File / Printserver aus alten T20

Think_o_mat

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Hallo,

ich möchte mir aus einem alten T20 ( Win XP) einen File bzw. Printserver zusammenbasteln.

Folgendes soll das Teil können: alles ohne Kabel, also Wireless

Datensicherung von meinem T61
Drucken von Fotos und Dokumenten (hängt an einem Pixma-Drucker/USB)
Zugriff aus dem Internet auf den Rechner
Upload / Downloadfunktrion
Faxfunktion

Mein T61 wird ausschliesslich via Wlan und UMTS genutzt. Das T20 hängt zuhause an DSL.

wie gehe ich am besten vor und welches Equipment brauche ich ?


Gruß
Dieter
 
Ich würd dir vorschlagen du nimmst dir eine Linuxdistribution deiner Wahl (ich persönlich mag ArchLinux aber du willst vllt. was bekannteres wie Debian/Ubuntu oder so probieren).
Dort installierst du dir Samba, das stellt dir File- und Printserver bereit. Für Samba gibts ein schönes Browserkonfigurationstool namens SWAT.

"Zugriff aus dem Internet": Du kannst dafür SSH benutzen um auf die Konsole zu kommen, oder du installierst dir auf dem T20 den X-Server (grafische Oberfläche) und nen VNC-Server dann kannst du auch remote grafisch auf die Kiste.

Upload/Downloadfunktion: Du willst übers Internet Sachen Hoch- und Runterladen? Installier dir nen FTP-Server.

Faxfunktion: Davon hab ich keine Ahnung sorry.

Datensicherung von einem T61: Du kannst dir die Netzwerkfreigabe als Laufwerk ins System mappen. Das sieht dann für die Anwendungen wie eine ganz normale Festplatte aus. Du kannst dann eigentlich jedes beliebige Backup-Programm benutzen um deine Daten so wie du willst auf das Netzlaufwerk schreiben zu lassen.
Du kannst auch einfach ein Batch-Script schreiben oder die Daten manuell sichern, das kommt ganz darauf an welche Ansprüche du hast. Ich persönlich benutze für die Datensicherung unter Linux rsync, ein sehr cooles Tool. Das gibt auch für Windows (google rsync win32).

Es mag sein, dass es vorgefertigte Linuxdistributionen gibt die einen großteil der Funktionen out-of-the-box bereitstellt, ansonsten musst du dich ein bischen einlesen. Auf jeden Fall kriegst du das mit Linux kostengünstig und sehr gut hin.
 
Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Windows 2003 Server und Fernwartung mit Remotedesktop

2. XP Professional mit Remotdesktop

3. Debian oder Ubuntu installieren, dann als Fileserver Samba bzw. NFS drauf, CUPS zum drucken, hellanzb für Newsgroups, Torrent, FTP Server, ushare als upnp server füe Musik/Videos zum Streamen usw.

Wenn man von Linux nicht so viel Ahnung hat, ist die 1. Variante sicher für viele Leute die einfachere, der Vorteil der drtten Variante ist dass man alles über die Kommandozeile steuern kann, somit gar keinen Desktop installieren muss (wie es sich für einen Server gehört) und die Software keinen Cent kostet.

Ich benutze Variante 3 mit NSLU2 und ner 750 GB externen Festplatte (Mybook). Das NSLU2 hat zwar wenig Power, braucht aber nur 5 Watt Strom. Aber ein T20 mit ausgeschaltetet Display sollte auch nicht mehr als 15 Watt brauchen.

Die Wahl ob Windows/Linux kommt natürlich auch auf die Clients an (z.B. Dbox zum Aufnehmen, XBOX 360, PS3, XBMC usw. läuft alles Bestens mit Linux einem Server)

Edit: zum Thema Datensicherung kann ich meinem Vorredner recht geben, rsync ist sehr gut, ich verwende allerdings rsnapshot das auf rsync aufbaut und so etwas wie ein Repository beinhaltet, d.h. man kann auf verschiedene Snapshots seines Backups zugreifen und die übertragene Datenmenge bei Backups bleibt extrem gering (nur geänderte Dateien, nichts wird 2x übertragen, das sich nicht geändert hat)
 
also mit Ubuntu 7.10 hab ich etwas Erfahrung, ich muß aber noch ziemlich viel lernen. Das T61 soll nur mit XP betrieben werden, den Fileserver T20 würde ich mit Linux versehen. Gibt es da irgendwelche Kompatibilitätsprobleme, bzw. ist es sinnvoller beide TPs mit identischem BS auszustatten?

Den Onlinezugriff wollte ich via Apache-Server einrichten.


Gruß
Dieter
 
Im Prinzip gibt es keine Probleme. Falls man z.B. Windows Media Streaming machen will, dann ist natürlich Windows als Server OS vorzuziehen (Beispiel: mpeg an Xbox 360 streamen).

Von Vorteil wäre dagegen ein Linux OS am Client, wenn man NFS (anstatt Samba) benutzen will. Es gibt zwar auch NFS für Windows von Microsoft, ist aber nicht so der Hit. NFS hat halt ein paar Vorteile gegenüber Samba, aber Samba ist schon auch ok für die meisten Leute.

Aber ein Linux Server ist erst mal kein Grund, direkt auf Linux am Client umzusteigen. Hat man dagegen erst mal genügend Erfahrung mit einem Linux Server gesammelt, könnte man ja evtl. auf den Geschmack gekommen sein und auch den Client auf Linux umrüsten wollen.

Ubuntu 7.10 als Server OS ist sicher nicht falsch, ist ja eigentlich Debian mit einem polished Desktop. Puristen würden wohl eher zu Debian als Fileserver tendieren, ist aber eigentlich egal. Ubuntu hat eine große Community und diesen Vorteil kann man ruhig nutzen.

Nur mal so ein Beispiel, wie einfach man Linux in der Praxis verwenden kann:
will man z.B. mit einem .nzb File von den Binary Newsgroups etwas (natürlich legales) downloaden, dann lege ich mit dem Client die .nzb Datei in eine über Samba oder NFS eigebundenen Netzwerkordner. Die Linux Software hellanzb läuft im Hintergrund, erkennt dass ein .nzb File da ist und beginnt mit dem Download und anchließendem par-Verify und unrar. Man muss also rein gar nichts anderes tun als ein .nzb File in einen Ordner legen, alles andere geht vollautomatisch. Bei Windows müsste man sich mit Remotdesktop einloggen, die Applikation starten und dann von Hand das .nzb File laden usw. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass Linux extrem praktich sein kann, auch wenn man keinen Desktop bzw. Remotedesktop verwendet.
 
@solarist

media streaming will ich nicht darüber laufen lassen. Das hört sich ja sehr gut an, die automatisierte Downloadfunktion von hellanzb ist genau das was ich brauche, davon habe ich bisher absolut nichts gewusst.


Gruß
Dieter
 
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