HDD defekt?

hummel

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Hallo zusammen,

ich hab eine externe Festplatte (WD Scorpio Blue 500GB WD5000BEVT) und seit kurzen zeigt mir Win 7 diese beim Anschließen nicht mehr an. Die Platte ist mir weder rutergefallen noch sonst irgendwas. Ich hab die Platte aus dem Gehäuse gebaut - am Controller liegt es schon mal nicht (mit einer anderen HDD funktioniert er). Die HDD reagiert auf das Anschließen (Adapter wir UltraBay) mit einem mehrfachen kurzen Summen.

In der Datenträgerverwaltung wird die Festplatte als "Datenträger 3 unbekannt - nicht initialisiert" angezeigt. Auf den Initialisierungsversuch kommt ein E/A Gerätefehler.

Ist da noch etwas zu machen? Gibt es irgendein Tool für die Datenrettung das zu empfehlen ist?

Danke und beste Grüße
Nils
 
Probier's erstmal mit einer Knoppix CD oder einem anderen Linux Datenträger.
Eventuell kannst Du die dort neu formatieren/initialisieren!
 
Hallo zusammen,

ich hab eine externe Festplatte (WD Scorpio Blue 500GB WD5000BEVT) und seit kurzen zeigt mir Win 7 diese beim Anschließen nicht mehr an. Die Platte ist mir weder rutergefallen noch sonst irgendwas. Ich hab die Platte aus dem Gehäuse gebaut - am Controller liegt es schon mal nicht (mit einer anderen HDD funktioniert er). Die HDD reagiert auf das Anschließen (Adapter wir UltraBay) mit einem mehrfachen kurzen Summen.

Das sieht wirklich nach einer defekten HDD aus. Das kann von einem Mechanikdefekt (Kopf kann nicht mehr ausgeparkt werden, Motor dreht nicht) über einen Elektronikdefekt (Controller-IC oder auch eine simple Sicherung) alles sein.

In der Datenträgerverwaltung wird die Festplatte als "Datenträger 3 unbekannt - nicht initialisiert" angezeigt.

Diese Meldung ist leider windowstypischer Schwachsinn. :facepalm:

Auf den Initialisierungsversuch kommt ein E/A Gerätefehler.

Es kann also nicht mehr von der HDD gelesen bzw. drauf geschrieben werden. Interessant wäre vielleicht noch, ob sich die Platte noch mit ihrem Namen meldet, etwa im Bios eines PCs oder im Systemlog (dmesg) einer Linux-Live-CD.

Ist da noch etwas zu machen? Gibt es irgendein Tool für die Datenrettung das zu empfehlen ist?

Du wirst da selber nichts mehr machen können. Professionelle Datenrettung dürfte dir zu teuer sein.

Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für euer Tipps! Ich werd es nochmal mit Knoppix versuchen und wenn das nicht hilft, ist es halt so. Professionelle Datenrettung ist zu teuer, ja. Im BIOS scheint sie ebenfalls nichts mehr zu melden. ... Euch ein schönes Wochenende!
 
Das sieht wirklich nach einer defekten HDD aus. Das kann von einem Mechanikdefekt (Kopf kann nicht mehr ausgeparkt werden, Motor dreht nicht) über einen Elektronikdefekt (Controller-IC oder auch eine simple Sicherung) alles sein.
...
Du wirst da selber nichts mehr machen können. Professionelle Datenrettung dürfte dir zu teuer sein.

Eine defekte Sicherung kann man versuchen zu tauschen. Ich hatte mal eine externe 2,5" Festplatte aus Versehen mit 12V statt 5V betrieben (externes Netzteil vertauscht), woraufhin die Suppressordiode am 5V Eingang ihren Job tat und sich opferte. Sie war sichtbar verschmort. Nachdem sie entfernt wurde, funktionierte die FP wieder. Aber gesummt hat die FP damals nicht.

EDIT: Schraub' mal die Platine ab und schau Sie Dir genau an, eventuell mit einer Lupe.

Funktioniert der Tipp, eine zweite, identische Festplatte zu kaufen und die Platine zu tauschen, heutzutage immer noch, oder sind die Platinen auf die Platter gelockt, weil z.B. die Firmware dort gespeichert wird?
 
