Wer DDR4-RAM braucht, sollte sich sputen

Mornsgrans

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Heise schrieb heute, dass die Preise für DDR4-RAM steigen, weil die Produktion reduziert wird:

Wer also am überlegen ist, ob er noch RAM braucht, sollte sich besser zeitnah entscheiden.
 
Den Teufel werde ich tun. Mein DDR4-PC läuft prima; ich werde die Krise einfach aussitzen. ;)
Der DDR5-Speicher war vorhanden und mir scheint es so, dass aus irgendwelchen Gründen die Gebrauchtpreise von DDR5-basierten Plattformen gerade einen Nachfrageknick erleben, was eine Aufrüstung durchaus charmant erscheinen lässt.
 
Als Randnotiz möchte ich festhalten, dass es sich schon ein wenig dekadent anfühlt, genau jetzt sein Hauptsystem auf ein DDR5-basiertes aufzurüsten und zwei oder drei DDR4-basierte Systeme mit insgesamt 64 bis 96GB RAM auszuflotten.
Na, das kann man so nicht pauschal sagen. Man braucht jetzt einen neuen PC (alter defekt z.B.)? Dann hat man wenig Wahl. Man braucht mehr Ressourcen für seine Projekte/Arbeit/...? Dann hilft's nix.
Dass die aktuellen Plattformen voll auf DDR5 setzen ist ja auch wenig verwunderlich - klar, es setzt ja auch heute keiner mehr auf DDR3, schließlich gibt's bessere Nachfolger. Ähnlich sieht's mit DDR5 aus - die neuen Generationen setzen darauf, DDR4 "stirbt" halt aus, so wie alle seine Vorgänger aus.
Wer einen Ryzen aus der 9000er oder 7000er Serie kauft, braucht ein AM5-Mainboard und kommt um DDR5 nicht herum. Da müsste man schon zu Ryzen 5000 auf AM4 greifen, dann ist man aber teilweise bis zu 5 Jahre alt, die AM4 Plattform ist noch viel älter (bald 9 Jahre) - nur um DDR4 nehmen zu können, der aber ja auch im Preis steigt. Bei Intel sieht's nur wenig besser aus. Mit Core Ultra 200 CPU auf Sockel 1851 ist man auch bei DDR5. Erst ab Core i-14000 auf Sockel 1700 (oder älter) bekommt man DDR4-Mainboards. Und wie gesagt, DDR4 steigt ja ebenfalls. Wer also jetzt kaufen *muss*, hat keine Wahl.
Klar, alle anderen sollten in der aktuellen Situation lieber warten.
 
Wer also jetzt kaufen *muss*, hat keine Wahl.
Ich - bzw. zwei Leute, für die ich kürzlich einen PC gebaut habe - hatten Glück. Im August/September alle Teile bestellt, und da waren 32 GB DDR5-RAM noch für ~90 € zu kriegen. Aber du hast schon recht, für einen aktuellen PC mit 'nem Ryzen auf AM5 kommt man nicht drumherum und da tun 32 GB jetzt weh.

Eigentlich müsste man sogar MS dafür loben, dass der Win10-Support in 10/25 enden sollte, denn sonst hätten diese zwei Leute sich sicher erst später und nicht im September für einen neuen PC entschieden. Die sind jetzt beide heilfroh. :)
 
Na, das kann man so nicht pauschal sagen. Man braucht jetzt einen neuen PC (alter defekt z.B.)? Dann hat man wenig Wahl. Man braucht mehr Ressourcen für seine Projekte/Arbeit/...? Dann hilft's nix.
Ich kann nur von meiner persönlichen Sichtweise aus sprechen: ich hatte wie gesagt DDR5-Speicher hier liegen und von daher hat es sich angesichts der aktuellen Preise schon dekadent angefühlt, gerade jetzt von DDR4 auf ein DDR5-basiertes System zu wechseln, ohne dass man wechseln muss.
Wenn man allerdings neuen Speicher kaufen muss, dann ist man gerade hochgradig angeschmiert: das günstigste ab Lager lieferbare 16GB-Kit DDR5 kostet 200€, das günstigste 32GB Kit ~300€. Vor zwei Monaten hat man für das Geld AM5-Mainboard samt CPU und 32GB DDR5 gekriegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich versteh den ganzen Reibach nicht. Die GPU Preise sind doch auch wieder heruntergekommen. Damals hat auch jeder gleich den Teufel an die Wand gemalt. Und zudem bestehen Grafikkarten aus unzähligen Einzelteilen, die sogar eingekauft werden müssen. Da ist die Preisbildung wesentlich konplexer und dennoch geht es wieder. Es ist noch immer volatil, aber es zeigt sich dass wenn man Ruhe bewahrt auch Preisstürme dieser Art vorbeiziehen. Es ist aber definitiv nicht richtig dem Fomo nachzugeben, denn genau das hält die Preise noch länger unnötig auf hohem Niveau. Und das sollte man verstehen. Das ursächliche Problem ist eben dass die ganze Elektronikbranche rund um Computing jeder Art global gesehen einen Flaschenhals erlebt. Es gibt nur drei Fabs weltweit die DRAM herstellen. Es gibt nur eine bleeding Edge Fab, bei der alle produzieren müssen oder wollen (-> Intel muss bei TSMC produzieren, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen) und danach kommen erst die anderen zwei. Alle anderen Player sind fabless! Und das ging nur so lange gut, wie die freie Marktwirtschaft nicht als politische Waffe genutzt wurde. Das ist leider die andere schmutzige Seite des Turbokapitalismus.

