklusstop nach sich ziehen würde.
Die Zeiten wo halblustige Maschinenführer nach Belieben an den Einstellungen herumdrehen konnten um irgendwelchen Vorgaben leichter gerecht zu werden ohne sich um die Folgen für den weiteren Verarbeitungsprozess zu scheren sind definitiv vorbei.

Von daher verweise ich Deinen Beitrag mal in Richtung UrbanLegend....

Das vergiss aber mal ganz schnell wieder. Ich bin in einem Technikum tätig wo wir neue Spritzgußwerkzeuge bemustern, schon alleine das Material kann solche Schwankungen aufweisen das du alles vergessen kannst. Aber das wird jetzt zu OT.
 
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