X1xxe Was machen mit X100e (single core)?

tuxpad

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Hallo Zusammen,

ich habe die Tage mal etwas aufgeräumt und ein paar alte Rechner flott gemacht und für einen guten Zweck abgegeben. Eigentlich wollte ich auch noch einen X100e abgeben, allerdings ist das gute Stück noch so gut in Schuss und die Tastatur gefällt mir richtig gut. Testweise habe ich mal Suse Tumbleweed installiert, das geht so leidlich, aber wenn ich mal einen Firefox starte, ist der Prozessor direkt zu 100% ausgelastet und wird dabei extrem heiß. Also nicht praktikabel.

Gibt es evtl. irgendwelche Hardware-Mods, die für etwas mehr Leistungsfähigkeit sorgen? Da das Hardware Maintenance Manual auch für das X120e gilt, frage ich mich z.B. ob man wohl ein entsprechendes Board daraus verbauen kann?

Ansonsten habe ich spaßeshalber mal versucht Haiku zu installieren, vom Stick läuft das erwartungsgemäß recht flüssig, der Versuch einer Installation endete in einer Grub-Bootloop. Erfahrungswerte hier werden auch gern genommen.

Bliebe nur noch, wieder ein XP zu installieren, aber das wäre für mich irgendwie die am wenigsten befriedigende Lösung.

Was würdet Ihr tun? Wirtschaftlich muss dass nicht ganz vernünftig sein, würde durchaus auch nochmal € 100,-- in das Maschinchen investieren.

Vielen Dank für Euren Input!

Viele Grüße
tuxpad
 
Tatsächlich ist es wirklich arg soll limitiert. Auch hier wäre Batocera rauf, 8bitdo Gamepad und man hat ne kleine Gamingstation. Da der AMD Neo auf ehrlich nichts kann, wäre mir weiterhin eine Schreibmaschine eingefallen.

Irgendwer sagte mal, suche nicht den Nutzen für ein Gerät sondern suche ein Gerät für den Nutzen.

Aber ich kann dich vollends verstehen, sieht auch echt schick aus das Gerät.
 
Der Ansatz "suche nicht den Nutzen für ein Gerät sondern suche ein Gerät für den Nutzen" gefällt mir!

Ja, tatsächlich wäre zur Not auch eine "Schreibmaschine" ok, dafür wäre sogar tumbleweed auf der SSD schnell genug. Aber natürlich habe ich die Hoffnung, dass jemand noch mehr Optionen kennt. 😇

Viele Grüße
tuxpad
 
Bliebe zu klären, ob die AMD Radeon HD 3200 Grafik noch unterstützt wird. Anderenfalls bliebe nur eine etwas ältere Distribution übrig.
 
Bliebe zu klären, ob die AMD Radeon HD 3200 Grafik noch unterstützt wird.
AMD-GPUs werden (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) im Grunde ewig von Linux unterstützt. Vor 5 Jahren habe ich noch eine damals fast 30 Jahre alte ATI Rage II unter Linux betrieben, theoretisch mit Hardwarebeschleunigung. Praktisch war es aber eine reine 2D-Karte, denn mit den Möglichkeiten eines 3D-Beschleunigers aus den 90ern ließ sich 2020 kein Blumentopf mehr gewinnen.

Der MV-40 ist doppelt so schnell wie ein Atom N270. Wenn man da einen halbwegs sparsamen Desktop (LXDE, Mate, XFCE) und einen wirklich schlanken Browser (Netsurf, Surf) nimmt, dann läuft das brauchbar schnell.
Für die Websites wo der schlanke Primärbrowser nicht ausreicht, könnte man probieren, ob Epiphany etwas schneller ist als Firefox. Insgesamt wird man sich aber bei nur ein oder zwei GB RAM etwas in Disziplin üben müssen, was die Anzahl der Tabs angeht.
 
Den Speicher aufrüsten auf 2x2GB DDR2, denn selbst diese eher ältliche CPU profitiert etwas von Dual-Channel, zudem könnte man die HDD durch eine SSD ersetzen.
Als OS könntest du mal MiniOS ausprobieren - das hatte ich auf einem Celeron 847 in Benutzung.
 
Haiku sollte auf dem Gerät laufen, bootest du mit BIOS oder UEFI?
Warum Grub, Parallelinstallation mit Linux?
 
Bliebe zu klären, ob die AMD Radeon HD 3200 Grafik noch unterstützt wird. Anderenfalls bliebe nur eine etwas ältere Distribution übrig.
Das sieht gut aus, Suse tumbleweed ist ja eine ziemlich aktuelle Distro mit xfce, die lief soweit ganz gut.
Du könntest ein Raspberry PI oder sowas reinbasteln
Über so etwas habe ich auch schon nachgedacht. Die Schnittstellenbuchsen und GPIO-Stecker könnte ich ablöten und mit Litzen an die entsprechenden Schnittstellenausschnitte im Gehäuse führen. Mein Problem ist allerdings der Anschluss von Tastatur und Display. Wenn jemand dafür Lösungen kennt: Als her damit! :)
Der MV-40 ist doppelt so schnell wie ein Atom N270. Wenn man da einen halbwegs sparsamen Desktop (LXDE, Mate, XFCE) und einen wirklich schlanken Browser (Netsurf, Surf) nimmt, dann läuft das brauchbar schnell.
Diese Browser kannte ich noch nicht, schaue ich mir mal an, Danke für den Tipp!
Den Speicher aufrüsten auf 2x2GB DDR2, denn selbst diese eher ältliche CPU profitiert etwas von Dual-Channel, zudem könnte man die HDD durch eine SSD ersetzen.
Als OS könntest du mal MiniOS ausprobieren - das hatte ich auf einem Celeron 847 in Benutzung.
Dual Channel Bestückung habe ich bereits, allerdings noch 2*1GB. Wenn ich ein brauchbares OS gefunden habe, werde ich aber definitiv noch aufrüsten.
MiniOS kannte ich auch noch nicht, vielen Dank!
Haiku sollte auf dem Gerät laufen, bootest du mit BIOS oder UEFI?
Warum Grub, Parallelinstallation mit Linux?
Ich bin mir ziemlich sicher dass ich mit Bios boote bzw. das das X100e noch kein UEFI hat.
Bzgl. Grub: Ich dachte, das kam vom Haiku-Installer. Ich habe einfach mal eine ganz leere SSD eingesetzt und eine Haiku-Partition im Installer eingerichtet.

