P15* P15 Gen 1 Typ 20ST überhitzt

donmarcos

New member
Themenstarter
Registriert
21 Apr. 2023
Beiträge
25
Vor kurzem konnte ich günstig ein P15 Gen 1 mit Core i9-10885H und RTX3000 erwerben, bei kurzem Testlauf fiel mir auf, daß die Lüfter schon ordentlich drehen wenn nur Windows 11 geladen ist, ohne dass Anwendungen laufen. Na gut, erstmal als "is halt so" hingenommen.
Jetzt habe ich mich näher damit beschäftigt und mal GTA 5 installiert. Im Leistungsmodus "ausgeglichen" heben die Jumbo-Jets ab und man versteht sein eigenes Wort nicht mehr... Laut HWInfo ist die CPU auf 100° und permanent am "thermal throttling". Neuester, zertifizierter nVidia-Treiber ist installiert.

Das Gerät ist neuwertig und nirgends verstaubt, selbst das Garantiesiegel über einer Schraube am Unterboden ist unversehrt, die SSD hat 5730 Betriebsstunden, also nicht viel, der Akku laut HW-Info 69 Ladenzyklen und 0% Verschleiss.

Aber gut, ich habe das Gerät jetzt geöffnet und die Kühlereinheit ausgebaut, wie erwartet so gut wie kein Staub. Die Wärmeleitpaste auf GPU und CPU war auch noch nicht vollständig ausgetrocknet. Trotzdem alles gereinigt und sparsam(!) Arctic MX-4 aufgebracht. Es hat den Anschein, als sei der Anpressdruck des Kühlkörpers auf CPU+GPU nicht gerade hoch, aber messen konnte ich das freilich nicht.

Es hat zumindest etwas Besserung gebracht: Wenn nur der Desktop geladen ist, bleiben die Lüfter unhörbar still, aber sobald ich GTA V starte wird es wieder sehr heiss (siehe Anhang). Zwar ist die CPU nicht mehr permanent am "thermal throttling" aber schon noch ordenlich (etwa 40% der Zeit).

Was kann man da noch verbessern? Kann ein "Thermal Grizzly PhaseSheet PTM" oder original PTM 7950 hier was bringen? Ist das überhaupt geeignet für die CPU? Oder liegt ein Software-/Treiberproblem vor? Bitte um Tipps und Anregungen
 

Anhänge

  • gta_v_temps.jpg
    gta_v_temps.jpg
    193,7 KB · Aufrufe: 26
Aber das Problem bei den "Kühlpads mit Lüftern" ist das die nicht blasen sondern saugen. Dann kämpfen der Lüfter im Laptop gegen die Lüfter vom "Pad"

Kommt auf das Pad an. Ich hatte für meine beiden T14 zuerst das Targus AWE55GL und später das Cooler Master NotePal U3 PLUS im Einsatz. Beide haben Luft Richtung Laptopboden geblasen, und damit die Temperatur bei gleicher Leistung um ca. 10°C reduziert. Durch den extern erzeugten Luftstrom ist der Lüfter des TP auch deutlich später angesprungen.

(Keine Empfehlung für das Targus. Es läßt sich nicht demontieren und wird mit der Zeit zu einem Staubbläser, da es sich nicht vernünftig reinigen läßt)
 
Das neue BIOS hat nichts geändert, aber einen Workaround habe ich gefunden. Wenn man in den Energieoptionen bei Erweiterten Einstellungen den "Maximalen Leistungszustand des Prozessors" auf 99% setzt, rennt die CPU nicht mehr schnurstracks auf 100°C (der Takt ist offensichtlich auf 2.4 GHz festgenagelt - siehe Screenshot).

Auf der Treiber-Seite von Lenovo habe ich außerdem den "Intel Dynamic Tuning Technology Driver" (soweit ich sehe ist der nicht installiert).
Kennt das jemand? Was macht das?
Laut Intel ein "Thermal Management System" https://www.intel.com/content/www/us/en/support/articles/000058479/graphics.html
Könnte ich einfach ausprobieren, aber ich kenne auch den Spruch "Never change a running system..."
 

