Heise will Mindfactory übernehmen

Wer zahlt denn später deine Rente? Hast du mal durchgerechnet, ob die bis dahin bei dir Ausgebildeten es gestemmt bekommen, ihre Ausbilder im Alter durchzufüttern?
naja ich bilde ja aus, eben damit diese Menschen einen gute Ausbildung bekommen und somit irgendwann Steuern zahlen können.
Aber wie @Mornsgrans schon sagt, genug des OT.
 
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben:


Die Übergabe findet zum 31. Juli 2025 statt, woraufhin das Unternehmen in die heise mindfactory gmbh umbenannt wird. Das Bundeskartellamt äußerte keine Einwände. Der Markenname Mindfactory bleibt erhalten; für Kunden soll sich praktisch nichts ändern.

Mindfactory soll weiter selbständig operieren, Standort und Mitarbeiter werden übernommen. Es soll auch keine Bevorzugung bei den Heise-Seiten Geizhals und guenstiger geben.
 
Eine Bevorzungung durch Preisvergleiche ist ja irgendwie auch schwer realisierbar. Das Argument verstand ich schon anfänglich nicht.
Was ziemlich sicher genutzt wird sind die Synergien zwischen Berichterstattung/Tests, Preissuchmaschine und Handelsangebot.
Der Testsieger wird bei Mindfactory wahrscheinlich zufällig im relevanten Zeitrahmen einen sehr guten Preis haben (Dumping ist ja nicht nötig, da Mindfactory nach wie vor in der Breite einen sehr guten Ruf hat und man eher zu Mindfactory als zu Kaufland Marketplace greift, wenn die Preise nicht weit auseinander liegen). Der relevante Zeitraum ist Mindfactory dadurch bekannt, dass heise Analysen über die Preisvergleichsseiten laufen lassen kann, wie lange nach einem Test ein Produkt verstärkt gesucht wird und wie scharf umrissen die Suchbegriffe dabei sind.
Warum sollte man das auch nicht nutzen? AFAIK ist es nicht verboten die Höhe einer Produktnachfrage zu analysieren und Preise dementsprechend anzupassen.
 
Eine Bevorzungung durch Preisvergleiche ist ja irgendwie auch schwer realisierbar. ....
Bei der Preisanfrage durch einen Endkunden könnte Heise/Mindfactory jeweils schauen, ob ihre Einkaufskonditionen eine Unterbietung des niedrigsten Angebots ermöglicht. Wenn dem so ist, könnten sie das eigene Angebot dann knapp unter dem niedrigsten Preis positionieren.
 
Danke. Das verstehe ich. Fragt sich ob das betriebswirtschaftlich Sinn ergibt. Bei einer AG hätte ich sofort ja gesagt, weil der Umsatz getrieben wird. Aber Mindfactory ist ja zumindest aktuell eine GmbH. Da sollte der Überschuss eine größere Rolle spielen als der Umsatz.

Was man sich ggf natürlich spart ist die Provision für die Vermittlung. Aber wahrscheinlich wird das intern trotzdem verrechnet.
 
Hmmm das orientieren an Preisniveaus ist doch schon Gang und Gäbe.
Über die APIs der Dienste ist dies wohl relativ einfach zu realisieren.
 
Eine Bevorzungung durch Preisvergleiche ist ja irgendwie auch schwer realisierbar.
So schwierig ist das nicht. Man könnte z.B. günstigere Angebote ausblenden oder falsche ("veraltete") Preise anzeigen.
Da ja immer von "Synergieeffekten" die Rede ist: Die Suchmaschine hat schon lange ein Partnerprogramm mit diversen Shops, welches Kunden die über die Suche in den Shop einsteigen Spezialpreise anbietet. Das sollen natürlich besonders günstige Preise sein, aber ich habe es in Einzelfällen auch schon erlebt, dass der Geizhals-Preis höher als der Normale war. Dieses System könnte man ausbauen, und wenn man es nicht übertreibt, könnte man wahrscheinlich damit durchkommen.

Ich sage nicht, dass es so kommen wird, aber Möglichkeiten gäbe es. Und ein Unternehmen das sowohl einen weit verbreiteten Preisvergleich, als auch einen Händler betreibt, steht hier klar in einem potenziellen Interessenkonflikt.
 
Naja. Preiswertere Shops systematisch auszublenden (IIRC gibt es ja Preisvergleiche die Amazon komplett unberücksichtigt lassen, was nachvollziehbar weil nur ein einzelner Shop ist) wäre auffällig und so kann man Preissuchmaschinen auch kaputt machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Betreiber das Risiko eingeht, außer die Weite soll eh geschlossen werden und man möchte den kurzen Geldrausch dann noch mitnehmen, bevor sich raumgesprochen hat, dass die Weite kaputt ist.
 
