Strom, Sicherung, FI

Ja das habe ich alles schon durchgelesen im Netz. Auch dass es für modernere Elektronik FI unterschiedlicher Klassen gibt, von A - F.
Wie gesagt es ist keine Sicherung sondern der FI der alles abschaltet in der Wohnung.
A-F klingt eher nach den Auslösecharakteristiken von LS-Schaltern ("Sicherung"), B, C, D, E, K und Z sind genormt. A, G, H, L, R, S, U, V gibt's auch, sind aber meist veraltete oder herstellerspezifische. Im Haushalt wirst du bei neueren Installationen vermutlich fast ausschließlich auf B treffen, selten auf C für einzelne Kreise. In alten Installationen stößt man auch häufig noch auf H oder L, insbesondere bei Schraubsicherungen, die sich aber sehr ähnlich wie das aktuelle B verhalten.
Beim RCD ("FI-Schalter"/"Schutzschalter") gibt's Einteilungen nach Fehlerstromform: A, AC, B, B+ und F. Meist trifft man wohl im Bestand auf Typ A (so auch im Bild in Beitrag #17). AC ist nicht mehr zulässig. In neueren Installationen (z.B. mit Photovoltaik auf dem Dach) stößt man vermutlich auch auf B.

Können, können das bestimmt einige nur dürfen, dürfen es nur ganz wenige, vor allem wenn, wie hier, es sich um Fremdeigentum handelt und man sich Haftungsprobleme einfangen kann, die man nicht haben möchte.
Das ganze ist tatsächlich ganz schön kompliziert. Elektroarbeiten dürfen Laien nicht durchführen. Aber: Instandhaltungsarbeiten sind wohl erlaubt. Auch für den Laien. Und der Tausch einer defekten Dose fällt genau darunter. Dann bleibt aber immer noch, dass die Installation dem Vermieter gehört. Und ja, wenn du Mist gebaut hast und am Ende kommt's zum GAU (Hütte brennt wegen Problemen mit der Elektroanlage oder Personenschaden/Stromunfall), dann zahlt ggf. keine Versicherung mehr, wenn rauskommt, dass du da selbst rumgefummelt hast. Daher gerade in einer Mietwohnung: Mit dem Vermieter sprechen und nicht selbst fummeln.
Ja, ich hab solche Sachen in meiner alten Wohnung auch selbst gemacht. Aber ich hatte dafür auch einen "Freifahrtschein" von meinem Vermieter und gelte durch meine Bildung durchaus als Elektrofachkraft (auch wenn ich keine Elektriker-Ausbildung in dem Sinne habe). Damit darf ich schon etwas mehr - aber immer noch nicht alles, denn damit bin ich natürlich trotzdem nicht beim EVU eingetragen.

Ja ohne Sicherung raus mache ich da nix.
Und da ist schon das Problem. Es gibt fünf Grundregeln. Das hier ist nur eine davon, nämlich die erste ("Freischalten"). Danach folgt noch: Gegen Wiedereinschalten sichern. Spannungsfreiheit feststellen. Erden und kurzschließen. Benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken/abschranken. Jetzt kann man beim Tausch einer Steckdose darüber diskutieren, ob es überhaupt benachbarte, unter Spannung stehende Teile, gibt. Und vermutlich wird auch kein Elektriker da irgendwas erden/kurzschließen. Aber die anderen Regeln sind unbedingt einzuhalten. Insbesondere Spannungsfreiheit feststellen. Man stößt auf die wildesten Installationen! Nicht selten hängt dann doch eine Steckdose oder ein dahinter durchgeführtes Kabel an einem anderen Stromkreis als der, den man abgeschaltet hat - daher unbedingt messen!
Wenn man es wirklich "sauber" erledigen will, würde ich auch nicht nur die Kabel von der alten Dose ab- und an der neuen Dose anklemmen, sondern hinterher auch die Dose noch durchmessen. Und dazu reicht es nicht, nur die Strippen eines Multimeters mal an beide Kontakte zu halten. Schleifenimpedanz, RCD Auslösezeit und -strom und Iso-Widerstand bekommst du alles damit nicht raus. Und diese Werte sind ziemlich wichtig! Im Normalbetrieb fällt ein Problem damit nicht auf, das Gerät funktioniert natürlich trotzdem, so lange L und N da sind. Aber im Fehlerfall entscheiden die genannten Parameter darüber, ob LS/RCD korrekt und schnell genug auslösen oder ob stattdessen gefährlich hohe Berührspannungen auf anderen (!) Metallgehäusen (Waschmaschine, Heizkörper, Wasserhahn, ...) auftreten und/oder Leitungen überhitzen (Brand!). Daher können Probleme mit den genannten Werten im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden und sind daher wichtig zu checken. Und das geht wie gesagt nicht mit einem Multimeter.
 
