Bei Lehrern frage ich mich immer, wo bearbeiten die eigentlich personen(/schüler)-bezogene Daten mit entsprechendem Schutzbedarf? Dass man zentral adminstrierte Rechner ohne eigene Adminrechte nicht vernünftig nutzen kann ist klar.
Da würde es dir zumindest für staatliche Schulen die Fußnägel hochrollen. Admin vor Ort ist meist ein Lehrer im Nebenamt der das halt mehr schlecht oder recht im Rahmen seiner sonstigen Tätigkeiten und Wissen macht und dafür dann zwei Ausgleichs-Stunden die Woche angerechnet bekommt. Soviel zur Wertigkeit dieser Tätigkeit. Meist wird da halt der Medienbeauftragte bestimmt.
Zuständig für die Schulen ist dann grundsätzlich die IT der jeweiligen Regierung, da kann man halt ein Ticket ziehen wenn ein Festrechner vor Ort nicht geht oder was auch immer. Wird irgendwann bearbeitet oder auch nicht. Wenn der Festrechner z.B. für den Beamer oder das Whiteboard nicht geht weil man nicht auf seine Unterlagen kommt oder der Bildausgang spinnt wird halt natürlich wieder der private Rechner geholt bevor man eine Woche oder länger das nicht nutzen kann.
Kommunikation und Organisation von allem möglichen läuft vornehmlich über MS Teams und die MS-Cloud. Den Lehrkräften wird zumeist ein Schulaccount
name@xyz.schule zur Verfügung gestellt. Damit kann man dann kostenlos auf mehreren Endgeräten MS-Produkte und die MS-Cloud (wo auch immer die Daten dann liegen) nutzen.
Feste verbeamtete Lehrkräfte sollten diese fremdverwalteten Laptops haben da sie eigentlich nur darauf eben diese personen-bezogenen Daten verarbeiten dürfen. Angestellten Lehrkräften und nicht verbeamteten wird das gar nicht offeriert. Die müssen aber das gleiche leisten. Theoretisch darf nicht mal ein Zeugnis am privaten Rechner verarbeitet oder gespeichert werden. Die Realität ist, diese Endgeräte sind nicht in ausreichender Menge verfügbar, völlig veraltet oder kaputt oder nicht konfiguriert. Den Rest kannst du dir dann denken.
Kritisiert wird viel, ohne Ergebnis:
www.bev.de
(Bild: Canva / KI-generiert) Mit einem neuen Microsoft-Lizenzvertrag will die Staatsregierung die Kosten in Bayern senken. Was die digitale Souveränität betrifft, ist das Projekt jedoch umstritten. In der Koalition machen nun sogar Fake-News-Vorwürfe die Runde.
www.egovernment.de
Eine Änderung will halt keiner bezahlen und das kostenfreie oder sehr günstige Microsoft Angebot wird natürlich dankend angenommen

. Somit kommt auch keiner in die Verlegenheit eigene Infrastruktur aufzubauen oder Alternativen zu verwenden.
Wie gesagt staatliche Schulen denen zum Teil das Klopapier oder Kopierpapier ausgeht noch Monate vor den Sommerferien und es normal ist das Lehrer z.B. von eigenem Geld das Klassenzimmer einrichten. Die betrachten ihre IT-Problematik somit sogar noch als nachrangig neben solchen Problemen oder baulichen Mängeln wie nicht schließenden Fenstern oder undichten Dächern oder mangelhafter Isolierung oder kaputten Heizungen.