Anhänge

  • screenshot.jpg
    screenshot.jpg
    194,3 KB · Aufrufe: 5
Das war bei dem von mir verlinkten Artikel auf reddit beim P17 damals auch die "Lösung".
Scheint also schon länger zu funktionieren :D ...
Ich persönlich würde das auch so lassen !

Gruss Uwe
 
Wenn man in den Energieoptionen bei Erweiterten Einstellungen den "Maximalen Leistungszustand des Prozessors" auf 99% setzt, rennt die CPU nicht mehr schnurstracks auf 100°C (der Takt ist offensichtlich auf 2.4 GHz festgenagelt - siehe Screenshot).

Der "Trick" deaktiviert den Turbo Boost, so daß die CPU nur noch maximal mit Basistakt läuft. Das reduziert zwar die Temperatur, aber natürlich auch die Leistung. Wenn Du es feiner einstellen willst, würde ich via Throttlestop ein Limit in Watt angeben. Da mußt Du allerdings ein bißchen mit rumspielen, um herauszufinden, wieviel Watt das Kühlsystem kurz- und langfristig verträgt.
 
Vor kurzem konnte ich günstig ein P15 Gen 1 mit Core i9-10885H und RTX3000 erwerben,

und mal GTA 5 installiert
Ich mache mich jetzt wieder mal unbeliebt ...
Das P15 Gen 1 mit Core i9-10885H und RTX3000 so nicht für Spielen gedacht.
Wenn man dauerhaft seine Ruhe haben möchte und Spielen möchte dann holt man sich kein altes Notebook. Und eher auch kein Notebook.
Eher ein Tower PC mit viel Lüftern :)
 
Mit gescheiter Kühlung geht es eigentlich.... hab das T15g Gen 2 hier, was ich neulich gekauft habe, auf der CPU ist Flüssigmetall, auf der GPU nur Wärmeleitpaste... also selbst ohne externer Kühlung von unten (habe ein Lego gestellt mit einem 12cm Lüfter, der von unten pusten kann) überhitzt da beim Zocken nix.
 
So, habe jetzt das Thermal Grizzly Phase Sheet auf CPU und GPU eingesetzt. Die Wirkung ist minimal besser als Arctic MX-4, 1-2° besser (höchstens), allerdings habe ich nicht auf die Umgebungstemperatur geachtet. Schlechter ist es jedenfalls nicht, aber die Verarbeitung ist sehr fummelig. Es reisst leicht ein. Wenn man es auf das Die bringt und die obere Schutzfolie entfernen will, löst es sich wieder vom Chip. Mit Zahnstocher fixiert und Millimeter für Millimeter abgezogen. Aber gut, das war mein erstes Thermalpad, vielleicht habe ich mich auch nur doof angestellt.

Das verhindert aber, wie vorhergesagt, auch nicht, daß die CPU ins "Thermal Throttling" rennt, das geht nur mit ThrottleStop. Wenn man PL1 und PL2 entsprechend kastriert, ist es ok.

Als nächstes probiere ich Flüssigmetal, das sollte dann noch besser funktionieren.

Ja, ich weiss, das ist kein Gaming-Notebook und ich habe auch nicht vor die nächsten Jahre damit hauptsächlich zu zocken, aber ich will eine Kühlung die in allen denkbaren Szenarien ausreichend arbeitet, und wenn noch Reserven sind auch entsprechend leise.
 
Als nächstes probiere ich Flüssigmetal, das sollte dann noch besser funktionieren.
So wie sich die Situation darstellt ist dein Problem nicht, die Wärme vom CPU-Die auf die Heatpipe zu übertragen, sondern sie von der Heatpipe und aus dem Notebook als Ganzes nach draußen zu befördern. Daher wird auch Flüssigmetall höchstens eine marginale Verbesserung bringen.

