Linux von Windows fernwarten: Alternative zu Teamviewer?

dirkk

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Habe kürzlich Bekannten, die bisher nur Windows benutzt haben, ein Fedora 23 64-Bit (Gnome-3) installiert (auf einem T400). Läuft bisher alles zufriedenstellend, und die Bekannten finden sich mit der Oberfläche bisher gut zurecht. Sie sind allerdings eher Computerlaien. Bisher haben sie ihr Windowssystem von einem anderer Bekannten per Teamviewer fernwarten lassen. Die Windowsrechner haben sich nicht im selben Netzwerk befunden.

Jetzt die Frage: kann man ähnliches hinbekommen mit Linuxbordmitteln? Es gibt da ja Vinagre, TigerVNC, Remmina, FreeNX etc. Ich kenne mich mit dem Thema aber überhaupt nicht aus. Scheitern diese Programme schon am fehlenden gemeinsamen Netzwerk? Oder daran, dass der Fernrechner ein Windowssystem hat? Geht es denn überhaupt mit Teamviewer, das es ja auch für Linux gibt?

Mir als Linuxpurist würde eine Installation von Teamviewer wenig behagen. Erstens, weil es nicht-freie Software ist, und zweitens, weil es nur eine 32-Bit rpm-Version gibt. Ich selbst weigere mich aus diesen Gründen schon seit längerem, auf meinen Linuxrechnern Skype zu installieren. Aber gut, es wird ja nicht auf meinem Rechner stattfinden. Aber wie sehen andere das hier? (Mal abgesehen von der Frage, ob es überhaupt funktioniert.)

Eine momentan noch spekulative Frage: wie wäre es, wenn *beide* Rechner Linux wären? Würde es dann eine "freie" Lösung geben? (Man könnte ja den Fernwartbekannten evtl. zu einer Linuxinstallation überreden. :cool: )
 
Es ist halt so, dass Closed Source Programme wie Teamviewer (ich hab habe mal gelesen sowas geht auch mit Chrome Remote Desktop) einen extra Server im Internet bereitstellen, der die Problematik mit den dyn. IPs und der Portfreigabe umgeht.
 
Da ich momentan im Ausland bin, liegt das Problem eine Weile auf Eis. Mittelfristig werde ich das aber weiter verfolgen. Außerdem haben sich inzwischen die Voraussetzungen geändert. Es soll nämlich von Linux zu Linux durchgeführt werden.
 
Linux fernwarten macht man über SSH, was sehr vielseitig ist und zig Möglichkeiten bietet, Firewalls, NAT und ähnliches zu durchbrechen.
 
Wenn ich weiss das sich einen bestimmten Linux-Rechner öfter mal mit einem Windows warten muss mach ich das per Remote Desktop, einfach weil das auf Windows immer verfügbar ist. Man kann einen "RDP-Server" (ich glaube die Bildschirmübertragung erfolgt rein technisch über vnc, aber eben transparent ohne dass der User davon was mitkriegt oder einen VNC Client braucht) auch unter Linux installieren, z.b. mit xrdp.

nein, RDP ist ein proprietäres Protokoll von M$. Eine Wagenladung brauchbarer Infos zum Thema RDP findet sich im UbuntuUsers-Wiki: http://wiki.ubuntuusers.de/rdesktop

Eine weitere Lösung wäre WebRTC, da gibt es etwa ein Demo-"Plugin" für Firefox (das schaltet einfach nur localhost und eine bestimmte Test-Domain fürs Session Sharing frei), außerdem isses in Google Chrome in aktuellster Version auf allen Desktop-Plattformen verfügbar.

cu, w9lf.
 
nein, RDP ist ein proprietäres Protokoll von M$.
Wie meinen? RDP ist zwar ein proprietäres Protokoll, lässt sich aber sehr wohl wie vieles andere (NTFS, .doc-Format, etc.) durch Reverse-Engineering nachbauen. Mit der von ihm genannten lösung "xrdp" lässt sich auch auf einem Linux ein RDP-Server installieren.
 
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