Zwei Dekaden Open Document Format (ODF): Offene Standards - ein Gewinn für die digitale Selbstbestimmung und Souveränität... Ein Projekt feiert ...;)

saint_nabor

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Zwei Dekaden Open Document Format (ODF): Offene Standards - ein Gewinn für die digitale Selbstbestimmung und Souveränität... Ein Projekt feiert ...;)

Liebe Thinkpad-Community,

gleich vorweg ein Statement: also - mein Thinkpad und Linux das ist gewissermaßen eins. Auf mein T 420 und auch auf mein X220 (bzw. T 520 ) da kommt mir nix anderes drauf als Freie Software - als Linux und auch LibreOffice /(nebst anderer freier Dinge).


Und die Open Document-Foundation - die hat einen dicken Grund zum Feiern.. Zwei Dekaden Open Document Format (ODF): Offene Standards - ein Gewinn für die digitale Selbstbestimmung und Souveränität....;)

und gleich vorweg: Ein sehr sehr schönes, mutiges und beispielgebendes Projekt für die praktische Durchsetzung der digitalen Souveränität - sieht man in der Umstellung von 30 Tsd Arbeitsplätzen in Schleswig Holstein auf LibreOffice.

Warum ODF so wichtig ist: ODF ist ein offenes, standardisiertes Dateiformat für Textdokumente (.odt), Tabellen (.ods), Präsentationen (.odp) und weitere Büroformate. Im Gegensatz zu proprietären Formaten wie Microsofts .docx oder .xlsx steht bei ODF der Quellcode offen, die Spezifikation ist frei verfügbar und kann von jedem implementiert werden – ohne Lizenzgebühren oder Abhängigkeiten.

Diese Offenheit hat zentrale Vorteile:
  • Langfristige Lesbarkeit und Archivierungssicherheit
  • Unabhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern
  • Förderung von Wettbewerb und Innovation
  • Stärkung der digitalen Souveränität öffentlicher Verwaltungen

Fragen an euch!
Nutzt ihr ODF im Alltag – beruflich oder privat?
Wie gut funktioniert der Austausch mit anderen Formaten wie .docx?
Welche Stolpersteine habt ihr erlebt? Welche Erfolgsgeschichten?


weitere Links und Quellen: Interessante und wichtige Infoseiten:

die Documentfoundation: https://www.documentfoundation.org/
LibreOffice-das Projekt: https://www.libreoffice.org/
Die Wikipediaseite: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Document_Foundation mit vielen vielen Infos zum Weiterlesen!
 
Ich hab meine Diplomarbeit 1994 auch mit StarWriter auf OS/2 geschrieben. ;)
 
Mir hat damals ein Buch zu Winword 2.0 (von DataBecker? ich weißes nicht mehr) viel geholfen. Damit war es am Ende kein Problem auch lange Dokumente mit allem PiPaPo zu erstellen, beim dem auch Verknüpfungen auf externe Jpg-Dateien richtig eingebunden und gedruckt wurden.
Selbsterklärend war das alles damals sicher nicht, aber ich glaube, dass all das mit OpenOffice oder dessen Vorgänger oder vergleichbaren Programmen damals auch kein so easy going war. Am ehesten vielleicht noch mit LaTex, dafür war da aber eine Rechtschreibkontrolle katastrophal bis unmöglich.

Grüße Thomas
 
Unter den WYSIWYG Editoren ist LibreOffice stand heute unerreicht. Wer wirklich auf Foss setzt kann auch seine MS Suite kurz bis mittelfristig ersetzen, ein Teil des Muscle Memory kann man noch weiternutzen! ODF ist ein wichtiges Fundament dafür, wenn nicht sogar der wichtigste Pfeiler.

Wenn ich aber das wüsste was ich jetzt weiss, dann würde ich alles was länger als 5 Seiten hat mit Latex schreiben. Ist wie Tag und Nacht. Keine verschwundenen Abschnitte und Paragraphen mehr. Rechtschreibhilfe ist auch kein Hindernis mehr.
 
Mir hat damals ein Buch zu Winword 2.0 (von DataBecker? ich weißes nicht mehr) viel geholfen.
Wenn mich nicht alles täuscht, war Winword 2.0 eher so um 1993 aktuell. Es war sicher gut für seine Zeit, aber das ist ja nicht der Vergleich. Vor 20 Jahren reden wir eher von Office 2003. Und da hat man sich vorrangig um Features gekümmert, wenig um Stabilität.