Sinnvoller dürfte es sein, das Notebook von außen zu kühlen, also einen passenden Notebookkühler zu verwenden. Dabei geht es nicht darum, mehr Luft durch das Notebook hindurch zu zwängen, sondern dessen Oberfläche zu kühlen.
Bocke das Notebook auf und erzeuge darunter einen kontinuierlichen Luftstrom! Falls das im Test funktioniert, kannst du nach einem Kühler Ausschau halten (oder ihn selbst bauen), der genau das erreicht.
 
Das Interessante am Flüssigmetall im Vergleich zu Pasten und auch den Phasesheets (welche im wesentlichen nur den Vorteil bieten dauerhaft Leistung auf Neu-Pastenniveau zu liefern) ist, dass es trotz großer Schichtdicken, wie sie leider aufgrund von gewissen Toleranzen an den Kühlern in Verbindung mit vergleichsweise großen Silizium, keinen allzugroßen Wärmewiderstand darstellt.

@hikaru: Wenns im Sommer im Haus mal richtig warm ist, dann stell ich also den Ventilator in den Garten und kipp das Fenster an, ok?
 
@ hikaru,
hast Du Erfahrungswerte mit Flüssigmetall im Notebook, mit denen Du Deine These stützen kannst?

Meine Erfahrung widerspricht Deiner Aussage, ich habe ich seit etwa 6 Jahren Erfahrung mit Flüssigmetall in Thinkpads.
Daher @donmarcos:
erwarte keine Wunder vom Flüssigmetall, ja es verbessert das gesamt Paket aus meiner Erfahrung wesentlich aber wunder vollbringen kann es auch nicht!
Und was ist: der Kühlkörper ist danach versaut und bleibt vom Flüssigmetall im wahrsten Sinn des Wortes, gezeichnet.
Daher solltest Du überlegen, was Du machst und ob es Dir das wer ist.
Wenn es Dir um viel Leistung geht, hole Dir am besten ein aktuelleres Notebook, das könnte langfristiger besser sein.

Aber etwas an Leistung lässt sich damit noch aus dem Notebook herausholen, keine Frage. Betrachte es aber wirklich als die letzte Option.
Du kannst Dich in den ersten Jahren auf ein 6 Monatiges Repasting einstllen, weil auch das Gallium mit dem Kupfer reagiert, nach 2-3 Jahren reduziert sich das etwa auf 1x jährlich. (kommt auch darauf an, wie viel Flüssigmetall Du aufträgst
Was es langfristig mit dem Kühler macht, weiß ich nicht, aber man sagt dem Gallium nach, dass es das gleich wie mit Aluminium macht, halt nur wesentlich langsamer (habe ich mal gelesen).

Wenn Du einen drauf setzten willst und die ganze Sache etwas professioneller machen (bzw. versuchen möchtest), und Du wirklich das lange und mit möglichst wenigen Konsequenzen machen möchtest, würde ich mir darüber Gedanken machen, den Kühler zu vernickeln!


Persönlich würde ich das alles nur auf mich nehmen, wenn ich wirklich das + an Leistung brauche und es der Sache dienlich ist, wenn es nur darum geht, das Ego zu streicheln, weil PL1 und PL2 zu hoch angesetzt sind, man aber mit der so vorhandenen Leistung zurecht kommt: Throttlestop ist Dein Freund:



Zu meinen Notebook, wo ich dies so mache:
ein T420 und T430 mit einem 45W Quad zu betreiben, das T430 mit Mob Bios und und auf Win mit übertakterer CPU, das ist halt ein Stück Nostalgie, aber dafür war man auf diese Weise noch recht lange mit guter Leistung dabei, selbst gegenüber teils neuen Notebooks!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Noch als Nachtrag, was mir noch in den Kopf kommt:
je nah Schichtdicke der WLP, ist eine frische WLP kaum schlechter als Flüssigmetall, ein paar K, ja, aber aus meiner Erfahrung ist der größte Benefit die Langzeitstabilität von Flüssigmetall, gerade im Notebook bei diesen hohen Temperaturen, da hat bei mit die ein oder andere WLP nach bereits einigen Wochen bis Monaten absolut versagt, vermutlich wird Dich diesbezüglich das PTM retten, da es sehr gute Langzeitstabilität hat/haben soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben diese Aussage von @donmarcos:
@ LZ_ und linrunner: Ohja, die ausgeblasene Luft ist richtig warm, da könnte man sich fast die Haare föhnen.
Wenn die Heatpipe es nicht schaft, die von ihr aufgenommene Wärme wieder abzugeben, dann ist es völlig egal, ob sich zwischen CPU-Die und Heatpipe normale Wärmeleitpaste, Flüssigmetall oder Ketchup befindet.
Aus dem Gerät müssen unter Volllast über 120W abgeführt werden, die CPU hängt nur an einer von drei Heatpipes und einem von zwei Lüftern. Diese eine Heatpipe und dieser eine Lüfter sind zusätzlich auch noch an die GPU angeschlossen, die ihrerseits 80W verbrät.

