Was machen Technik-Verweigerer nach der 2G-Abschaltung September 2028?

Sind das für euch echt liebgewonnene Rituale IBANS abzutippen oder unterwegs die Süddeutsche zu lesen oder im lost-Mode durch fremde Bahnhöfe zu irren und irgendwelche Tickets an Schaltern zu ziehen wenn ich die einfach in der App als QR haben kann nachdem ich die Verbindung weiß? Ist das wirklich sinnvoll ein DumbPhone mitzuführen nur um sich materiell unterwegs zu entschlacken statt ein Gerät zu nehmen das mehr könnte man aber nicht nutzen muss in dem Moment?
Warum nimmst Du keinen Laptop mit? Dann hast Du noch mehr Möglichkeiten :D
 
Einige Leute in meinem Umfeld nutzen weiterhin uralte Bar-Telefone von vor 25 Jahren und wollen da auch in Zukunft nicht von weg. Aber bereits in 2 1/2 Jahren werden diese Geräte Elektronikschrott sein. Gibt es für solche Kunden eigentlich moderne Geräte die einen ähnliche eingeschränkten Funktionsumfang haben? Meint ihr die Hersteller werden bis dahin noch weitere Modelle anbieten welche diesen Markt abdecken?
https://www.mediamarkt.de/de/category/seniorenhandys-3376.html ? 😁
 
Der Laptop ist eh im Rucksack :D. Schlimmer aber: Es ist ein Surface Pro 13" auf Snapdragon-X Elite Basis und kein ThinkPad. Ganz einfach wegen Akkulaufzeit, Windows-Kompatiblität und es ist das einzige Gerät das ich kenne wo man so geil mit abgedockter Tastatur arbeiten kann :).
 
Der Laptop ist eh im Rucksack :D. Schlimmer aber: Es ist ein Surface Pro 13" auf Snapdragon-X Elite Basis und kein ThinkPad. Ganz einfach wegen Akkulaufzeit, Windows-Kompatiblität und es ist das einzige Gerät das ich kenne wo man so geil mit abgedockter Tastatur arbeiten kann :).
Verdammt, jetzt wollte ich Dir mit dem Laptop als Beispiel mal vorführen, wie doof das ist, wenn einem jemand ein Gerät aufschwatzen will, das man einfach für seinen persönlichen Anwendungsfall schlicht nicht braucht :D
 
Ich meine es geht denen vorrangig darum sich von der Informationsflut der wir heute alle ausgesetzt sind abzuschirmen. Meine eigene Meinung dazu ist, daß man sehr wohl ein Smartphone nutzen kann und gleichzeitig auch entscheiden kann wann, wie und wofür man dieses nutzt.
Viel Glück beim missionieren. Ich sehe das genau so. Es gibt keinen Zwang, WA, FB, TikTok, Insta, PayBack oder sonstwas zu installieren.
Augen auf beim App-installieren.

Mein Tag wird auf jeden Fall 100x nerviger, als mit dem funktionierenden Gerät.
Auch da stimme ich zu. Man kann es aber auch 1.000x nerviger machen.

Und zudem ist ein Mobile eine einzige Privacy-Katastrophe.
Daher will ich an das Gerät keine Funktion delegieren, die ich auch anders -zumindest mit vergleichbarem Aufwand- erledigen kann.
 
Für diejenigen, die sich das nicht vorstellen können: ich war vor einiger Zeit in Paris und hatte nicht mal ein normales Handy dabei. Das funktioniert problemlos.

Es gibt eine Welt jenseits der Hosentaschenbildschirme und sie ist voller Entdeckungen. Man muß sich nur trauen. ;)
 
Für Menschen wie mich wurde GPS und das Navigationsgerät in der Hosentasche erfunden. :rolleyes:
War eigentlich auch immer meine Rede und ich hatte mir recht schnell eins der ganz frühen Navis damals fürs Auto gekauft. Dann sind wir mit drei Mädels weggefahren, große Tour durch halb Deutschland, eine wie ich völlig orientierungslos, die Dritte hat mit ihrem Kartenzeug IMMER ALLES gefunden. Ich hatte schon 2 Wochen vorher angefangen, mit meinem TomTom anzugeben. Kurz nachdem ich die zweite abgeholt hatte, noch in Düsseldorf, roch es auf einmal so komisch und wir hatten TomTomPutt statt TomTomGo :D
Da hat dann jemand superbreit grinsend die Karten rausgeholt, die sie vorsichtshalber mitgenommen hatte, und ohne die wir unsere Tour hätten absagen müssen :D
 
Ohne eigentlich die Diskussion auf die nächste Meta-Ebene führen zu wollen aber ich versteh nicht wie man ohne Smartphone heute noch sinnvoll Leben kann ohne massiv Lebenszeit zu verschwenden?