Selbsterklärend war das alles damals sicher nicht, aber ich glaube, dass all das mit OpenOffice oder dessen Vorgänger oder vergleichbaren Programmen damals auch kein so easy going war.
Tatsächlich: Es war sehr einfach. Mancher Komillitone hat gestaunt, als ich es mal vorgeführt habe. Für die ganze Diplomarbeit habe ich sicher höchstens eine Stunde mit der Internetsuche zu einem Problem mit OpenOffice verbracht. :)

Viele Grüße
tuxpad
 
Privat möchte ich mein Outlook eigentlich auch nicht missen, gerade was die Synchronisierung von Kalendern und Kontakten betrifft.
Du musst auf massive Schmerzen stehen, anders kann ich mir nicht erklären, wie man Outlook freiwillig außerhalb eines Arbeitskontextes benutzt.

Als ich vor 3 Jahren meinen Arbeitgeber gewechselt habe, war ich heilfroh, kein Outlook mehr benutzen zu müssen. LibreOffice Calc ist MS Excel in meinen Anwendungsfällen auch meilenweit überlegen - das erkennt ja wenigstens die Kodierung von CSV-Dateien automatisch, ohne sie erstmal umständlich in eine leere Arbeitsmappe importieren zu müssen.
 
LibreOffice Calc ist MS Excel in meinen Anwendungsfällen auch meilenweit überlegen - das erkennt ja wenigstens die Kodierung von CSV-Dateien automatisch, ohne sie erstmal umständlich in eine leere Arbeitsmappe importieren zu müssen.
Calc ist so nice. Wenn es aktiv weiter entwickelt wird und dem user weiterhin zum Vorteil gereicht dann sehe ich Excel auch nicht mehr als das Non PlusUltra
 
Wenn mich nicht alles täuscht, war Winword 2.0 eher so um 1993 aktuell.
Da täuscht du dich vermutlich nicht. Ich habe ja auch nicht erst zur Diplomarbeit mit der Textverarbeitung begonnen.
Mit 'nicht selbsterklärend' meinte ich, dass ich ohne ein Buch mit Erklärungen vermutlich wie viele andere auch an vielen Dingen gescheitert wäre. An Internet war damals auch noch nicht zu denken, helf dir selbst oder frage einen älteren Kommilitonen war eher Stand der Technik.


Jetzt im Ernst, Ihr benutzt Rechtschreibhilfe?
Hilfe brauche ich da nicht. Aber eine automatische Kontrolle bzgl. Tippfehlern ist schon Goldwert.


Du musst auf massive Schmerzen stehen, anders kann ich mir nicht erklären, wie man Outlook freiwillig außerhalb eines Arbeitskontextes benutzt.
Die Betonung liegt ja bei "Synchronisierung von Kalendern und Kontakten"
Mit der Outlook-App auf dem Handy und Tablet (beides Android bei mir) und den Kontakten und Kalender im Outlook-Konto ist das sowas von stressfrei, egal wo ich Änderungen vornehme. Die Anbindung von beidem an den E-Mail Teil von Outlook funktioniert natürlich auch problemlos.
Rein E-Mail schreiben und verwalten können alle großen Kandidaten mehr oder minder gleich gut (ist ja auch nichts hochkompliziertes). Diesbezüglich gibt es durch einen Wechsel kaum irgendwo eine nennenswerte Verbesserung und wenn man ehrlich ist, die Oberfläche von Thunderbird ist schon ziemlich altbacken.
Und nochmal zu Kalender und Kontakten: Bei meiner Frau und ihrem Samsung Handy mit Kontakten und Kalender im Google-Konto muss (meistens ich) doch schon mal nacharbeiten, damit die Einträge überall passen.

Grüße Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Betonung liegt ja bei "Synchronisierung von Kalendern und Kontakten"
Mit der Outlook-App auf dem Handy und Tablet (beides Android bei mir) und den Kontakten und Kalender im Outlook-Konto ist das sowas von stressfrei, egal wo ich Änderungen vornehme. Die Anbindung von beidem an den E-Mail Teil von Outlook funktioniert natürlich auch problemlos.
Rein E-Mail schreiben und verwalten können alle großen Kandidaten mehr oder minder gleich gut (ist ja auch nichts hochkompliziertes). Diesbezüglich gibt es durch einen Wechsel kaum irgendwo eine nennenswerte Verbesserung und wenn man ehrlich ist, die Oberfläche von Thunderbird ist schon ziemlich altbacken.
Und nochmal zu Kalender und Kontakten: Bei meiner Frau und ihrem Samsung Handy mit Kontakten und Kalender im Google-Konto muss (meistens ich) doch schon mal nacharbeiten, damit die Einträge überall passen.

