Verge Sense Anwesenheitssensoren über Schreibtisch im Büro - Wie funktionieren die?

BMK

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Hallo zusammen,

im Zuge der Büroverdichtung wurden bei uns jetzt über den Schreibtischen "Verge Sense Anwenheitssensoren" angebracht. Laut Beschreibung auf der Homepage soll dadurch das Raumnutzungskonzept optimal überprüft werden können.

https://www.vergesense.com/occupancy-intelligence/data/area-sensor

Weiß hier zufällig jemand, wie genau diese Sensoren funktionieren, ob die z.b. per IR auf Wärme reagieren oder ob hier Fotos, etc. gemacht werden? Laut Beschreibung auf der Homepage sollen ja keine Gesichter oder Schriftzeichen erfasst werden... irgendwie trotzdem spooky :rolleyes:

vielen Dank und Grüße
BMK
 
Das ist ziemlich sicher eine Kamera mit Objekterkennung - ansonsten kann man keine Taschen etc. unterscheiden. Man sieht auf den Bildern auch mindestens eine Frontkamera (links unten). Rechts unten ist ein IR Sensor
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie groß ist eure Firma? Habt ihr einen Betriebrat?
Dieser wäre in dem Fall zu 100% mitbestimmungspflichtig nach BetrVG! Und ich bin mir ebenso sicher, dass, falls dieser vorhanden ist, keine Zustimmung erfolgte.

Natürlich muss hier mit Kameras gearbeitet werden. Ähnliche Konzepte sind mir nur in CoWorkingSpaces bekannt, wo man aber zustimmt, sobald man einen "Vertrag" dort abschließt.
 
Ich kann zwar nichts dazu beitragen wie sie genau funktonieren, aber wie sie nicht funktioniren.
Wenn zB im brute force Stil die Blenden mit Farbe überdeckt werden
(gibts nicht schon Farbsprühdronen?)
oder der etwas elegantere Ansatz einer mitm attacke zwecks manipulation des streams
um zB weisse Mäuse und rosa Elefanten einzufügen.
 
Ich kann zwar nichts dazu beitragen wie sie genau funktonieren, aber wie sie nicht funktioniren.
Wenn zB im brute force Stil die Blenden mit Farbe überdeckt werden
(gibts nicht schon Farbsprühdronen?)
oder der etwas elegantere Ansatz einer mitm attacke zwecks manipulation des streams
um zB weisse Mäuse und rosa Elefanten einzufügen.
Also ich sag mal so: Ein Arbeitgeber montiert solche Sensoren über dem Schreibtisch montiert, mit dem Zweck, die Mitarbeiter in irgendeiner Form zu überwachen. Wenn dann ein Mitarbeiter die Kameras/Sensoren mit Farbe besprüht, wäre das erstens Sachbeschädigung, zweitens wird der Arbeitgeber dann sicherlich nicht sagen "ah, hm, doof, jetzt seh ich ja gar nix mehr. Ok, dann lass ich das Ganze halt."

Ich sehe den (angeblichen, was wirklich dahintersteckt ist ja klar) Sinn nicht: Für die Erkenntnis "an einem durchschnittlichen Arbeitstag sind 19 von 25 Schreibtischen belegt" kann man auch einfach durchlaufen und zählen oder alternativ auswerten, wie viele Mitarbeiter an der Stempeluhr eingestempelt haben. Ich schließe mich der Meinung an - so eine Maßnahme ist aus meiner Sicht mitbestimmungspflichtig und wird bei einem vernünftigen Betriebsrat keine Zustimmung erhalten.
 
Mir erschließt sich auch nicht ganz wozu das gut sein soll. Wenn der Arbeitgeber wissen will wann wer gearbeitet hat, könnte er auch einfach die Computer auswerten. Die haben in Unternehmen eigentlich alle irgendwas installiert, um den Rechner für IT-Sicherheit irgendwie auszuwerten. Daraus kann man auch ableiten, wenn jemand eingeloggt war. Vor allem Internetverläufe werden eh rudimentär überwacht. (Stand so zumindest in jedem Wisch, den ich bei Vertragsabschluss in DAX Konzernen hab mit unterschreiben müssen).
 
Vielleicht lasst ihr erstmal wieder den TE zu Wort kommen!?
Da in Zukunft vielleicht noch andere Arbeitgeber auf ähnliche Ideen kommen, besteht wahrscheinlich ausreichend Interesse, das Thema auch ohne weiteres Zutun des Threaderstellers fortzuführen.
 
Betriebsrat wurde schon öfters erwähnet. Wir wissen allerdings nicht, ob es den a) im betreffenden Betrieb überhaupt gibt und b) ob es desbezüglich nicht schon eine Betriebsvereinbarung gibt. Aber wie auch immer, ich würde mal davon ausgehen, dass in so einem Fall der Betriebsrat auch von sich aus handeln wird, wenn es ihn denn gibt.

Grüße Thomas
 
Wenn man sich auf der vom TE verlinkten Webseite mal anschaut, wie die Dinger funktionieren, zählen die ja tatsächlich nur die Belegung des Arbeitsplatzes - ob und was da gearbeitet wird, spielt keine Rolle. Funktioniert also so ähnlich wie die Stellplatzüberwachung in einem Parkhaus mit Leitsystem.

Wenn das Unternehmen groß genug ist, kann das schon Sinn machen...

Mitbestimmungspflichtig ist es in jedem Fall.
 
Danke für die vielen Rückmeldungen, insbesondere zu den technischen Prozessen... dann wird jetzt also offenbar alle 2 Minuten die Belegung der Tische und Besprechungsräume überprüft und gespeichert.... wow
Arbeitgeber ist global unterwegs und ziemlich groß... BR gibt es, hat aber offenbar keine Einwände...
 
Da der Arbeitgeber in der Regel weiß, wer welchen Arbeitsplatz benutzt, kann er auch ohne eingebaute Kamera den Mitarbeiter doch damit ziemlich überwachen.
Z. B., wie oft und wie lange der Schreibtisch verlassen wird. Gefällt mir persönlich eher nicht.
 
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Arbeitgeber ist global unterwegs und ziemlich groß... BR gibt es, hat aber offenbar keine Einwände...
Ich würde mal nachfragen. Vllt. wurde das auch dem BR garnicht mitgeteilt.

Ansonsten würde ich tatsächlich eh mal drüber nachdenken, ob du bei dem Verein bleiben willst. Klingt ziemlich crazy. Von Verzierungen von Kameras würde ich Abstand nehmen (außer es machen tatsächlich alle MA, dann wäre es verdammt cool) - wenn du das alleine machst, kannst dafür richtig Probleme bekommen.
 
Na, wenn alle MA mitmachen, könnte man statt Verzierungen auch in einer Wochendendaktion die Sensoren alle abmontieren und in der Chefetage wieder anbringen.
 
Da der Arbeitgeber in der Regel weiß, wer welchen Arbeitsplatz benutzt, kann er auch ohne eingebaute Kamera den Mitarbeiter doch damit ziemlich überwachen.
Z. B., wie oft und wie lange der Schreibtisch verlassen wird. Gefällt mir persönlich eher nicht.
Spätestens seit 2020 greift gerade bei großen Unternehmen das Konzept Shared Desk immer mehr um sich (Kostensparung durch Entmietung, da durch zunehmend Mobilarbeit eh kaum noch alle Tische besetzt sind).
Für gewöhnlich reserviert man sich dabei einen beliebigen Schreibtisch im Unternehmen für einen Tag.
Ein BR ist für gewöhnlich mit ziemlich vielem d'accord, insofern es Rahmenvereinbarungen gibt, die festlegen, dass bestimmte Daten nicht zusammengeführt werden, damit keine mitarbeiterbezogene Leistungskontrolle stattfinden kann. In dem Fall also die Daten des Buchungssystemes und die der Platzanwesenheitskontrolle.
Wenn es eine eingeschränkte Anzahl an Arbeitsplätzen pro Team gibt, aus der man auswählen darf und das dann mit dem Verge Sense System zusammengeführt werden soll muss das Team eine Mindestgröße (für gewöhnlich 7-9 MA) haben, damit wieder keine Rückschlüsse auf einzelne MA gezogen werden können.
 
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