Telefonie ist ja tatsächlich wirklich eine Randfunktion von den Dingern, davon ab ist es ein Schweizer-Taschenmesser zur Lebensbewältigung. Ich kann das öh es ist zu groß um es bei einem Spaziergang mitzunehmen ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen, jeder hat Taschen an seiner Kleidung, es gibt Rucksäcke es ist ja niemand gezwungen nur weil es ein Smartphone ist wild plappernd mit dem DIng vor der Nase filmend und streamend durch die Gegend zu laufen nur weile s möglich wäre. Es kann ja trotzdem still und leise in der Tasche schlummern.

- Wie macht ihr Überweisungen? Ich fotografiere die Rechnung oder scanne den QR-Code on the Fly mit der Bank-App auf dem Gerät.
- Gleiches läuft mit meinen Arztrechnungen für die PKV, das ist alles so krass Lebenszeitsparend. Scannen, verschicken weg, Geld da.
- Wie navigiert ihr ohne ein vernünftiges online-gestütztes Navigationssystem durch Großstädte? München ohne Googlemaps um nem Stau zu entgehen, oder um den Gegenüber eine realistische Einschätzung meiner Ankunftszeit geben zu können, never.
- Wie nutzt ihr den öffentlichen Nahverkehr ohne Apps für Tickets, Streckenplanung für Verkehrsmittel und um Verspätungen schnell zu erkennen?
- Wie übersteht ihr längere Bahnfahrten? Mit Smartphone steht einem die Welt offen von Nachrichten bis zur Netflixserie und 15 Min vor Ankunft am BHF heize ich bei meine E-Auto noch die Scheiben frei per Remote.
- Die Tiefgarage meines Arbeitgebers öffnet sich nur noch per App, es gibt noch 2 Backup-Chips für Monteure oder so wenn die länger da wären.
- Vernetzte Kalender ich kann jederzeit absehen ob ich da einen Termin ausmachen kann oder nicht weil die Kinder heim müssen oder sonst was in der Familie an dem Tag ansteht.
- Das Smartphone pusht mir sämtliche 2FA Authorisierungen auf meine Smartwach, ohne 2FA Authorisierungen wäre mein Arbeitsalltag nicht mehr machbar es gibt kaum noch Logins die ohne 2Faktor funtionieren, noch nicht mal einen VPN-Tunnel zu meinem Arbeitsnetzwerk könnt ich aufbauen. So ist es jedesmal nur ne Armdrehung mehraufwand.

Sind das für euch echt liebgewonnene Rituale IBANS abzutippen oder unterwegs die Süddeutsche zu lesen oder im lost-Mode durch fremde Bahnhöfe zu irren und irgendwelche Tickets an Schaltern zu ziehen wenn ich die einfach in der App als QR haben kann nachdem ich die Verbindung weiß? Ist das wirklich sinnvoll ein DumbPhone mitzuführen nur um sich materiell unterwegs zu entschlacken statt ein Gerät zu nehmen das mehr könnte man aber nicht nutzen muss in dem Moment?


Also wirklich kein Angriff ich gönn jedem seine "Pferdekutsche" :cool: mögen die alten Teile noch lang und unfallfrei fahren.
War dieser Zustandsbericht eigentlich jetzt ein Plädoyer für oder gegen das Smartphone? ;)

Übrigens treffen 90 Prozent deiner oben genannten Nutzungsszenarien auch auf mich zu. Ich habe sogar ein "Reserve"-iPhone in der Schublade, das mit MultiSIM exakt so konfiguriert ist, wie mein Hauptsmartphone. Und ich habe alles in der Cloud als Backup. Genau eben aus dem Grunde, dass ich komplett aufgeschmissen wäre, würde das Hauptgerät verlustig gehen.