Grüße Thomas
Hab ich bis vor ca. nem Jahr auch gedacht, dass ich zwingend Outlook kaufen müsste für die Kalender Synchronisation mit meinen Apple Geräten. Für mich ist die Kalender und Kontakte Synchronisation absolut entscheidend. Ich benutze zwei iphones und ein ipad zusammen mit Thunderbird auf meinen Windows-Rechnern und auf meinem Linux-Rechner. Es funktioniert 1A über CalDAV und App spezifische Passwörter, ohne jemals irgendein Problem gehabt zu haben. Und ich steh auf altbacken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr solltet nicht unterschätzen, daß man das am besten findet, was man kennt und mit dem man täglich umgeht.

Ich habe in meinem Leben vielfach Hardware und Betriebssysteme wechseln müssen und mich fast immer gefragt, wie man überhaupt mit dem neuen Kram gescheit arbeiten kann. Jetzt darf ich beruflich mit MS-Office unter Windows arbeiten und bin darin flüssig. Privat mache ich fast nur Linux und daher Libre Office, hauptsächlich Calc. Und dann frage ich mich immer, warum die bedingte Formatierung und die Grafiken so bescheuert zu bedienen sind. Ich kann mir aber vorstellen, daß jemand, der Calc jeden Tag bedient, das für die Top-Lösung hält.

Unterm Strich: wir sollten froh sein, daß es Libre Office gibt.
 
Nutzt ihr ODF im Alltag – beruflich oder privat?
ja. beides. Und zwar zu 100%. Nix MS (also Office, Win10 derzeit noch, wird aber zukünftig versucht durch Linux zu ersetzen).

Wie gut funktioniert der Austausch mit anderen Formaten wie .docx?
das, was wirklich nötig ist, klappt. Externe DOC sind allerdings hier gesperrt, vor allem bei eMails - lasse mir dann PDFs schicken.

Welche Stolpersteine habt ihr erlebt? Welche Erfolgsgeschichten?
s.o. - das grösste Problem ist aber ein von mir betreuter Laptop, den ich natürlich mit LO eingerichtet habe, und gleich ein 'wäh, wie geht das' bekam... Im Dienst wird dort O365 eingesetzt, bald auch W11 (das weigere ich mich anzufassen/zu installieren) :( - und das in einer Behörde...

SH wechselt angeblich ja ganz gross zu OS, aber deren IT-Dienst'leister' rollt gerade ganz gross W11 und O365 in Hamburg aus, wtf :(


Wie ich hier schon früher schrieb, arbeite ich in einer großen Organisation im öffentlichen Dienst und bei uns ist OpenOffice bzw. später LibreOffice seit vielen Jahren schon der Standard.
wow, cool! Wie ich gerade schon schrieb: Hier geht die Behörde voll auf O365, ich hoffe ja das die Trump-Problematik da jetzt einen Wandel vorantreibt, um von dieser Abhängigkeit wegzukommen!

Dann wird auch der Datenaustausch vom privaten zum Organisations-PC (sei es nun Behörde oder Verband) einfacher, aber das wird dauern...

Ich mach’ die Prophezeiung, dass angesichts der „Politik“ von MS die nächsten Jahre noch viel mehr Richtung Open Source gehen wird, bei Office und auch beim Betriebssystem.
definitiv. Auch Mr. Orange wird seinen Teil dazu beitragen - einer der wenigen Punkte, die ich positiv sehe :)
 
Bei mir teils/teils. Ich nutze privat wie beruflich kein Microsoft Office, sondern ausschließlich LibreOffice unter Linux. Für kollaboratives Arbeiten muss es allerdings oft Google Docs im Firefox sein, da kenne ich keine zufriedenstellende freie Alternative.

Private Office-Dokumente speichere ich immer als .odt und .ods, aber für den beruflichen Austausch speichere und verschicke ich .docx und .xlsx. Die Kompatibilität ist überwiegend in Ordnung, auch wenn es manchmal hakt. Ich bin in der glücklichen Position, dass meine Auftraggeber meist bereit sind, solche Problemchen in Kauf nehmen, um mit mir zu arbeiten.

Präsentationen erstelle ich in der Regel als .odp und präsentiere sich dann entweder direkt mit LibreOffice Impress, oder exportiere sie als PDF.
 