Ich vermute, dass der Unterboden des Geräts insgesamt unerträglich heiß wird, weil es die Lüfter nicht schaffen, die aufgestaute Wärme abzuführen. Hier gilt es anzusetzen, und genau das macht ein gut designtes(!) Kühlerpad.
Dabei mag sich herausstellen, dass es zusätzlich ein Kontaktproblem zwischen CPU und Heatpipe gibt, und das sollte man dann auch angehen. Bevor ich aber anfange mit chemisch aggressivem Flüssigmetall rumzumanschen, würde ich einfach mal dafür sorgen, dass die CPU-Heatpipe nicht überlastet ist.
 
Ich glaube ich habe verstanden was Du meinst hikaru.
Daher möchte ich differenziertes und ergänzendes Bild abgeben.

ich habe mein T420 mit einem i7-2760QM gerade einen Stresstest unter Linux laufen lassen. (Bild 1)
OS: Linux, mit burnP6 habe ich alle 8 Threads ausgelastet, um den Stromverbrauch anzuzeigen, habe ich noch eben Tuxedo Control Center installiert, auch wenn es ein Thinkpad ist, läuft es und zeigt hier die relevanten Parameter an.
Auf dem Mission Center lässt sich ablesen, dass der 2760QM mit 2,9Ghz taktet und rechts daneben, die Leistungsaufname von 43W
ganz oben habe ich psensor, Anzeige von 60 Minuten.
Der erste Ausschlag von psensor ist noch die installation von Tuxedo Crontrol Center

Das erste, was sich erkennen lässt, dass das Notebook die ersten Minuten bei guten 80°C läuft, bei und der Lüfter bei 4500U/min.
Das sind Werte, die wird man mit normaler WLP nicht erreichen.
Wenn der Lüfter passend eingestellt ist, hast du sofort die vollen 5300U/min und keine "nur" 4500U/min wie hier zu sehen ist.
Ich habe das ganze über 1 Stunde laufen lassen.

bei dem zweiten Bild 2 läuft das ganze System jetzt etwa 1 Stunde (psensor sofort nach dem Systemstart gestartet, daher auch die min. Temp, von 37°C bis 41°C auf den Kernen)
Wie zu sehen ist, wird die CPU nicht wärmer als 95°C (bzw. 96°C) warum? → TJunction von 100°C, 5K darunter wird abgeregelt, mehr ist nicht zulässig.
Wie dem Bild 3 auch zu entnehmen ist, wird durchaus mal kurz 96°C erreicht, aber sehr gut erkennbar, dass das keine Dauerlösung ist.
Und wie auf dem Bild 2 und 3 auch zu entnehmen ist, liegt die Leistungsaufnahem bei noch immer 43W bzw. 44W,
Es wird schon leicht gedrosselt, aber nicht spürbar.
Was ebenfalls zusehen ist, nach weniger Minuten regelt der Lüfter von den anfänglichen 4500U/min. rauf auf die maximalen 5300U/min.
Das führt zu einem kurzen absinken der Temperatur der CPU, aber auch nur kurz, bis langfristig die Temperatur sich weiter erhöht, bis zum Maximum von 95°C
Wir können sehen, das erst nach etwas über 30 Minuten das Notebook zu warm ist und die ganze Wärme nicht mehr abgeführt wird.
Bis zu diesem Punkt bringt das Flüssigmetall wesentlich mehr als alle Kühlerpads!
Da einfach die Wärme, dort wo sie entsteht, in der CPU, effizent vom dem Kühler abgeführt wird.
Zumindest in dem Rahmen wie dies möglich ist, für einen Kühler, der für 35W designed ist, hier aber ca. 44W abführen muss.
Die ersten Minuten, was die CPU unter 90, ja auch unter 95°C bleibt, wird ein Kühlerpad nur bedingt etwas helfen.
Selbst mit der besten WLP wird das vielleicht frisch aufgetragen etwas, aber langfristig, über mehrere Monate → Nein.
Wie das in diesem Szenario mit einem PTM weiß ich nicht, da der Kühler auch vom Flüssigmetall versaut und gezeichnet ist, werde ich dies an diesem Notebook auch nicht testen (wollen).
Ein PTM sollte, wie oben bereits geschrieben, in der Langzeitstabilität mehr bringen.