Das mag man jetzt nicht verstehen und ich möchte das hier auch nicht näher ausführen, aber ich sehe dies alles trotzdem sehr kritisch.

Schonmal darüber nachgedacht, wie abhängig man von einem einzigen Gerät ist? Schon mal darüber nachgedacht, dass alles über das Internet läuft? Schon mal darüber nachgedacht, dass man sich von ganz wenigen Konzernen abhängig macht, die einem "das ganze Leben" per Knopfdruck ausknipsen können? Schon mal darüber nachgedacht, dass alles per Strom läuft und dieser auch mal weg sein kann, wie man ja grade in den heutigen Tagen eindrucksvoll sieht? Schon mal darüber nachgedacht, dass z. B. die Auslagerung von ureigensten menschlichen Fähigkeiten, wie z. B. der räumliche Orientierungssinn an ein Navigationssystem, diese menschlichen Fähigkeiten verkümmern lässt?

Ich bin nicht per se gegen diese digitalen "Errungenschaften". Aber jeder Mensch sollte Wahlfreiheit haben, also auch ein "Recht auf ein analoges Leben". Und dieses Recht wird ja in den heutigen Zeiten leider im Eiltempo abgeschafft.
 
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eins der ganz frühen Navis damals fürs Auto gekauft.
die ja echt die Pest waren. Ich habe lange bei Navis verweigert, aber mittlerweile sind sie wirklich gut (also meistens - als wir auf Rügen mal in einen Feldweg dirigiert werden sollten und meine bessere Hälfte wirklich reinfahren wollte, habe ich hart verweigert. Vor meinem geistigen Auge hatte ich schon die Schlagzeile gesehen - Ehepaar aus Bayern verläßt sich blind aufs Navi und muss mit Traktor vom Feld gezogen werden 🤣)
 
der ganz frühen Navis damals fürs Auto
Hier neben der A9 zwischen M und IN hat es bei Staus mit den ersten Navis öfter "Begegnungen der dritten Art" auf dem örtlichen Hundeweg gegeben. Ein nur anfangs geteerter Feldweg, der dann nach fast 1km im Wald zu Ende war. Der Hintergrund: die ersten Karten wurden nach dem Gauß-Krüger-Gitter (Potsdam Datum und Bessel-Ellipsoid von 1841) dem GPS unterlegt, das mit WGS84 ein anderes Ellipsoid hat. Das führte hier in der Umgebung zu etwa 200m Ost-West Versatz, passend zum Hundeweg statt zur Umleitung bei Stau. Der Navi selbst war ok, nur die falschen Karten dazu. Der Clou war immer, die mußten erst mal mit Sack und Pack beladen die volle Strecke bis zum Wald fahren, weil der Feldweg so schmal wurde und die keine Chance zum Wenden hatten. Meistens waren es dann auch schon gehobene Wagenklassen, die nicht gerade geländegängig waren, dafür aber die linke Spur auf der BAB reserviert hatten. Das hat dann doch die Schadenfreude etwas angehoben, speziell, wenn es auch noch Berliner waren .... ich schäme mich ja gleich ein bißchen dafür....

Sorry, Zweithobby wegen Funkpeilungen, Kartenfreak, Satellitenbahnberechungen und so was. Ich habe einzelne Programme ändern müssen, die ich für Peilungen (im Amateurfunk) verwende. Ansonsten noch mal zur "Technik-Feindlichkeit" - ich baue selber Funkzeugs, zerlege IT und baue wieder zusammen, programmiere für's Hobby selber, aber bei IT-Anwendungen als Enduser bin ich einfach verbrannt. Nachdem ich Mainframe OS/360 noch unterrichtet hatte (S/W Service nach einigen H/W-Jahren), habe ich immer wieder bei Erstinstallationen mit machen dürfen. Beim Kunden u.a. die Programmentwicklungen supported usw. Da ist man einfach für das ganze Leben verdorben, wenn man "Neuentwicklungen" als User benutzen soll. Andererseits machte es mir diebische Freude, einen alten Fernschreiber an den ersten PCs zum Laufen zu bringen und Röhrenradios an Win10. Tut mir leid, daß ich etwas "verdreht" bin. Vermutlich werde ich wohl irgendwann Smartphone-User, aber ........... so lange mir Alzheimer nicht mein Kartengedächtnis und ähnliche Macken weg nimmt, macht es mir einfach mehr Spaß, ohne "fremde Hilfe" durchs Leben zu kommen. Im Moment sehe ich das Smartphone eher als "geistigen Rollator" an...... *duck*

(Ich bitte alle Berufstätigen und weitere ohne Smartphone-No-Wahlrecht um Verzeihung, aber ...... im Moment kneife ich noch so lange wie möglich.)
 
