Wo sind die alten ThinkPads geblieben?

Der LK hat für die Lehrerschaft neue Notebooks gestellt-> die Lehrer verweigern die Nutzung, für die Schüler gab es was von HP, da scheint es die allergünstigste Variante zu sein und die Schüler nutzen wenn nöglich eigene Geräte so wie die Lehrer.
Leider wurde da sehr viel Geld versenkt, anstatt lieber ein paar weniger aber dafür ordentliche Geräte zu kaufen. Ähnlich mit den Mediaboards, welche nicht ordentlich funktionieren und sich teilweise in Rauch auflösen. Auf der einen Seite wird versucht die Schulen voranzubringen, aber leider geht es immer wieder nach hinten los.
 
X270 als meinem besonderen Liebling
Ich hab eins. :)
Tolles Gerät, lange Akkulaufzeit, bestens zum "mal eben mitnehmen" geeignet.
Aber das Bessere ist der natürliche Feind des Guten, mein kürzlich erworbenes T14 Gen6 ist da schon 'ne andere Hausnummer.
Wenn du also mal eins brauchst ... ;)
 
Ich hab eins. :)
Tolles Gerät, lange Akkulaufzeit, bestens zum "mal eben mitnehmen" geeignet.
Aber das Bessere ist der natürliche Feind des Guten, mein kürzlich erworbenes T14 Gen6 ist da schon 'ne andere Hausnummer.
Wenn du also mal eins brauchst ... ;)
Hab ich dir nicht mal das X270 verkauft?😃
 
Das X200, hier vor vielen Jahren gebraucht gekauft, ist immernoch in Benutzung. Ich spiele mit dem Gedanken jetzt ein neues mit Ryzen zu besorgen, da Youtube zum Beispiel, aber Browsing generell, immer zäher wird mit dem Core2. Das liegt schlicht daran, dass das Internet so ein Schwergewicht ist mittlerweile. In dem Fall würde ich das schon wieder hier einstellen... aber dass diese alten Geräte wieder mehr Wert sein sollen jetzt würde ich bezweifeln. Die Elektronik wird ja nicht jünger.
 
Ich hab heute noch ein X201 hier verkauft - für 30€. Ich denke viele machen sich die Mühe für so wenig Geld auch nicht, ich freu mich halt wenn das Gerät noch genutzt wird - im Zweifel auch für 5€. Aber nicht jeder ist da so Ressourcenbewusst und/oder hat nostalgische Gefühle bzw betreibt Liebhaberei.
 
Ich denke viele machen sich die Mühe für so wenig Geld auch nicht, ich freu mich halt wenn das Gerät noch genutzt wird

Leider muss ich dir da Recht geben.

Ich persönlich bekomme ein schlechtes gewissen, wenn ich Thinkpads hier habe, die ich überhaupt nicht nutze, dann sehe ich zu, dass sie wieder unter die Leute kommen.

Abgesehen von Bastelresten, Schrott und so natürlich.. Einen Friedhof der Rotnippeltiere habe ich leider auch.
 
Ansonsten kommen viele Geräte aus Firmen. Halt was Firmen so nach Ablauf der Nutzungszeit spenden.
Also vermutlich Geräte 3+ Jahre alt, die dann nicht mehr dem Refurbished-Markt zur Verfügung stehen.
Der LK hat für die Lehrerschaft neue Notebooks gestellt-> die Lehrer verweigern die Nutzung, für die Schüler gab es was von HP, da scheint es die allergünstigste Variante zu sein und die Schüler nutzen wenn nöglich eigene Geräte so wie die Lehrer.
Bei Schülern liegts vermutlich an fehlender Gaming-Tauglichkeit.

Bei Lehrern frage ich mich immer, wo bearbeiten die eigentlich personen(/schüler)-bezogene Daten mit entsprechendem Schutzbedarf? Dass man zentral adminstrierte Rechner ohne eigene Adminrechte nicht vernünftig nutzen kann ist klar.
 
Bei Lehrern frage ich mich immer, wo bearbeiten die eigentlich personen(/schüler)-bezogene Daten mit entsprechendem Schutzbedarf? Dass man zentral adminstrierte Rechner ohne eigene Adminrechte nicht vernünftig nutzen kann ist klar.
Da würde es dir zumindest für staatliche Schulen die Fußnägel hochrollen. Admin vor Ort ist meist ein Lehrer im Nebenamt der das halt mehr schlecht oder recht im Rahmen seiner sonstigen Tätigkeiten und Wissen macht und dafür dann zwei Ausgleichs-Stunden die Woche angerechnet bekommt. Soviel zur Wertigkeit dieser Tätigkeit. Meist wird da halt der Medienbeauftragte bestimmt.

Zuständig für die Schulen ist dann grundsätzlich die IT der jeweiligen Regierung, da kann man halt ein Ticket ziehen wenn ein Festrechner vor Ort nicht geht oder was auch immer. Wird irgendwann bearbeitet oder auch nicht. Wenn der Festrechner z.B. für den Beamer oder das Whiteboard nicht geht weil man nicht auf seine Unterlagen kommt oder der Bildausgang spinnt wird halt natürlich wieder der private Rechner geholt bevor man eine Woche oder länger das nicht nutzen kann.