Ok ich kontaktiere die Tage mal den Vermieter. Danke erstmal, und nein, es ist eine analoge Sat. Da bin ich sicher, die habe ich im Schlafzimmer und Kinderzimmer auch.
 
Auch analoge SAT-Anschlüsse sind AFAIK verschraubt - ein Coaxkabel für TV und Radio. Vermutlich wurde aus Bequemlichkeit und Spargründen das alte Antennenkabel einfach an die SAT-Schüssel angeschlossen, ohne die Dosen anzupassen. Die Imprdanz des Antennenkabels ist hierbei dieselbe: 75 Ohm.
 
Ja, das kann gut sein, jedoch wird dann idR. ein Adapter benötigt quasi von IEC Steckstecker auf F Schraubstecker :)

Analog über SAT solltest Du inzwischen aber keinen Empfang mehr haben über Astra, da seit mehr als 10 Jahren alles digitalisiert ist.

MFG
Novartisde
 
Das war ein Neubau und nein wir verwenden das nicht mehr. Es kam eine neu Schüssel mit anderen Kabel verlegt.
 
nach dem ausschalten den Stecker ziehe dass der FI rausfliegt.
Ich hatte einen ähnlichen Fall bei uns in der Küche. Der Grund ist relativ simpel: es gab wegen Stecker-Stiftlänge und Dose die Möglichkeit durch Verkanten, daß ein Stift noch Kontakt in der Dose hatte und der zweite an die Schutz(erde)-Kontakte kam. Wenn dadurch Nulleiter und Schutzerde gebrückt werden, fliegt (je nach übrigem Netzbetrieb) der FI raus, nicht die Sicherung. Wenn das eine Mehrfachdose ist, den festen Sitz der Steckdose dazu auch mal nachprüfen. Bei festsitzender Abdeckung sollte rein mechanisch bei Normsteckern diese Art Kontakt nicht möglich sein.

Die zweite (wahrscheinlichere Variante) ist ein Bruch der Isolation in der Zugentlastung des Steckers. Passiert auch bei Leuten, die nicht am Kabel ziehen, sondern ordentlich am Stecker :-) .

FI anstatt Sicherung ist jedenfalls immer ein Zeichen, daß Nulleiter und Schutzleiter Kontakt hatten. Kannst Du per (isoliertem) Meßkabel locker testen / nachvollziehen, falls Du Dich traust ..................... :cool:

Gruß Peter
 
Kannst Du per (isoliertem) Meßkabel locker testen / nachvollziehen, falls Du Dich traust
Erstens weiß er gar nicht ob der Null auf dem linken oder rechten Kontakt verschraubt bzw. geklemmt ist und zweitens was soll der dann aus diesem Test als Erkenntnis ziehen? Der FI scheint ja zu funktionieren. Außerdem ist das ziemlich gefährlich wenn man nicht weiß was man tut. Also ich rate von diesem "Test" definitiv ab.
 
Erstens weiß er gar nicht ob der Null auf dem linken oder rechten Kontakt verschraubt ist
Das merkt er dann schon, und ich habe "isoliertes" Kabel geschrieben, inkl. Sonnenbrille auf dem Smiley. Ich denke, wir sind hier unter Erwachsenen, und schätze, daß @AndreasBloechl den Post schon richtig versteht.......... :-) .
Gruß Peter

BTW: Übergangswiderstände Nulleiter-Schutzkontakt sind so ziemlich das Übelste zur Fehlersuche, wenn es kein satter 0 Ohm Schluß ist.
 
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