Wenn Konsumenten sich endlich ihrer Marktmacht bewusst werden, kann dieser ganze Zirkus auch mal weiterziehen.
 
Wenn Konsumenten sich endlich ihrer Marktmacht bewusst werden, kann dieser ganze Zirkus auch mal weiterziehen.
Welche Marktmacht? Soll man seine olle lahme Möhre durch eine andere etwas weniger olle Möhre vom Gebrauchtmarkt ersetzen, die potentiell gar nicht so zuverlässig funktioniert?
Oder 2 Jahre warten bis der Spuk vorüber ist, falls er überhaupt auf das ursprüngliche Niveau zurück fällt?
Entweder braucht oder möchte man mehr Power oder RAM und beisst in den sauren Apfel oder man braucht es nicht. Aber echte Alternativen kann ich nicht erkennen. Als größere Firma wird man auch eher den Bedarf nicht wegreden oder durch gebrauchtes Zeug ersetzen können.
 
Wollte eigentlich auch mein X1 Extreme G1 auf 64GB aufrüsten, dann schafft es vieleicht die 10 Jahre Dauereinsatz.
Aber bei den Preisen steht das in keinem Verhältnis und kann warten. So oft muss ich dann auch wieder nicht vielen VMs und Containern arbeiten. Und bei meiner normalen täglichen Arbet sind 32GB unter Linux mehr als genügend. Wäre vermulich einfach nur Luxus und der haben will Faktor.
 
Du übersiehst den Haben-will-Faktor. :cool:
Wenn den alle unterdrücken, entsteht daraus schon eine Marktmacht. ;)
Firmen beachten sowieso nicht den Haben Will Wunsch der Mitarbeiter, sondern kaufen nach Bedarf oder wegen Abschreibungsdauer abgelaufen oder weil die Ausfallrate untragbar wird. In dem Umfeld sehe ich 0 Potenzial für "wir kaufen aus Protest nichts".
 
1000 euro für ne high end karte ist irre

Eine Voodoo 5 5500 hat im Jahr 2000 700 DM gekostet. Rechnet man darauf die deutsche Inflationsrate, wären es heute 585 Euro. Grafikkarten sind also auch inflationsbereinigt teurer geworden.

Aber - ein High End PC hat 2000 5.000 DM gekostet, was inflationsbereinigt heute 4.200 Euro wären. Und für das Geld bekommt man immer noch einen anständigen Standrechner.

Einige Komponenten sind relativ gesehen teurer geworden, andere günstiger. In Summe hat sich aber mMn wenig getan 🤷‍♂️
 
Ebenso, wenn man sich die ThinkPad Preise anschaut... 2007 ca. 2500€ für ein T61 in nicht mal Vollausstattung, dafür bekommt man jetzt inflationsbereinigt auch zwei aktuelle T14 (3600€).
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erklärt den Preis der Grafikkarten, die sind ja deutlich schwerer und größer geworden.
So schließt sich der Kreis.

Speicher ist günstiger, da leichter.. würd mich vom Gefühl her nicht mal wundern, wenn man das mal gegenrechnet, das halbwegs stimmen könnte.

(Kriege ich dann als Kind an der ThinkPadTheke eine Scheibe Tastatur?)
 
mal retour zum Thema: DDR 4 ist bzw. war in vielen Kisten, die bei meinem Arbeitgeber aussortiert werden, weil sie nicht Win-11-tauglich sind. Allerdings landen bei unserer Abteilung (zuständig u.a. für Entsorgung diverser Sachen) nur die geräuberten Gehäuse. Die IT rupft da wohl vorher alles raus. Wo das dann wohl bleibt? :unsure:
 
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