Jetzt kommen wir zum Kühlerpad.
Nach dem Test hatte das T420 von unten Stellenweise etwa 50°C, was ich ganz klar nicht auf dem Beinen haben möchte.
Die Tastatur hatte Stellenweise zwischen 20°C und 35°C, was noch geht, aber auch nicht gerade kalt ist.
Die Unterlage, auf der das T420 während dem Test drauf stand, hatte nach der Zeit 30°C
(gemessen mit einer Wärmebildkamera, da ich Emissionswert nicht kenne, werden dass keine 100% korrekten Angaben sein)
An dieser Stelle, für die langfristige Kühlung des ganzes Notebook, halte ich ein Kühlerpad für angebracht und bestimmt bringt das in diesem Punkt auch ein paar K und es dürfte verhindern, dass die CPU sich bei 95°C einpendelt, wahrscheinlich würde diese ein paar K kälter bleiben.


In dem Eingangspost von donmarcos sieht man, dass HWINFO auch erst 10min läuft und die CPU schon die 100°C erreicht hat,
Beim T420 hat das etwa 30min. gedauert.
In den ersten Minuten die wir hier von donmarcos sehen, da bringt vor allem etwas, was die Wärme gut von der CPU an den Kühler übergibt.
Wenn das ganze System noch kalt ist, wird es nicht extra gekühlt werden müssen, um sowie nicht kälter werden zu können.


€Dit: noch ein Screenshhot von psensor angehängt, wo die Legende sichtbar ist
 

Anhänge

  • Bildschirmfoto vom 2026-01-08 12-39-22.png
    Bildschirmfoto vom 2026-01-08 12-39-22.png
    198,4 KB · Aufrufe: 2
  • Bildschirmfoto vom 2026-01-08 13-35-17.png
    Bildschirmfoto vom 2026-01-08 13-35-17.png
    215,9 KB · Aufrufe: 2
  • Bildschirmfoto vom 2026-01-08 13-56-29.png
    Bildschirmfoto vom 2026-01-08 13-56-29.png
    256,4 KB · Aufrufe: 2
  • Bildschirmfoto vom 2026-01-08 14-42-54.png
    Bildschirmfoto vom 2026-01-08 14-42-54.png
    168 KB · Aufrufe: 2
Zuletzt bearbeitet:
Der Transparenz wegen:
Ich habe ein T530 (Intel-Grafik) mit einem i7-3720QM (ebenfalls 45W TDP), gekühlt mit einer T520-Nvidia-Heatsink (zwei Heatpipes statt einer). Als TIM kommt Arctic Silver 5 zum Einsatz, keine Raketentechnik, aber solide Hausmannskost.
Bei Lasttests mit mprime (SFFT) habe ich diese Kombination ins thermische Limit treiben können, aber erst 100MHz unterhalb des 4x-TurboBoost-Takts. Das Ganze ist also fast perfekt abgestimmt.