SH wechselt angeblich ja ganz gross zu OS, aber deren IT-Dienst'leister' rollt gerade ganz gross W11 und O365 in Hamburg aus, wtf :(

Dann wird auch der Datenaustausch vom privaten zum Organisations-PC (sei es nun Behörde oder Verband) einfacher, aber das wird dauern...
HH verwaltet sich doch AFAIK als eigenständiges Bundesland, kann also auch in eine andere Richtung rennen.

Datenaustausch zwischen privaten und beruflichen PCs? Wozu? Das soll gefälligst komplett unterbleiben.
 
Für kollaboratives Arbeiten muss es allerdings oft Google Docs im Firefox sein, da kenne ich keine zufriedenstellende freie Alternative.
Die heißt: Nextcloud mit Collabora Online (auf Libreoffice basierend)
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Domäne mit Nextcloud und Collobra Online kann man sich natürlich ab 8,50 € pro Monat mieten. Ein erst einmal kostenfreies Schnupperangebot, wie es Microsoft, Google, aber auch OnlyOffice bieten, ist dennoch sehr verlockend, zumal man sich nicht gleich Kosten 'ans Bein bindet', bevor man das Produkt überhaupt testen konnte. Marketing verstehen die Großen einfach ungleich besser.
 
Es gibt auch andere Alternativen. Z.b. Cryptpad - OS, gibt es von mehreren Anbietern, hier vom Ausgangsentwickler. Mit kostenlosen Tier:

Wobei das z.b. für die Tabellen wohl die OnlyOffice-Spreadsheets nutzen.
 
Guten Abend Liebe Thinkpad-Freunde, :D


.. Neuerdings gibt es doch ziemlich gute Nachrichten zum Thema Open Source-Umzug ( also der Weggang von MS ) in Schleswig Holstein
Nachrichten - die es zu teilen lohnt: Das Projekt in Schleswig Holstein - es kommt voran und scheint sich auch zu "rechnen".

Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich :: LibreOffice ersetzt Microsoft: Schon fast 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung sind auf die quelloffene Office-Lösung umgestellt. Letzte Aktualisierung: 04.12.2025


LibreOffice ersetzt Microsoft: Schon fast 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung sind auf die quelloffene Office-Lösung umgestellt.

Schleswig-Holstein ist einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer digital souveränen Verwaltung gegangen: Die Open-Source-Software LibreOffice ist der verbindliche Standard für Büroanwendungen in den Ressorts und Behörden des Landes. ""Auf nahezu 80 Prozent aller Arbeitsplätze, außerhalb der Steuerverwaltung, wird über sämtliche Ressorts hinweg mit der Open Source Büro-Software LibreOffice gearbeitet. Hier wurden Microsoft Office und Outlook bereits deinstalliert oder es erfolgt aktuell die Deinstallation."

und weiter: ..... Schleswig-Holstein spart mehr als 15 Millionen Euro an Lizenzkosten

""Wir setzen mit der Einführung von LibreOffice als Standard unsere Open Innovation und Open Source Strategie weiter konsequent um und stärken die digitale Souveränität des Landes. So reduzieren wir unsere technische und damit wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Herstellern"", sagte Schrödter. Damit erreiche das Land nach dem erfolgreichen Umzug von fast 44.000 E-Mail-Postfächern auf Open-Xchange als E-Mail-Lösung einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der Souveränitätsstrategie

vgl. https://www.schleswig-holstein.de/D...kel2025/IV/251204_cds_digitale_souveraenitaet


darüber hinaus: .... Minister sieht in Open-Source-Software „wirtschaftliche Chance“ Artikel vom 8.12.


Schleswig-Holstein stellt als erstes Bundesland seine Verwaltung auf Open Source um. Landes-Digitalminister Dirk Schrödter über digitale Souveränität, Sparpotenzial und Lehren für den Bund. Schleswig-Holstein schlägt bei digitaler Souveränität in Deutschland einen Sonderweg ein. Während andere Länder zögern, hat Kiel seine Verwaltung größtenteils von Microsoft-Produkten gelöst. „Die gute Botschaft ist: Digitale Souveränität durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen ist machbar und schaffbar und wirtschaftlich umsetzbar“, sagt Digitalminister Dirk Schrödter im Gespräch mit ...

.....sieht doch ganz gut aus... :D :D

euch allen noch einen schönen Abend, :)

viele Grüße
Saint Nabor :)



by the way:

und ja: Das Bundesheer Österreichs ist so gut wie fertig, auf LibreOffice umzusteigen, um Abhängigkeiten zu entgehen.

vgl. https://blog.documentfoundation.org...witches-from-microsoft-office-to-libreoffice/

Das Projekt ist ja imho bereits schon abgeschlossen.
 
  • ok1.de
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