SSD oder nicht SSD?

Bringst du Ruhezustand (Hibernation) und Herunterfahren gerade durcheinander? Beim Herunterfahren wird die Datei für den Ruhezustand unangetastet gelassen. Du kannst den Rechner also ruhig 10x am Tag ein- und ausschalten, für den Ruhezustand werden keine Daten geschrieben. Wenn du ihn natürlich in den Ruhezustand versetzt, dann werden auch die Daten geschrieben und das geht natürlich nur, wenn der Modus überhaupt aktiv ist. Aber wie oft versetzt man sein Laptop in den Ruhezustand? Und selbst mir 8GB RAM und 3x am Tag Ruhezustand (jeden Tag!) hält eine 128GB/256GB-SSD noch viele viele Jahre, wenn man ihr ein bisschen Luft zum Arbeiten lässt und sie nicht randvoll füllt.

Nein, war nur schlecht formuliert, so ungefähr wie herunterfahren in den Ruhezustand. Bei WIN7 ist doch standardmäßig der hybride Modus aktiviert, d.h. Standby mit gesicherter Hyberfil.sys. Es wird also jedesmal für den Ruhezustand oder den Standby die gesamte Hyberfil neu geschrieben. Das ist erstens ein häufiger Usecase, da Standby und Hibernation von vielen Nutzern genutzt wird (mitunter auch täglich) und zweitens in meinen Augen völlig sinnloser Verschleiß, weil ein PC mit SSD auch ohne Hibernation sehr schnell bootet.

Wenn Du den Ruhezustand nicht nutzt, muss das ja nicht für alle anderen gelten. Und wenn ich ihn sowieso nicht oder selten benutze, kann ich ihn auch deaktivieren und damit viel Platz auf der SSD gewinnen, der ja doch rarer als auf einer HDD ist. Bei 16 GB Arbeitsspeicher und einer 128 GB SSD (ca. 119 GB nutzbar) sind das immerhin 13 % des Gesamtspeicherplatzes.
 
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Bei WIN7 ist doch standardmäßig der hybride Modus aktiviert,
Nicht bei Clean Install auf SSD: bei allen Installationen war der Hybridmodus schon abgestellt (den wollte ich immer sofort abwürgen, aber das war nie nötig, jedenfalls bei den 3 Energiemodi, die ich benutze. Bei den anderen habe ich nicht nachgeguckt)
 
Bezahlbare SSDs, sind eigentlich die, mit 128GB - also braucht man (doch) noch eine HDD im Ultrabay.

Die Frage, ist, wozu man mehr Platz wirklich braucht. Wir haben uns im Zeitalter der rapide fallenden HDD-Preise daran gewöhnt, einfach immer eine schier unendlich große Festplatte im lokalen Gerät zu haben.
Nachdem ich mein System auf einer 128GB(!) Samsung-SSD aufgesetzt hatte, war ich positiv überrascht: Win7, Office Prof, alle Lenovo-Treiber+Tools, diverse andere nützliche Programme (vlc, Thunderbird und so Zeugs) sowie meine Dateien, die ich zum Arbeiten brauche (z.Zt. ca 6GB). Das Ergebnis: 84 GB der SSD sind noch frei. Das reicht für mich völlig aus, um auch in Zukunft einige Speicherreserven für Daten / Programme vorzuhalten. Noch besser: Die SSD hat genug Reserven, um effektives Wear Levelling zu betreiben.

Wenn man jetzt die gesamte Audio- und Video-Bibliothek mitschleppen will, ist das schon was anderes. Aber in Zeiten von USB 3.0 (sollte beim neuen Gerät IMMER dabei sein) bzw. günstigen NAS-Systemen gibt es ja nun wirklich Alternativen. Eine Backup-Lösung muss sich ja eh jeder einfallen lassen. Ich persönlich synchronisiere meine Daten regelmäßig über Freefilesync mit meinem NAS.

Letztes Argument: Wenn man sich wirklich vorher überlegt, welche Daten und Programme man WIRKLICH auf dem lokalen Rechner braucht, bekommt man in schlankes, aufgeräumtes System. Und wenn einem die oben erwähnte Schwuppdizität beim Arbeiten so wichtig ist, dann ist das immer noch der Königsweg.
 