Viele Grüße
tuxpad
 
Zuletzt bearbeitet:
Teste das nochmal, lösch die Disk mit Live-Linux
wipefs -a /dev/sda
Dann Haiku installieren, eine große BFS Partition (Index anhaken)

Be UEFI Boot muß man die EFI Files von Hand kopieren, mit BIOS geht das einfach
 
Teste das nochmal, lösch die Disk mit Live-Linux
wipefs -a /dev/sda
Dann Haiku installieren, eine große BFS Partition (Index anhaken)

Be UEFI Boot muß man die EFI Files von Hand kopieren, mit BIOS geht das einfach
Erstmal ein Hinweis: Vorsicht beim Gerätenamen. Wenn ich vom Stick boote, ist der üblicherweise sda. Sollte man auf jeden Fall checken, sonst killt man sich nur den Bootstick und wundert sich...;)
Edit: Habe es gerade mit Lubuntu probiert: Da wird die Platte tatsächlich als sda gemountet.

Eigentlich hatte ich alle Partitionen mit parted gelöscht und neu angelegt. Vielleicht hatte ich vergessen, den Index anzuhaken? :unsure:
Werde ich vermutlich nochmal ausprobieren, vielen Dank!
Und wenn nicht reinbasteln, dann vielleicht aber als VNC Server laufen lassen und den X100 einfach nur als Clienten laufen lassen.
Das wird der jawohl noch schaffen.
Hatte ich mir auch mal angesehen, aber das wäre dann keine portable Lösung mehr, den Raspberry müsste ich dann ja zusätzlich mitnehmen und per Ethernet-Kabel anschließen.

Im Moment tendiere ich dazu, zunächst eine passende Linux-Distro zu finden, weil mir diese mehr Möglichkeiten eröffnet als Haiku. Wenn das nicht praktikabel ist, werde ich Haiku installieren.
Sicherheitshalber werde ich auch nochmal die Wärmeleitpaste auffrischen und Ausschau nach weiterem DDR2-RAM halten.

Ich muss nochmal meine Frage aus dem Eingangsposting aufgreifen: Weiss jemand, ob ein Board aus dem X120e passen würde? Hintergrund meiner Frage ist, dass für X100e und X120e das gleiche HMM genutzt wird, weswegen ich hoffe, dass das Board in den Abmessungen und der Peripherie kompatibel wäre.

Viele Grüße
tuxpad
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob die Anschlüsse bei X100e und X120e an der selben Stelle liegen?
 
Ob die Anschlüsse bei X100e und X120e an der selben Stelle liegen?
Guter Hinweis! Ich habe mal verglichen:

Das X120e hat zusätzlich einen HDMI-Ausgang auf der linken Seite an der gleichen Stelle wie einer der USB-Ports auf der linken Seite, dafür wanderte der USB-Port dann auf die rechte Seite nach hinten kurz vor die Stelle, wo beim X100e die Öffnung für das Kensington-Schloss liegt.

Es könnte passen, würde aber auf jeden Fall zusätzliche Ausschnitte im Gehäuse erforderlich machen.
Nachtrag: Die Abmessungen werden absolut identisch angegeben.

Viele Grüße
tuxpad

P.S.: Die Tests könnte man evtl. auch im Thinkpad-Wiki verlinken, habe da leider keinen Zugang.
 
RAM aufrüsten, SSD rein und dann via Remmina oder alternativ-CLient mittels RDP oder VNC auf nen Rechner konnektieren. Würde RDP nehmen skaliert schöner :). Somit hast dein Tipgefühl und Leistung.
 
So, mal eine kleine Zwischenmeldung (am X100e geschrieben):

Aktuell läuft das Gerät unter Sparky Linux (minimal, x686). Das ist so schlank, dass selbst die aktuell nur 1,75GB freien Speicher (ein Teil geht an die interne Grafik) großzügig bemessen erscheinen. Im Gegensatz zu Suse Tumbleweed braucht der Desktop selten mehr als 6% Prozessorlast (bei Tumbleweed waren es meist 16%), selbst der Firefox ESR, der hier standardmäßig mitkommt ist nutzbar (wenn er auch etwas Geduld fordert), bei Tumbleweed brauchte der Firefox nach dem Start 100% Prozessorlast. Jetzt schaue ich mir mal weitere Browser an. Der oben empfolene Netsurf ist schnell, unterstützt aber auch kein JavaScript, daher sind nicht alle Seiten nutzbar.

Wie geht es weiter? Von Dr.Strangelove bekomme ich 2*2GB (tausend Dank dafür!), eine 250er Samsung SSD ist schon im Rechner. Nächster Schritt wird die Erneuerung der Wärmeleitpaste sein. Und vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, wo ich einen neuen (und vertrauenswürdigen Nachbau-) Akku bekommen kann.

Vielen Dank an alle, die mir soweit geholfen haben!

Viele Grüße
tuxpad
 
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