Ich bin mir sicher, das ich die letzten 100MHz hier mit Flüssigmetall rausholen könnte, aber das ist eine andere Situation als die von @donmarcos. Ich habe tatsächlich nur die 45W Abwärme der CPU (intern ausgelesen mit s-tui) und nochmal geschätzt 40W von anderen Komponenten (externes Messgerät zeigt genau 90W am 90W-Netzteil und der Akku entlädt leicht).
Was ich nicht habe ist eine GPU, die fast doppelt so viel Wärme abgibt wie die CPU selbst, und davon größenordnungsmäßig 1/3 mit über die CPU-Heatpipe abführt.

Ich hatte sowas Ahnliches mal vor ca. 15 Jahren in Form eines Dell Precision M6500 (W701-Konkurrent), habe also eine grobe Vorstellung davon, was bei @donmarcos passiert, wenn er ein grafiklastiges Spiel startet. Ich konnte seinerzeit die CPU regelrecht unter der GPU "ersticken", und die verbaute FX 2800M hatte "nur" 65W TDP.
Ich hatte diverse Kühllösungen getestet. Am Effektivsten war ein kleines Kühlerpad mit zwei 60mm-Radiallüftern unter der Hinterkante des Laptops, das ich mir eigentlich für ein 12"-Subnotebook mit chronisch grenzwertig heißer HDD zugelegt hatte. Der Knackunkt war, dass es anders als andere Kühlerpads nicht mit Axiallüftern direkt gegen den Unterboden blies, sondern die Luft unter dem Unterboden wegblies, womit der gesamte Unterboden zum Kühlkörper wurde. Alle Temperaturen sanken um 15-20K, und das ist auch bei meinem T530 so, wenn ich das Pad darunter stelle.
 
Deine Erfahrungen mit dem Kühlpad erstauen und überraschen mich sehr positiv!
Aber ich habe das Bedürfnis ein paar Korrekturen einzupflegen.
Die Nvidia NVS 5400M wird im Internet nur mit 35W TDP gehandelt und teils wird die als Leistung für die EInheit mit RAM angegeben
Die hat zu 100%, nie im Leben und nur über meine Leiche, im Thinkpad mehr als 45W TDP!
Man munkelt sogar, dass die NVS 4200M aus der Serie davor, nur 25W TDP hat, auch hier vielleicht wieder inklusive RAM.

Um zu verdeutlichen was ich meine,
Kühler vom T520 mit Nvidia
Kühler vom W20 gibt es nur mit Nvidia
Die Kühler vom W530 und W520 sind sehr ähnlich aufgebaut und lassen sich mechanisch untereinander tauschen nur der Stecker ist nicht kompatibel. (wie wahrscheinlich beim T520/T530 auch
Für das W520 gibt es auch zwei verschiedene Varianten, eine für beide kleine Modelle als die 45W CPU und die Quadro 1000M
Die andere Variante gibt es, wenn entweder die 2000M und/oder eine XM CPU verbaut ist.

Noch zu Ausfühung
Die 1000M des W520 und die K1000M des W530 haben beide 45W TDP.
Die 2000M des W520 und die K2000M des W530 haben beide 55W TDP.
Daher kann die NVS des T520/T420 und T530/T430 nicht an die TDD der Quadro ran kommen.
und wenn ich das richtige sehe, müsste die FX 2800M auch der Quadro Serie entspringen.

Weil dafür ist das Kühlsystem dieser NOtebooks absolut unterdimensioniert.
Um bei der W-Serie beides unter Volllast kühlen zu können ist auch hier einiges an aufwand notwendig, mit wesentlich weniger Kühler, kann das nicht besser gehen ;)


Zum Text:
Ja, die Arctic Silver 5 gehört mittlerweile zum alten Eisen, was WLP angeht.
Von der Leistung her, gibt es da sehr viele bessere, da würdest Du mit einem PTM schon sehr viel Leistung herausholen!
Das einzig gute, was ich dieser Paste nachsage, die hat eine sehr gute Langzeitstabilität, das liebe ich an ihr!