Preiswertere Shops systematisch auszublenden [..] wäre auffällig
Wäre es das? Einerseits könntest du Billichshop123 grundsätzlich nicht in den Preisvergleich aufnehmen, so lange du eine plausibel erscheinende(!) Begründung lieferst: z.B. unmoralisch schlechte Arbeitsbedingungen

Andererseits könntest du, wenn du oft der Zweitplatzierte hinter verschiedenen billigsten Shops bist, den Anderen ausblenden, bzw. einen "veralteten" Preis anzeigen der schlechter ist als dein Eigener. Normalerweise wirst du dich ja in einem Preiskampf mit der Konkurrenz befinden, in dem mal der Eine und dann der Andere vorn ist. Wenn du die Kontrolle darüber hast, zu welchem Zeitpunkt du den angezeigten Preis in der Suchmaschine aktualisierst, dann kannst du das zu deinem Vorteil nutzen, und dich im Zweifelsfall darauf zurückziehen, dass die Suchmaschine noch nicht aktualisiert war.

und so kann man Preissuchmaschinen auch kaputt machen.
Klar. Aber da muss man halt Interessen abwägen. Und die Interessen von Anbieter und Nutzer müssen nicht identisch sein.
 
Bei der Preisanfrage durch einen Endkunden könnte Heise/Mindfactory jeweils schauen, ob ihre Einkaufskonditionen eine Unterbietung des niedrigsten Angebots ermöglicht. Wenn dem so ist, könnten sie das eigene Angebot dann knapp unter dem niedrigsten Preis positionieren.
Das wird doch jetzt schon mehr oder weniger so gemacht. Wenn Amazon bestimmte/beliebte Artikel zu den Prime-Days oder Black-Friday/Cyber-Monday reduziert, ziehen oft als erstes die großen Elektronikketten wie Saturn/Media-Markt und Expert hinterher und sind zeitlich kurz nach dem Amazon-Angebot plötzlich ein paar Cent günstiger als Amazon.
Das wäre jetzt also nichts neues, wenn Mindfactory so etwas auch machen würde. Und dafür ist es sogar völlig egal, wer der Eigentümer ist. Preissuchmaschinen anzapfen kann man auch ohne Eigentümer dieser zu sein.
 
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Das wird doch jetzt schon mehr oder weniger so gemacht. ...
Was Du beschreibst ist ein alter Hut.
Aber nur wenn Verkäufer und Vergleichsplattform in einer Hand sind (Amazon, Mindfactory/heise) kann der Anbieter NACH dem Absenden der Preisvergleichsanfrage mit einem neuen Preis in den Vergleich grätschen.
 
Heute fiel mir auf, dass caseking.de nicht mehr bei Geizhals gelistet wird. Und offenbar bin ich nicht der Erste:
 
Es scheint ja aber so zu sein, dass caseking nicht mehr gelistet werden will, die sind auch bei idealo raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und weil ein Hersteller aus dem Angebot fliegt ist die Mutter heise Schuld?

Und es kann nicht sein, dass Caseking wegen Zöllen zu teuer geworden ist? Oder man hat Kundenrückläufer, öfters Lieferschwierigkeiten, verkauft sich schlecht. Wir brauchen Platz im Lager, statt 30 Gehäusearten tun es 20 auch?

In jeden Geschäft gilt, macht ein Teil Probleme oder zuwenig Gewinn listet man es aus.
 
Ich glaube, du verwechselst da was. Caseking ist kein Hersteller, sondern ein Händler. Die sitzen auch in Deutschland, daher hat das mit Zöllen wenig zu tun. Kundenrückläufer hat wohl jeder Händler, aber selbst wenn Caseking sein Sortiment verkleinert, hat das nichts damit zu tun, dass der komplette Händler nicht mehr in Preisvergleichen gelistet ist. Daher wurde da auch kein Teil ausgelistet.

Die Erklärung hat elchmartin aber ja schon gegeben und damit ist die reißerische Schlagzeile sofort verpufft: Caseking hat sich einfach aus jedem Preisvergleich auslisten lassen. Daher hat das auch nichts mit Heise, der Mindfactory-Übernahme oder dem eigenen Preisvergleich zu tun. Das ist einfach nur eine Sache, die Caseking betrifft. Nicht mehr und nicht weniger.
 
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