Und warum ist das T430u dann günstiger als das "nicht Ultrabook" T430s? Man muss für das Wort "Ultrabook" kein Premiumbetrag bezahlen.
Na, das ist einfach...
Wegen der Bildschirmauflösung, den wegelassenen Schnittstellen, den ULV-CPUs (laut Intel-ARK billiger), der schlechteren dedizierten Grafikkarte, das ist alles billiger.
Und dann noch meine Meinung dazu, ob es klassische Thinkpads wieder geben sollte:
Hoffentlich nicht! 16:10 steht 4:3 in quasi nichts nach, und auch mit 16:9 kann ich besser leben als mit 4:3.
Die meisten Programme, welche ich nutze, profitieren schon aus Prinzip von einer Widescreenauflösung, Video und Bildbearbeitungsprogramme zum Beispiel, auch zwei Explorerfenster, mit Visual Studio weiß ich auch nichts unter 4:3 anzufangen, mit LabView genau so wenig, ViM kann man auch super auf einem Widescreen nutzen, Excel und OneNote machen mit einem Widescreen auch mehr Spaß.
Klar, wenn ich nur einen Text in Word tippe wäre der Horizontale Platz sinnlos, aber zum Glück tue ich dies quasi nie, ohne daneben noch ein zweites Fenster offen zu haben, einen Browser, Musikplayer oder IM-Client. Muuuuulittasking!
Und den Sprung von 16:10 auf 16:9 kann ich bei den 14-Zoll-Thinkpads, welche ja meine Wahlheimat sind, sehr gut verkraften, immerhin ist horizontaler Platz hinzugekommen, während der vertikale Platz nicht angetastet wurde, 1440x900 gegen 1600x900, da ist mir letzteres natürlich lieber.
Und Widescreenauflösungen sind kein Seeschlitz. Beim Menschen befinden sich beide Augen nebeneinander, dadurch ist unser Sehfeld von Natur aus ein Widescreen, nix Sehschlitz!
Klar, die Neuerungen betreffen nicht nur den Bildschirm. Auch ansonsten gefallen mir die neuen ThinkPads sehr viel lieber, nachdem ich die letzten zwölf Stunden in einem Raum mit einem T400 und zwei T430 verbracht habe.
Hat jemand mal die Internen Lautsprecher genutzt beim T400? Ich hoffe nicht. Ansonsten beschränken sich die wesentlichen Unterschiede auf die Tastatur, und auf das neue aufgeräumte Design.
Über die Tastatur lässt sich echt streiten, ich hingegen tippe grade auf ihr, und finde sie echt gut, das alte Layout war aber wohl durchdachter, mit der neuen Tastatur sehen die Thinkpads aber sehr viel moderner aus, und ich und ein Freund von mir haben grade erst vor ein paar Tagen gemutmaßt, das lenovo anscheinend versucht, die Thinkpads "raus aus dem grauen Büro" zu hohlen, und dazu trägt diese Tastatur ziemlich bei. Das neue Design übrigends auch.
Das T430 hat wesentlich weniger Info-LEDs als das T400, kann man durchaus als Manko sehen, man kann es aber auch als simple Vereinfachung sehen. Dem gegenüber steht der Mikrofon-Mute-Knopf, den finde ich sehr praktisch, und den gab es früher nicht.
Und zu der Diskussion um Ultrabooks hab ich natürlich auch was zu sagen!
Ich finde die Dinger im Prinzip echt klasse, jedoch gibt es immer noch Anwender, welche viel Leistung brauchen. Wer ein ThinkPad aber nur als Schreib und Präsentationsmaschine nutzt, kann natürlich gut ein Ultrabook nutzen.
Ich persönlich werde mir wohl die nächsten Jahre kein Ultrabook zulegen, dafür brauche ich einen Ultrabay zu dringend, ganz zu schweigen von der Leistung, es kompiliert und rendert sich schneller, wenn die CPU eine höhere Taktrate hat. Und auf VGA will ich partout nicht verzichten, obwohl die Industrie da anderer Meinung ist, genauso will ich auf USB-Ports verzichten, auf Ethernet schon garnicht, und da habe ich bisher nur ein Toshiba-Ultrabook gesehen, welches VGA und Ethernet hatte, aber das kam natürlich wegen der Leistung nicht in Frage.
Kurzum: Ich finde nicht, das wir ins zwanzigste Jahrhundert zurückkehren sollten, die Thinkpads sollten weiter evolutioniert werden, aber nicht direkt revolutioniert. Ultrabooks finde ich schön, allerdings sollte es zu ihnen keinen Zwang geben, man könnte dem Konsumenten einfach die Wahl geben, wer schon ein Thinkpad kaufen will, ist damit vielleicht auch nicht so sehr überfordert.