Kommunikation und Organisation von allem möglichen läuft vornehmlich über MS Teams und die MS-Cloud. Den Lehrkräften wird zumeist ein Schulaccount name@xyz.schule zur Verfügung gestellt. Damit kann man dann kostenlos auf mehreren Endgeräten MS-Produkte und die MS-Cloud (wo auch immer die Daten dann liegen) nutzen.

Feste verbeamtete Lehrkräfte sollten diese fremdverwalteten Laptops haben da sie eigentlich nur darauf eben diese personen-bezogenen Daten verarbeiten dürfen. Angestellten Lehrkräften und nicht verbeamteten wird das gar nicht offeriert. Die müssen aber das gleiche leisten. Theoretisch darf nicht mal ein Zeugnis am privaten Rechner verarbeitet oder gespeichert werden. Die Realität ist, diese Endgeräte sind nicht in ausreichender Menge verfügbar, völlig veraltet oder kaputt oder nicht konfiguriert. Den Rest kannst du dir dann denken.

Kritisiert wird viel, ohne Ergebnis:
Eine Änderung will halt keiner bezahlen und das kostenfreie oder sehr günstige Microsoft Angebot wird natürlich dankend angenommen :). Somit kommt auch keiner in die Verlegenheit eigene Infrastruktur aufzubauen oder Alternativen zu verwenden.

Wie gesagt staatliche Schulen denen zum Teil das Klopapier oder Kopierpapier ausgeht noch Monate vor den Sommerferien und es normal ist das Lehrer z.B. von eigenem Geld das Klassenzimmer einrichten. Die betrachten ihre IT-Problematik somit sogar noch als nachrangig neben solchen Problemen oder baulichen Mängeln wie nicht schließenden Fenstern oder undichten Dächern oder mangelhafter Isolierung oder kaputten Heizungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In B&W gibt/gab es für diesen Zweck das BelWü, welches sich um die Infrastruktur von Schulen und Hochschulen kümmerte, bis ... naja, man lese:


Wo die Schulen das Geld für "privatwirtschaftliche Anbieter" hernehmen sollten wurde natürlich nicht geklärt.
 
Ich denke auch, dass 'Leute wie wir' gerne sowas horten und/oder zerfleddern (Ersatzteile). In Verbindung damit, dass auch mla was kaputt geht und Einsteiger in das Hobby ThinkPad (so es sowas denn noch gibt) dann doch mehr wollen als nen c2d.
 
Ich kann natürlich keine anderen Quellen, aber ich kann sagen, wo solche Geräte am Ende landen: Recyclinghöfe, Schrottplätze, Entsorgungsbetriebe usw.

Und das auf dem Bild ist nur eine kleine Annahmestelle. Dort werden etwa 1–2 Gitterboxen pro Monat voll. Ich kenne Betriebe, die locker das Zehnfache davon verarbeiten.

Viel interessanter finde ich eigentlich die Frage, wo der ganze Elektroschrott landet, der nicht über die offiziellen Sammelwege erfasst wird. Deutschland erreicht aktuell nur eine offizielle Sammelquote von 29,5 %. Ein relevanter Teil der fehlenden Mengen landet vermutlich im Restmüll, bei nicht berechtigten Sammlern, im informellen Recycling oder wird exportiert. Der genaue Verbleib eines großen Teils lässt sich statistisch schlicht nicht nachvollziehen.

Und das Beste: Deutschland liegt damit bei der WEEE-Sammelquote tatsächlich unter den zehn schlechtesten Ländern der EU mit verfügbaren, vergleichbaren Daten für 2023. Aber immerhin sind wir bei irgendwas in den Top 10. 😅


1111.jpeg
 
2 ThinkPads in der Gitterbox, davon ein T4x (links) und ein T/W520, darauf eine ThinkPad-Tastatur :cry:

Viel interessanter finde ich eigentlich die Frage, wo der ganze Elektroschrott landet, der nicht über die offiziellen Sammelwege erfasst wird. Deutschland erreicht aktuell nur eine offizielle Sammelquote von 29,5 %. Ein relevanter Teil der fehlenden Mengen landet vermutlich im Restmüll, bei nicht berechtigten Sammlern, im informellen Recycling oder wird exportiert
Du vergisst, dass viele alte und defekte Geräte wie alte Handys in Schränken oder Kisten lagern. - Ich hatte früher bei meinem Arbeitgeber auch keine defekten ThinkPads verschrottet, sondern als Teilespender aufbewahrt. Teils solange, wie die entsprechenden Modell noch genutzt wurden (12 Jahre +x), teils, weil mir die Zeit fehlte, um sie "anständig" zu entsorgen. Als ich in Rente ging, lagen noch ca. 5 T61, 2 R51 und 5 T420 in meinem Laptop-Schrank. Die Technik-Abteilung besaß fast gleichviele nicht mehr genutzte ThinkPads als Backup, falls die aktuell genutzten ausfielen. - Hat einige Male geholfen. Genutzt wurden ca. 40 ThinkPads.
 
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