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die ja echt die Pest waren. Ich habe lange bei Navis verweigert, aber mittlerweile sind sie wirklich gut (also meistens - als wir auf Rügen mal in einen Feldweg dirigiert werden sollten und meine bessere Hälfte wirklich reinfahren wollte, habe ich hart verweigert. Vor meinem geistigen Auge hatte ich schon die Schlagzeile gesehen - Ehepaar aus Bayern verläßt sich blind aufs Navi und muss mit Traktor vom Feld gezogen werden 🤣)
Ich werde nie das Gesicht von dem Postboten vergessen, den ich mit dem deutlich sichtbaren Navi auf dem Armaturenbrett nach dem Weg gefragt habe, nachdem mich das Teil in einer Sackgasse stranden ließ. Naja, ich stand schon fast neben der Firma, zu der ich wollte, aber halt durch eine kleine Straße, eine Hecke und einen Graben davon getrennt. Aber er hat mir dann doch lachend den richtigen Weg beschrieben.
Oder der Tag, als es mich in einem kleinen Vorort immer im Kreis rund um den Dorfkern geschikt hat .... 5 mal oder so. Oder das fröhliche "wenn möglich bitte wenden", mit dem es immer wieder zu der gesperrten Autobahnzufahrt schicken wollte, auch nach 5 Kilometern noch ...
 
Naja, ich stand schon fast neben der Firma
Das hat bei uns Besuch auch mal per Karte geschafft. Er hatte von mir die GPS (WGS84) Koordinaten haben wollen und ist nach damaligen amtlichem Karten (Gauß-Krüger) gefahren und stand 200m westlich von uns vor der örtlichen Tennishalle................. ("Gib mir nur die Koordinaten, ich finde Dich schon .......", per Funk dann geregelt :-) )
 
Ich hatte damals im BringMichWerkstatt auch so ein tolles (Becker)Navi und als es einmal schnell gehen sollte und es dank "schluckauf" die dritte Ehrenrunde durch die Gemeine wurde hab ich das Ding mit nem gezielten Faustschlag in den vorläufigen Ruhestand geschickt (bis das neue abnehmbare Bedienteil per Post eintraf).
Die zufälligen Aussetzer ab und an und die lahme Satellitensuche (manchmal begann die Navigation erst 15 Min nach Fahrtantritt) blieben bis zum Verkauf des Wagens erhalten.
 
Für diejenigen, die sich das nicht vorstellen können: ich war vor einiger Zeit in Paris und hatte nicht mal ein normales Handy dabei. Das funktioniert problemlos.

Es gibt eine Welt jenseits der Hosentaschenbildschirme und sie ist voller Entdeckungen. Man muß sich nur trauen. ;)
Wir haben kein Auto und sind (hauptsächlich in Deutschland und der Schweiz) hauptsächlich mit Bus und Bahn unterwegs. Abfahrtszeiten, Umstiege und Gleise ändern sich gerne kurzfristig. Dadurch gelegentlich auch die gewählte Strecke, d.h. der Ticketkauf erfolgt dann sehr zeitnah vor der Fahrt. D.h. kein Smartphone zu besitzen würde mich unnötig Zeit und Geld kosten.
 
Ungeachtet der wirklichen Vorteile, die ein solcher Minicomputer, und nichts anderes ist ein Smartphone, bieten kann, betrifft das Abschalten von 2G auch diese genannten Minicomputer. Man muss diese derzeit nämlich nicht 24/7 in Internet betreiben, wenn man nur telefonieren können möchte. So gesehen ist der derzeitige Zustand ideal für reine Telefone und Smartphones.
Mit Abschalten von 2G benötigt nun eben auch zum Telefonieren jeder einen Minicomputer mit Internetzugang in der Tasche, der 2 bis 5 Jahre Updates erhält, und dann in den Müll darf, weil er nicht mehr sicher im Internet betrieben werden kann.
 
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