Zuletzt bearbeitet:
EDIT: Schraub' mal die Platine ab und schau Sie Dir genau an, eventuell mit einer Lupe.
Vorher sollte er erst einmal testen, ob das Ding nicht unter Linux noch erkannt wird :)

Funktioniert der Tipp, eine zweite, identische Festplatte zu kaufen und die Platine zu tauschen, heutzutage immer noch, oder sind die Platinen auf die Platter gelockt, weil z.B. die Firmware dort gespeichert wird?
Jein. Bei aktuellen Platten klappt das definitiv nicht mehr. Erstens sind durch die feinsten Strukturen heutiger Platten defekte Bereiche auf den Platten nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Also werden die durchgemessen und in der Elektronik wird dann hinterlegt, welche Bereiche funktionstüchtig sind und welche nicht. Wenn man die Elektronik wechselt, passen die Angaben also natürlich nicht mehr zusammen und die Festplatte versucht Daten an Stellen zu suchen, an denen sie gar nicht liegen oder die Platten defekt sind, umschifft dafür aber die Bereiche, in denen die Daten eigentlich liegen. Und zweitens sind ebenfalls aufgrund dieser feinsten Strukturen inzwischen oft Kalibrierungsdaten in der Elektronik hinterlegt. Für noch genauere Spurfolge wird die HDD genau durchgemessen und die Regelparameter werden genau auf Platten, Lager, Ungenauigkeiten, Köpfe usw. angepasst. Das einzige, was man dann noch wechseln kann, sind die Köpfe. Mit dem Wechsel der anderen Komponenten "zerstört" man diese Kalibrierung.
Daher bei heutigen Platten keine Elektronik komplett austauschen und auch die Platten nicht entnehmen. Das Modell WD5000BEVT ist aber schon ein paar Jahre alt (hatte ~2008-2009 mal welche, glaube ich). Das dürfte ziemlich sicher noch ohne Kalibrierung auskommen, vermutlich/eventuell werden auch noch die gesamten Platten benutzt und keine Teile davon deaktiviert.
 
Vorher sollte er erst einmal testen, ob das Ding nicht unter Linux noch erkannt wird
Wenn sie schon im Bios nicht mehr angezeigt wird, kann wahrscheinlich auch Linux nichts mehr machen. Ich würde als letzte Möglichkeit evtl. mal verschiedene SATA-USB Adapter probieren, obwohl ich das als sehr unwahrscheinlich ansehe.
 
Oh das hatte ich überlesen. Ja, dann siehts schlecht aus. Tatsächlich bringen SATA-USB-Adapter aber manchmal was. Ein Freund von mir hatte es gerade wieder, dass Linux eine defekte Platte am SATA-USB2-Adapter am USB2-Port nicht mehr erkannte, am USB3-Port dagegen schon...
 
Eine defekte Sicherung kann man versuchen zu tauschen. Ich hatte mal eine externe 2,5" Festplatte aus Versehen mit 12V statt 5V betrieben (externes Netzteil vertauscht), woraufhin die Suppressordiode am 5V Eingang ihren Job tat und sich opferte. Sie war sichtbar verschmort. Nachdem sie entfernt wurde, funktionierte die FP wieder. Aber gesummt hat die FP damals nicht.

So einen Fall hatte ich auch schon - mit einer IBM/Hitachi-HDD aus einem T23. Die hatte nur eine Sicherung auf der Platine und nach dem Ersetzen der Sicherung mit einem Lötklecks lief die Platte wieder an und ich konnte die Daten sichern. Interessant war, daß man dort im Platinenlayout zwei Sicherungen vorgesehen hatte - eine für die Motorsteuerung und eine für die Signalverarbeitung. Man hat aber in diesem Exemplar nur eine einzige Sicherung für beides verbaut und die beiden Leiterzüge hinter der Sicherung mit einer Brücke verbunden. Die Platte verhielt sich mit der defekten Sicherung absolut still. Wenn man nun eine HDD mit getrennt abgesicherten Spannungszweigen hätte, könnte durchaus nur eine der beiden Sicherungen defekt sein und die ansonsten tote HDD noch ein Geräusch von sich geben.

Guido
 
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