Ein T530 habe ich auch hier, auch mit eine 45W CPU, da komme ich aktuell thermisch an meine Grenzen mit, da müsste ich nochmal genauer hinschauen, so es zwickt.
Ein sehr schönes Notebook, ich liebe es und bis letztes Jahr Sommer, meine Haupteinsatzrechner!
Wird immer noch gerne von mir genutzt.
 
Aber ich habe das Bedürfnis ein paar Korrekturen einzupflegen.
Die Nvidia NVS 5400M wird im Internet nur mit 35W TDP gehandelt und teils wird die als Leistung für die EInheit mit RAM angegeben
Die hat zu 100%, nie im Leben und nur über meine Leiche, im Thinkpad mehr als 45W TDP!
Wie kommst du hier auf eine NVS 5400M? Hat die dein T430?
@donmarcos hat nach eigener Aussage eine RTX3000, und die hat 80W TDP. [1] Das ist ein ganz anderes Kaliber. Da kommen nicht mal die Quadros aus der W-Serie ran. Und die CPU-Heatsink des P15 Gen1 ist ebenfalls an diese GPU angeschlossen. D.h., das Kühlmittel das an der 45W-CPU vorbei kommt hat größenordnungsmäßig bereits 25-30W von der GPU aufgenommen wenn diese unter Volllast läuft. Und dieser Puffer fehlt dann für die CPU.
Man sollte also versuchen, gezielt diese Heatpipe thermisch zu entlasten. Und das geht am Besten, wenn die umgebenden Komponenten des Notebooks möglichst kühl sind. Ich habe neben dem Kühlerpad in besagtem Subnotebook damit experimentiert, mit Wärmeleitpads eine Brücke zwischen Heatpipe und Unterschale herzustellen. Der Erfolg war bescheiden. Ich konnte das Erreichen der Maximaltemperatur um ca. 2 Minuten verzögern, aber die Temperatur an sich sank nicht.

Die Kühler vom W530 und W520 sind sehr ähnlich aufgebaut und lassen sich mechanisch untereinander tauschen nur der Stecker ist nicht kompatibel. (wie wahrscheinlich beim T520/T530 auch
Sowohl für T520 als auch für T530 gibt es jeweils zwei Heatsinks, jeweils eine für Intel-Modelle und eine für Nvidia-Modelle.
Beim T520 passt die Nvidia-Heartsink prinzipiell auch in Intel-Modelle. Der GPU-Heatspreader hängt dann halt in der Luft.
Beim T530 sind schon die Schraubsockel beider Heatsinks grundverschieden, so dass die Nvidia-Heatsink nicht auf Intel-Boards passt. Allerdings hat das T530-Intel-Board den gleichen Schraubsockel wie das T520, weshalb in das Intel-T530 auch die Nvidia-Heatsink des T520 passt. Auch hier hängt der GPU-Heatspreader in der Luft, aber 1. ist die CPU-Heatpipe bei der Nvidia-Heatsink größer, was den Hauptteil der Verbesserung ausmachen dürfte, und 2. liegt die GPU-Heatpipe direkt an der CPU-Heatpipe an, so dass ich vermute, das die GPU-Heatpipe zumindest noch ein bisschen Wärme abführt. Jedenfalls sehe ich ca. 5K Temperaturdifferenz zwischen beiden Heatsinks unter Volllast.


[1] https://www.notebookcheck.com/NVIDIA-Quadro-RTX-3000-Laptop-Grafikkarte.423755.0.html
 
Was ich nicht habe ist eine GPU, die fast doppelt so viel Wärme abgibt wie die CPU selbst, und davon größenordnungsmäßig 1/3 mit über die CPU-Heatpipe abführt.
Auf diesen Satz beziehe ich mich mit dem Beitrag oben.
Die potentielle Nvidia in einem T520/T420 bzw. T530/T430 hat nur ein Bruchteil der Leistungsaufnahme der CPU,
Aber was jetzt vermute, dass Du Dich mit diesen Worten auf das P15 von donmarcos beziehen könntest
 
  • ok1.de
  • IT Refresh - IT Teile & mehr
  • thinkstore24.de
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben