Wer DDR4-RAM braucht, sollte sich sputen

Mornsgrans

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Heise schrieb heute, dass die Preise für DDR4-RAM steigen, weil die Produktion reduziert wird:

Wer also am überlegen ist, ob er noch RAM braucht, sollte sich besser zeitnah entscheiden.
 
Ich baue in meine - und die für andere - gebauten PCs seit langem schon immer doppelt so viel RAM ein, wie für "normale" Anwender aktuell empfohlen wird. Derzeit also nicht 16, sondern 32 GB; als zu 8 GB geraten wurde, hab ich 16 GB eingebaut, usw. Diese Strategie hat sich sehr bewährt.
lol das ist eine "Lösung"? Kauf einfach immer mehr als du brauchst
 
In der Signatur stimmt definitiv was nicht, das Mainboard hat (da ITX) nur 2 Ramslots und DDR4 UDimm gibt es mit max. 32GB pro Stick. 64GB @3200 wären schlüssig.
Stimmt. Hmm. Muss ich mir beizeiten mal angucken.

@cuco bzgl Homeserver: was wolltest du denn aufrüsten?
Ach es geht weniger um die Mehrleistung als um das grausige Asrock-Mainboard. Ich war eigentlich immer ein Fan von Supermicro-Boards im Server und habe mir vor Ewigkeiten nach vielen vielen (damals mehr oder weniger sogar gewerblich) schlechten Erfahrungen mit Asrock geschworen, nichts von dieser Firma je wieder anzurühren. Naja, dann kamen die ganzen Lücken in Intel-CPUs und der noch viel frechere Umgang damit, so dass ich dachte, dass ich da mal zu AMD wechsel. Und sowohl Threadripper als auch Epyc waren einfach viel zu überdimensioniert, zu teuer und zu stromfressend für meine Anwendungen - nur die einzigen Server-Boards mit Ryzen-CPU waren von Asrock. Daher hatte ich keine Wahl und habe in den sauren Apfel gebissen und es nochmal probiert. Tja, Asrock ist immer noch Asrock, das Mainboard ist ein Graus. Von relativ hohem Verbrauch bei Idle/geringer Last verglichen mit den Supermicro+Intel-Kombinationen vorher noch ganz abgesehen, das ist noch das geringste Problem. Das Board hat einfach so unendliche viele Bugs. Und das IPMI zerhäckselt sich auch noch selbst. Immerhin hat Asrock mitgedacht: Der Flash vom IPMI ist gesockelt. Wenn sich das mal wieder zerlegt hat, kann man den Baustein rausziehen, extern löschen und neu flashen, wieder einsetzen und dann läuft es wieder. Aber das kann ja nicht die Lösung sein... Aus diesen Erfahrungen heraus wollte ich zurück zu Supermicro und Intel-CPU, das läuft wenigstens, und zwar auch stabil und ohne solchen "kuriosen" Bugs.
Ausgesucht hatte ich mir eigentlich mal ein Supermicro X13SAE-F. Dazu dann eine Intel CPU der 13. oder 14. Generation. Und DDR5, 128 oder ggf. 192GB. 2-3 SSDs, 2-Port 10 oder 25Gbit-Netzwerkkarte, SAS-Controller. Ggf. auch endlich mal ein vernünftiges Gehäuse wie z.B. das Supermicro CSE-846BE1C8-R1K23B4. Ggf. noch eine neue GPU für's Transcoding, wobei die jetzige Nvidia 1650 oder 1660 Super da einen guten Job macht.
Für andere Fälle (Freifunk) habe ich eine solche Config auch mal zusammengestellt und die ist inzwischen mehrfach in verschiedenen Rechenzentren für Freifunk im Einsatz.
Naja, angesichts der aktuellen Hardwarepreise schiebe ich das wie gesagt erst einmal auf.
 
Ich will mir gar nicht ausmalen, wo wir in 20 Jahren sind. Wenn ich die bisherige Entwicklung extrapoliere, brauchen wir dann vermutlich 32TB.
Naja, die letzten Jahre ist es aber nicht so stark gestiegen wie früher.

Ich mache mal zwei 17 Jahres-Sprünge von mir:

1991 -> 2008
2 MB -> 2 GB (Faktor 1000)

2008 -> 2025
2 GB -> 32 GB (Faktor 16)

Und es wird sich wohl auch hauptsächlich nach den Preisen richten. Wenn RAM teuer bleibt, wird nicht viel RAM in die Rechner eingebaut und neue Anwendungen / Betriebssysteme dürfen dann auch nicht speicherhungriger werden.
 
Ich kann nochmal ein "Update" geben. Die PC Preise werden bis zu 20% steigen, Grund : Festplatten und Ram Preise.
Wird wohl ab Januar soweit sein. Also lieber jetzt im Dez kaufen
 
Ich habe als mein erstes Thinkpad das T480s im Frühjahr 2024 gekauft.
Es hatte 8 GB RAM verlötet und einen Slot frei, also Single-Channel.
Ich habe dann bis vor kurzem ewig rumüberlegt, ob ich aufrüsten soll und dann wieviel.
Eigentlich reichte mir der RAM, einzig bei vielen Tabs im Browswer wurde es enger, gerade unter Winodws, aber es ging.
Zur Not gibt es auch noch Unload-Tabs für den Firefox.
Da ich nun seit einiger Zeit eigentlich nur noch Linux nutze, hat sich die Sache natürlich extrem entspannt.

Aufgeschreckt durch die extrem anziehende Preise für RAM, habe ich dann bei Ebay eine Suche für gebrauchten 16 GB DDR4-RAM laufen gehabt. Per Mail kam dann vor einem Monat ein Angebot für 35€ mit Versand für einen Micron-Riegel.
Ich habe ihn, warum auch immer, erst heute eingebaut. Läuft und hat im Leerlauf ca. 0,3 Watt Mehrverbrauch, ist also ok.
32 GB waren mir damals schon zu teuer, für das, dass ich sie eigentlich nicht brauchte.
Die jetzt insgesamt 24 GB, davon 16 GB im Dual-Channel, reichen mir jetzt dicke unter Linux und Office, mit Luft für eventuelle VM-Spielereien oder sonst was RAM-hungriges.
 
lol das ist eine "Lösung"? Kauf einfach immer mehr als du brauchst
Ja. Sowohl ich als auch die Leute, für die ich PCs zusammenstelle und -baue, nutzen die Geräte etliche Jahre lang; nicht selten über mehrere Windows-Versionen hinweg. Erst vor kurzem habe ich einen von "meinen" PCs, der nach dem Bau Windows 8 erhalten hatte, auf Windows 11 gehievt. Für Windows 8 mögen 16 GB damals "mehr als man braucht" gewesen sein, jetzt unter Windows 11 sind die 16 GB perfekt. Aber wehe, man hätte jetzt passendes RAM nachkaufen müssen...

Heute sind 32 GB RAM für Normaluser reichlich. Aber was wird in fünf Jahren, vielleicht bei Windows 13, sein? 🤔
Nur eins ist sicher: Weniger speicherhungrig werden Windows und Programme ganz bestimmt nicht.

Das wollte ich mit meinem Beitrag #75 ausdrücken: Zukunftsorientiert denken & kaufen.
 
Ja. Sowohl ich als auch die Leute, für die ich PCs zusammenstelle und -baue, nutzen die Geräte etliche Jahre lang; nicht selten über mehrere Windows-Versionen hinweg. Erst vor kurzem habe ich einen von "meinen" PCs, der nach dem Bau Windows 8 erhalten hatte, auf Windows 11 gehievt. Für Windows 8 mögen 16 GB damals "mehr als man braucht" gewesen sein, jetzt unter Windows 11 sind die 16 GB perfekt. Aber wehe, man hätte jetzt passendes RAM nachkaufen müssen...

Heute sind 32 GB RAM für Normaluser reichlich. Aber was wird in fünf Jahren, vielleicht bei Windows 13, sein? 🤔
Nur eins ist sicher: Weniger speicherhungrig werden Windows und Programme ganz bestimmt nicht.

Das wollte ich mit meinem Beitrag #75 ausdrücken: Zukunftsorientiert denken & kaufen.
Am besten alles doppelt und maximal kaufen im Leben. Man weiß ja nie :D
 
Am besten alles doppelt und maximal kaufen im Leben. Man weiß ja nie :D
Jetzt ziehst du's ins Lächerliche. 🙁

Natürlich wird nicht immer alles doppelt und dreifach gekauft. Wenn ich z. B. an den Beitrag #86 von @Crisser67 anknüpfe: Mein X270 ist mir ebenfalls Anfang 2024 zugelaufen und hatte 8 GB RAM. Wenn ich das Gerät nicht sowieso hätte öffnen müssen (Akkutausch), hätte ich's wahrscheinlich auch dabei belassen; es ist ein reines Mitnehmgerät und wird dann selten hoch belastet. So aber habe ich die Gelegenheit genutzt und mir "nur" 16 GB besorgt und eingebaut, obwohl auch 32 GB gegangen wären, aber die brauche ich hier definitiv nicht und Windows 13 wird das X270 wohl nicht mehr erleben. 😄

Wie ursprünglich gesagt: Mit "reichlich" RAM für Geräte mit längerer Lebensdauer habe ich schon oft sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich mache das also aus gutem Grund und nicht aus Jux und Dollerei.
 
Ich würde mich nicht wundern wenn die Preise aus unerfindlichen Gründen wieder sinken. Panik war noch nie ein guter Ratgeber.
Wenn die KI Blase platzt ja, sonst nicht. Bzw nicht in absehbarer Zeit.

Mir haben damals alle gesagt ich sei doof weil ich die 2TB SSD für meinen Desktop fast ein Jahr vor dem Rest des Computers gekauft hab. 80€ für eine der schnellsten PCIe 4.0 SSDs mit 2 TB hab ich seitdem nicht mehr gesehen - hat sich ausgezahlt😅
 
Aber in diesem Zusammenhang muss man doch mal MS loben (was ja selten genug vorkommt :ROFLMAO:):

Der Zeitpunkt "vor Oktober 2025", bis zu dem man lt. MS ältere, nicht mit Win11 kompatible PCs ausmustern und durch neue ersetzen sollte, war klug und kundenfreundlich gewählt. Im Sommer/Herbst war die Hardware noch relativ billig, heute muss man deutlich mehr zahlen.
 
Für Windows 8 mögen 16 GB damals "mehr als man braucht" gewesen sein, jetzt unter Windows 11 sind die 16 GB perfekt. Aber wehe, man hätte jetzt passendes RAM nachkaufen müssen...
Naja, 2019 zB haben 16GB DDR4 auch 120-140€ gekostet, 32GB >250€. Mit Ausnahme der letzten zwei Wochen hätte man seitdem viel, viel günstiger nachrüsten können.

Von relativ hohem Verbrauch bei Idle/geringer Last verglichen mit den Supermicro+Intel-Kombinationen vorher noch ganz abgesehen,
das liegt allerdings weniger am Board (wobei der BMC natürlich Mitschuld trägt) als daran dass die Chiplet-AMDs im Idle einfach ineffizient sind - die Kerne selbst ziehen einen Bruchteil eines Watts während der IO-Die munter 10-20 saugt, je nach Bestückung des Rams usw.. Mit einer Pro-APU würdest du da massiv einsparen, auch weil du dann die GTX raussschmeißen kannst
das ist noch das geringste Problem. Das Board hat einfach so unendliche viele Bugs. Und das IPMI zerhäckselt sich auch noch selbst. Immerhin hat Asrock mitgedacht: Der Flash vom IPMI ist gesockelt. Wenn sich das mal wieder zerlegt hat, kann man den Baustein rausziehen, extern löschen und neu flashen, wieder einsetzen und dann läuft es wieder. Aber das kann ja nicht die Lösung sein... Aus diesen Erfahrungen heraus wollte ich zurück zu Supermicro und Intel-CPU, das läuft wenigstens, und zwar auch stabil und ohne solchen "kuriosen" Bugs.
Ausgesucht hatte ich mir eigentlich mal ein Supermicro X13SAE-F. Dazu dann eine Intel CPU der 13. oder 14. Generation.
Grad bei Intel 13/14th gen wäre ich allerdings ebenfalls vorsichtig wg der Korrosionsprobleme. Ganz ehrlich: bevor du jetzt 1000 (?) € in neues Board (die W-Boards kosten bei Intel ja mind. 400€), CPU und Ram steckst probier doch einfach mal ein anderes Board. Das einzige andere Board mit IPMI ist leider genau so buggy aber ggf. reicht ja auch PiKVM? Gigabyte und Asus B550 für <100€ (~60€ gebraucht), Ryzen 5755g und du hast nen Server mit ~15w idle
 
Ja, wenn man ein einzelnes Modul nachkauft. Ich ziehe es aber vor, für den Dual-Channel-Betrieb zwei absolut baugleiche Module, in einem Set gekauft, zu verwenden.
Auch dann hat ein kompletter Austausch (bei 2 slots) deutlich weniger gekostet in den letzten Jahren. Klar, bei verlötetem Ram istdas sinnvoll mehr mitzunehmen aber bei tauschbarem Ram - insb 4 slots auf dem Desktop?
 
Als Randnotiz möchte ich festhalten, dass es sich schon ein wenig dekadent anfühlt, genau jetzt sein Hauptsystem auf ein DDR5-basiertes aufzurüsten und zwei oder drei DDR4-basierte Systeme mit insgesamt 64 bis 96GB RAM auszuflotten.
 
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