In Kürze: Mit deiner SSD kann derzeit nichts mithalten. Die "Abnutzung" ist selbst bei exzessivem Gebrauch dermassen gering, dass sie vernachlässigbar ist.
 
Ist der standardmäßig aktiviert? Ich dachte, den hybriden Standby müsste man noch extra anschalten? Mein Laptop fährt mit SSD übrigens ungefähr 2x so schnell hoch wie das Aufwecken aus dem Ruhezustand dauert. Daher benutze ich den Ruhezustand nur, wenn mein Laptop unbedingt aus muss und mitten in einer Berechnung oder ähnlichem nicht abspeicherbarem hängt.
 
Die Frage, ist, wozu man mehr Platz wirklich braucht. Wir haben uns im Zeitalter der rapide fallenden HDD-Preise daran gewöhnt, einfach immer eine schier unendlich große Festplatte im lokalen Gerät zu haben.
Nachdem ich mein System auf einer 128GB(!) Samsung-SSD aufgesetzt hatte, war ich positiv überrascht: Win7, Office Prof, alle Lenovo-Treiber+Tools, diverse andere nützliche Programme (vlc, Thunderbird und so Zeugs) sowie meine Dateien, die ich zum Arbeiten brauche (z.Zt. ca 6GB). Das Ergebnis: 84 GB der SSD sind noch frei. Das reicht für mich völlig aus, um auch in Zukunft einige Speicherreserven für Daten / Programme vorzuhalten. Noch besser: Die SSD hat genug Reserven, um effektives Wear Levelling zu betreiben.
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Naja, wenn man ein reines Office-System nutzt gebe ich dir da vollkommen recht. Für solche Fälle ist ne 128er natürlich vollkommen ausreichend. Aber wie sieht es aus wenn man mehr benötigt?

Beispiel bei mir: ich habe 2 Betriebssysteme drauf (Win7 und Win8), Visual Studio 2010 und 2012, VMs von Serverbetriebssystemen usw.

Ich weiß ich bin ein relativ extremes Beispiel, aber ich habe aktuell ohne eine einzige MP3 oder ein Video ca. 400 GB voll. Da ist nicht mal das eine Spiel, welches ich auf dem Rechner hab mit eingerechnet. Aber ich vermute ich bin nicht der einzige, der mehrere Betriebssysteme drauf hat, mit VMs arbeitet usw.
 
Nein, war nur schlecht formuliert, so ungefähr wie herunterfahren in den Ruhezustand. Bei WIN7 ist doch standardmäßig der hybride Modus aktiviert, d.h. Standby mit gesicherter Hyberfil.sys. Es wird also jedesmal für den Ruhezustand oder den Standby die gesamte Hyberfil neu geschrieben. Das ist erstens ein häufiger Usecase, da Standby und Hibernation von vielen Nutzern genutzt wird (mitunter auch täglich) und zweitens in meinen Augen völlig sinnloser Verschleiß, weil ein PC mit SSD auch ohne Hibernation sehr schnell bootet.

Hibernation ist ja nicht nur da, um das Booten zu beschleunigen - Hauptanwendungszweck ist eher, dass man nicht wieder alle Sachen aufmachen muss, die man gerade am Laufen hatte... Wozu wieder Firefox, Matlab, Photoshop, Excel, Word, 10 PDFs usw. alles neu öffnen, wenn man es einfach offen lassen und Hibernate oder Standby nutzen kann?


Ich weiß ich bin ein relativ extremes Beispiel, aber ich habe aktuell ohne eine einzige MP3 oder ein Video ca. 400 GB voll. Da ist nicht mal das eine Spiel, welches ich auf dem Rechner hab mit eingerechnet. Aber ich vermute ich bin nicht der einzige, der mehrere Betriebssysteme drauf hat, mit VMs arbeitet usw.

