SSDs waren aber auch etwas, was nicht maßgeblich vom Notebookmarkt kam - Flash-Speicher kam auch von den Mobilen Geräten. So richtig durchgesetzt haben sich SSDs aber auch erst mit den Ultrabooks - da diese Pflicht sind (bzw. bei günstigen Geräten eben diese Cache SSDs) und weil Festplatten nicht in die dünnen Gehäuse passen.
Bei Notebooks selbst gab es wirklich fast Null Weiterentwicklung vor den Ultrabooks - im Gegenteil, Billig-Notebooks für 400 € haben geboomt wie nie zuvor vor den Ultrabooks. Seit 2011 ist der Durchschnittspreis für Notebooks aber wieder angestiegen - was nicht nur für die Hersteller positiv ist, sondern auch für die Konsumenten, weil sich der Wettbewerb dadurch wieder etwas vom "Billig Billig"-Preiskampf wegbewegt, hin zu höherwertigen und besseren Geräten.
Ultrabooks bringen tatsächlich die Entwicklung in vielen Bereichen voran - neue Eingabemethoden und -geräte (z.B. Synaptics Forcepad), neue und bessere Gehäusematerialien (weil auch dünne Gehäuse eine gewisse Stabilität bieten müssen), neue dünnere und schnellere Ports (USB 3.1) generell in fast allen Bereichen Fortschritte, die in den Jahren zuvor nicht absehbar waren (eben weil die Hersteller nun härter arbeiten müssen um die Komponenten dünner und kleiner zu machen). Wenn man die Lineups der Hersteller von heute und von 2010 vergleicht gibt es fast überall Fortschritte (auch wenn es keine 7-row Tastaturen mehr gibt, ich weiß).
Smartphones und Tablet haben etwas damit zu tun - sie haben den Stein des Anstoßes gegeben, dass sich etwas am Notebookmarkt ändern muss, weil dieser sonst kollabiert wäre.
Sondern, dass Thinkpads klassischerweise Produkte waren, die - viel mehr als andere Notebooks - dem "form follows function"-Gedanken verpflichtet waren.
Das ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube - Richard Sapper selbst hat gesagt, dass der richtige Ansatz nicht pures "Function over Form" ist, sondern "Function and Form" - das war auch schon immer der Grundsatz bei ThinkPads. Auch ältere ThinkPads hätte man noch mehr nach der Funktion ausrichten können - dann wären sie aber Toughbooks, bei diesen ist es wirklich "Function over Form" - bei ThinkPads war das nie der Grundsatz, ein gutes Design war schon immer wichtig.
Und da die Ultrabooks in ihrem Kern eher eine "Form over Function"-Veranstaltung sind (man nimmt ein paar Nachteile in Kauf, damit's schick aussieht)
Das müssen sie aber nicht sein, und das sind sie auch nicht vollkommen. Das gilt für viele Consumerultrabooks - bei ThinkPad-, Elitebook- und Latitude-Ultrabooks in dieser extremen Form. Wie gesagt: Es kommt auf die richtige Balance zwischen Funktion und Form an.
Die erste Generation Ultrabooks hatte doch gar keine lange Akkulaufzeit, im Gegenteil...Komponenten wie CPU, SSDs, Bildschirme etc sind keine Ultrabook-Erfindungen
Da gibt es aber eine Verbindung: Eben weil Ultrabooks kleinere Akkus, weniger Raum usw. bieten entwickeln sich die genannten Komponenten weiter, werden kleiner, stromsparender etc.
Deswegen ist die heutige Ultrabook Generation auch viel besser als die 1. Generation oder die 2. Generation. Ich sage auch nicht dass Ultrabooks perfekt sind - aber ein Fortschritt sind sie schon.