Ich wunder' mich auch gerade ein wenig, dass so viele Leute problemlos ihren Kram auf 64GB oder weniger unter kriegen - ich habe vorgestern platt gemacht, und auf meiner 830 sind schon 55GB belegt - 10GB Dropbox, Win7 64bit, Matlab, Photoshop und Office 2010 (jeweils in Minimalinstallation - nur das dabei, was ich auch wirklich brauche) - Viel mehr ist da noch gar nicht drauf. Meine VMs passen jedenfalls nicht mehr mit auf die Platte, und wenn die IDEs dazu kommen kriege ich vlt. sogar auch ohne schon Probleme... :confused:
 
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Wozu wieder Firefox, Matlab, Photoshop, Excel, Word, 10 PDFs usw. alles neu öffnen, wenn man es einfach offen lassen und Hibernate oder Standby nutzen kann?
Dann tut es Standby doch auch, nur viel schneller. Du kannst doch ein TP mit SSD gefahrenlos im Standbymodus transportieren. Der Mehrverbrauch ist meiner Ansicht nach vernachlässigbar
 
Dann tut es Standby doch auch, nur viel schneller. Du kannst doch ein TP mit SSD gefahrenlos im Standbymodus transportieren. Der Mehrverbrauch ist meiner Ansicht nach vernachlässigbar

Hast Du den zitierten Satz sicher auch ganz gelesen?

Wozu wieder Firefox, Matlab, Photoshop, Excel, Word, 10 PDFs usw. alles neu öffnen, wenn man es einfach offen lassen und Hibernate oder Standby nutzen kann?

:p
 
Hab ich schon richtig gelesen. Deshalb meine Bemerkung, dass Hibernate dabei eigentlich ganz überflüssig ist, und Standby allein es auch schon bringt
 
Ich bin ja auch ein Standby-Verfechter (nutze ihn ja auch ~40x täglich) - es gibt aber auch Viele, die der Meinung sind, Hibernate wäre aufgrund des Stromverbrauchs besser... wenn man z.B. über Nacht den Rechner aus macht, kann sich Hibernate schon lohnen, wenn dieser nicht ohnehin an der Steckdose hängt. Wenn ich mehrere Tage außer Steckdosenreichweite bin kommt auch bei mir Hibernate zum Einsatz :)
 
ich habe 2 Betriebssysteme drauf (Win7 und Win8), Visual Studio 2010 und 2012, VMs von Serverbetriebssystemen usw

Aber dafür hat man doch seinen Desktop-Rechner :D Wie gesagt, eine Entscheidzung ist ist immer notwendig, und da orientiert man sich am besten an dem, was man effektiv mit dr Maschine tut: Ich brauche ein reibungslos funzendes System im Arbeitsalltag, da mach ich keine Experimente. Win8 beta kann ich in meiner Freizeit testen (auf HDD im alten Rechenturm, haha) ... Wenn du alles unterwegs machst, ist die SSD vielleicht wirklich nicht die erste Wahl als OS-Träer und Speicher.
 
Wenn sich das System schlank halten lässt (wie bei mir), dann in erster Linie eine SSD verwenden (128GB reichen im Normalfall). Sollte aber im Falle, wie Beregond dies bereits erläutert, mehrere OS's, VMs etc. verwendet werden, ist wohl doch eine HDD die richtige Entscheidung.

Schlussendlich muss dies wohl jeder für sich selbst abwägen.
 
Hat jemanad zufällig die Sanddisk SSD in seinem Thinkpad verbaut und kann Performance Vergleiche zur Samsung oder Crucial geben?
Würde mir sonst nämlich morgen im MM die Sanddisk kaufen. Von dem was ich gesehen habe, verlockt eine SSD einfach nur.
 
In Kürze: Mit deiner SSD kann derzeit nichts mithalten. Die "Abnutzung" ist selbst bei exzessivem Gebrauch dermassen gering, dass sie vernachlässigbar ist.

Du würdest also sagen, das bei gleichem "normalen" Gebrauch, eine SSD weniger Abnutzung hat als eine HDD (und folglich länger hält)?
 
Kann man das überhaupt zu 100% genau sagen? SSDs existieren seit einer lächerlich kurzen Zeit Markt im Vergleich mit der HDD. Und selbst da gibts es nur geschätze Lebensdauerzeiten mit der Option dass es doch kürzer sein könnte...
 
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